Chemie-Unfall

29. April 2014 11:48; Akt: 29.04.2014 11:50 Print

11 Lonza-Arbeiter mit starken Hautausschlägen

Der Kontakt mit einem Unkrautvertilger hat in der Chemie-Fabrik Lonza in Visp zu Hautausschlägen bei insgesamt elf Mitarbeitern geführt. Die Ursache ist aber noch immer unklar.

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Im Lonza-Werk in Visp kam es zu Zwischenfällen, bei denen insgesamt elf Mitarbeiter betroffen wurden. (Bild: Keystone)

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Am 11. April beklagten zwei Mitarbeiter der Chemie-Fabrik Lonza akute Hautausschläge an den Armen. Nach der Untersuchung durch den Werksarzt wurden sie an eine Dermatologin verwiesen. Einer der beiden erlitt starke Blasenbildungen an den Armen und ist seither krankgeschrieben. Das berichtet der «Walliser Bote» heute.

Danach ereigneten sich 12 Tage lang keine weitere Vorfällen, bis plötzlich neun Mitarbeiter über Rötungen am Körper klagten. Die Symptome seien aber laut der Zeitung nicht so stark ausgeprägt gewesen, so dass die Angestellten am nächsten Tag ihre Arbeit wieder aufnehmen konnten – wenn auch an einem anderen Arbeitsplatz.

Taskforce ins Leben gerufen

Die Vorfälle bestätigt Martin Clausen, Sicherheitschef des Lonza-Werkes Visp, dem «Walliser Boten». Seit Januar produziere das Werk ein neues Zwischenprodukt, das zur Herstellung von Unkrautvertilgern dient.

Bei den Verletzungen handle es sich nicht um Verätzungen, sondern um eine sogenannte Kontakt-Dermatitis. Eine Entzündung der Haut, die durch den Kontakt mit einem Stoff hervorgerufen wird. Wie es zu diesem Kontakt kommen konnte, ist noch immer unklar. Martin Clausen sagt der Zeitung: «Bei der Produktion hätte es eigentlich gar keinen direkten Kontakt zwischen dem Produkt und den Mitarbeitern geben sollen.»

Um die Ursache zu eruieren, hat die Lonza eine Taskforce eingesetzt. Zudem werde man nach Erfüllung des Kundenauftrags den gesamten Prozess gemeinsam mit dem Kunden nun eingehend analysieren. Bis gesicherte Erkenntnisse vorlägen, werde man das Produkt nicht mehr herstellen.

(num)