Bundesrat informiert

15. Januar 2014 13:45; Akt: 15.01.2014 15:24 Print

Zins des Vormieters soll deklariert werden

Künftig soll jeder Mieter den Mietzins seines Vorgängers erfahren. Damit will der Bundesrat den Mietwucher stoppen.

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Der Bundesrat will Mietzinsen transparent machen um Mietwucher zu unterbinden. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Um den Anstieg der Wohnungsmieten zu bremsen, möchte der Bundesrat die Formularpflicht in der ganzen Schweiz einzuführen.

Bei einem Mieterwechsel soll der Vermieter den bisherigen Mietzins bekannt geben und allfällige Mietzinserhöhungen begründen müssen.

Der Bundesrat hat Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann am Mittwoch den Auftrag erteilt, eine Vorlage auszuarbeiten. Von der verbesserten Transparenz auf dem Mietwohnungsmarkt verspricht er sich «eine preisdämpfende Wirkung», ohne dass die Rechte der Vermieter tangiert würden. Die Formularpflicht gilt heute nur in einzelnen Kantonen.

Vorgeschlagen hat die Massnahme die Arbeitsgruppe «Wohnungspolitischer Dialog». Deren Zwischenbericht hat der Bundesrat am Mittwoch zur Kenntnis genommen. Die Arbeitsgruppe hatte er im Mai letzten Jahres eingesetzt, nachdem er flankierenden Massnahmen im Wohnungswesen eine grundsätzliche Absage erteilt hatte.

Die weiteren von der Arbeitsgruppe empfohlenen Massnahmen will der Bundesrat nun vertieft prüfen. Darunter ist ein Vorkaufsrecht für Gemeinden für nicht mehr benötigte Grundstücke zur Förderung preisgünstigen und gemeinnützigen Wohnungsbaus. Eingriffe in die Preisbildung auf dem Mietwohnungsmarkt sind nicht vorgesehen.


(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Einfach so am 15.01.2014 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Dürfte nicht viel bringen

    Es ist zwar interessant, den Mietzins des Vormieters zu kennen. Nützen dürfte es aber nichts: Der Vermieter wird mich fragen, ob ich die Wohnung zum neuen Preis will oder er sie jemand anderem geben soll. Da der Markt an Mietwohnungen begrenzt ist, wird man zusagen. Denn man hat sich im Normalfall auf ein Inserat mit dem neuen Preis beworben. Also nichts als Schaumschlägerei.

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  • Zermatter am 15.01.2014 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaja Freier Markt

    Hey sorry mein Haus gehört mir. Jedem steht frei ob er es mieten will oder nicht! In der Wirtschaft heisst es auch Angebot und Nachfrage. Wenn ich eine moderne Küche einbauen will für den Mieter muss ich das Geld auch zuerst sparen! Wenn mein Haus leer steht zahlt auch niemand.

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  • Bus 303 am 15.01.2014 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    voll Zufrieden

    Ich bin seit 12 Jahren in einer Mietwohnung, in unsere Wohnung wurde ein Neuer Keramikherd installiert, ein Modernen Kühlschrank, Neue Sparsame Abwaschmaschine, und die Linoleum Beläge wurden durch Parket ersetzt. Und dies ohne Zins Aufschlag. Unsere Wohnung steht in einer Stadt nähe Zürich im Limmattal. Dem Vermieter sei Dank

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Frank Raible am 16.01.2014 19:59 Report Diesen Beitrag melden

    Formulare schaffen keine Wohnungen

    Ist richtig, aber sie verhindern Missbräuche bei einem Mieterwechel, und darum fürchten die Vermieter entsprechende Gesetze.

  • TOCA am 16.01.2014 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Seiten

    Es gibt immer 2 Seiten. Unsere Wohnung sind Top Saniert, die Mieten sind Markt gerecht. In den letzten 10 Jahren hatten wir 2 Mieter die ihre Mieten nicht mehr bezahlten. Bis wir diese wegweisen konnten (Mietrecht) waren nebst der Mietschulden auch noch die Schäden die wir selbst tragen mussten weit über Fr. 15'000 Die Medaille hat 2 Seiten. Aber der Staat hat mir nicht vorzuschreiben wie ich Vermiete. Gezwungen wurde noch niemand, weder eine teure noch billige Wohnung zu Mieten.

  • Rene Schudel am 16.01.2014 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überteuert

    Meine whg in zürich kostete 2450.- und das 5 jahre lang. Nachdem wir ausgezogen sind kostet sie nun 3400.-! Nur zur info!

    • Klardenkender Vermieter am 16.01.2014 12:58 Report Diesen Beitrag melden

      Angemessene Miete

      Die Nachfrage bestimmt den Preis und nicht der Vormieter. Wer die Wohnung nicht will, der soll weitersuchen.

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  • Markus / am 16.01.2014 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nachgedacht

    Hat mal jemand genau nachgedacht? Wenn der Vermieter Betrag X eingibt als vorherige Miete, aber diese war Y, wie will man, dass erst beweisen. Es müsste jeder also vor Gericht/Schlichtung damit er genau sehen kann was ging. Es sei den er kannte den Vormieter, am besten noch eine Kontrollbehörde einrichten zu Mietzinsüberprüfung. Kostet zwar Steuern, aber den wäre das auch gesichert. "Das meinte ich Ironisch mit der Kontrollbehörde" aber soll zeigen das es nie eine 100%ige Sicherheit gibt, es sei den der Vormieter sagt es. Noch was wenn alle deswegen Streiten vor der Schlichtung, wer zahlt das?

    • frank raible am 16.01.2014 20:03 Report Diesen Beitrag melden

      Ein X für ein U

      Wenn der Vermieter X statt Y eingibt, dann hat der Staat die Möglichkeit, seine Steuererklärung einzusehen oder den Vormieter zu befragen.

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  • Hr. M. am 16.01.2014 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit.

    Wir bezahlen 1490.-- im Monat inkl. NK und unsere Vormieter 400.-- weniger. Die Erhöhung wurde mit dem "Allgemeinen steigen der Mietzinse" begründet. Man solle sich gegen sowas wehren, aber als wir erwähnten, dass es sich um die Previs handelt, verstummte mein Gesprächspartner. Es wird Zeit für einen Umzug.

    • Hr. Ma am 16.01.2014 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      Teure Miete?

      Ja, wenn die Wohnung zu teuer ist, dann suchen Sie eine andere. Früher war die Miete rund 1/3 des Einkommens. Heute wollen alle immer mehr Geld für die Freizeit, und das Wohnen soll einfach nur billig sein. Dass der Eigentümer ebenfalls Kosten hat, wird vergessen.

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