Sicherheitsrisiko?

21. Mai 2012 22:44; Akt: 22.05.2012 01:19 Print

Wirbel um Swat-Training für Laien

von Lorenz Hanselmann - Im Swat-Training zeigen Ex-Mitglieder von Sondereinheiten, wie man Verbrecher zur Strecke bringt. Politiker warnen vor schiesswütigen Extremisten.

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In voller Kampfmontur: Im Swat-Training werden für die Teilnehmer Einsätze von Sondereinheiten nachgestellt.

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Bankräuber verschanzen sich mit einer Geisel, Spezialein­heiten stürmen das Gebäude und erschiessen oder ver­haften die Gangster. Dies ist eines der Szenarien beim ersten Schweizer Swat-Training, das in diesen Tagen in Ädermannsdorf SO startet. Für 290 Franken kann jeder ab 18 Jahren in die Rolle des Terroristenjägers schlüpfen: Er wird mit Helm, Schutzweste, Sturmmaske, echter ­Pistole (siehe Box) und Blendgranate ausgerüstet und von einem Ex-Mitglied der Elite-Einheit AAD10 der Armee taktisch geschult und angeführt. Ex-Polizisten spielen die bösen Jungs. «Unser Training ist mehr als Paintball für Erwachsene. Nach fünf Minuten glaubt man, man sei in einem realen Einsatz», schwärmt Roman ­Bader, der das Swat-Training organisiert.

Für Sicherheitspolitiker schiesst das Terrorspiel über das Ziel hinaus: «Dass jeder ohne Risikoprüfung eine Waffe bekommt, ist nicht akzep­tabel. Das ist kein Abenteuer­spielzeug», sagt Chantal GalladéChantal
Galladé

SP, ZH
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(SP), Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats. Sie warnt davor, dass die falschen Leute am Training teilnehmen könnten, um mehr über Polizeitaktik zu erfahren.

Auch FDP-Nationalrätin Doris FialaDoris
Fiala

FDP-Liberale, ZH
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sieht eine Gefahr: «Ich erwarte, dass die Polizei und die Armee ­prüfen, ob im Training geheime ­Sicherheitstaktiken offengelegt werden.» Swat-Trainer Bader verspricht, nicht mehr Details preiszugeben, als schon heute öffentlich bekannt sind. SVP-Sicherheitspolitiker Hans FehrHans
Fehr

SVP, ZH
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will das Swat-Training deshalb tolerieren, fordert aber: «Verrückte und Extremisten müssen strikt ausgeschlossen werden.» Die Organisatoren wollen hier genau auf­passen: «Wir sind kein Aus­bildungscamp für Rechtsradikale und Möchtegern-Taliban», so Bader.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Christoffel am 22.05.2012 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hysterie oder Profilierungssucht?

    Frau Galladé (SP) gehört nicht in die Sicherheitskommission. Jemand, der anscheinendkeine Ahnung hat von Waffen und das neue Waffengesetz nicht kennt oder akzeptieren will hat dort nichts verloren.

  • eArl am 22.05.2012 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Böse Gotcha-Spieler/Gute S.W.A.T.-Ironie

    Wie absurd ist das denn? Gotcha Spieler werden jährlich verteufelt weil sie ein wenig mit Farbe rumschiessen und die üben in voller Kampfmontur Laienkrieg! Mir ist das ja eigentlich egal, aber es ist in dem Kontext trotzdem völlig absurd, dass echtes S.W.A.T.-Spielen in Kampfmontur dann wieder genehm ist.

  • Andrea22 am 22.05.2012 03:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Politik

    Und unsere Politiker gründen zuerst eine Kommission, dann passiert zwei nichts, dann beauftragt man wegen fehlender Personal Ressourcen eine externe Firma. Diese wiederum beobachtet zwei Jahre die Szene. Dann liefert sie Daten an die Kommission. Diese beauftragen 10 Statistiker das ganze auszuwerten undsoweiterundsofort. In der zwischen Zeit sind 10 Jahre vergangen und mehrere Millionenfranken hat die Aktion gekostet. Fazit: Man stellt fest dass man wertvolle zeit verloren hat und gründet eine, ja Richtig, KOMMISSION. Die Szene wächst und wächst.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Christoffel am 22.05.2012 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hysterie oder Profilierungssucht?

    Frau Galladé (SP) gehört nicht in die Sicherheitskommission. Jemand, der anscheinendkeine Ahnung hat von Waffen und das neue Waffengesetz nicht kennt oder akzeptieren will hat dort nichts verloren.

  • Daniel Stauffer am 22.05.2012 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Marktlücke?

    Wir leben in einem freien Land. Wenn jemand eine Marktlücke findet, darf doch dieser versuchen daraus ein Geschäft zumachen. Wenigstes sind die Leute welche es anbieten kompetent genug und wissen genau was für Informationen sie preisgeben dürfen. Also nur keine Panik.

  • Pa Ti am 22.05.2012 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    "Waffe"

    Und die SP hat gleich wieder Angst vor den Schusswaffen. Jedes Messer ist gefährlicher als diese Pistole.

  • Nora R am 22.05.2012 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbildungen sind gut

    Lieber 10'000 Menschen die wissen wie man mit einer Waffe umgeht als einer der keine Ahnung hat. Was ich mit Laien schon erlebt habe ist Haarsträubend. Eine fundierte Ausbildung an der Waffe ist notwendig und gut. Die Risikoprüfung erfolgt spätestens dann, wenn man eine eigene Waffe kaufen will, bzw. Munition.

  • eArl am 22.05.2012 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Böse Gotcha-Spieler/Gute S.W.A.T.-Ironie

    Wie absurd ist das denn? Gotcha Spieler werden jährlich verteufelt weil sie ein wenig mit Farbe rumschiessen und die üben in voller Kampfmontur Laienkrieg! Mir ist das ja eigentlich egal, aber es ist in dem Kontext trotzdem völlig absurd, dass echtes S.W.A.T.-Spielen in Kampfmontur dann wieder genehm ist.

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