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Asylwesen
11. April 2010 10:32; Akt: 11.04.2010 21:44 Print
Task Force gegen Dealer aus Nigeria
von Désirée Pomper - Der Direktor des Bundesamts für Migration zieht die Notbremse: Eine Task Force soll kriminellen nigerianischen Asylbewerbern das Handwerk legen.
Fast 1800 Nigerianer haben 2009 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt. Doch nur knapp 9 von ihnen sollen laut dem neuen Direktor des Bundesamtes für Migration, Alard du Bois-Reymon, eine reine Weste haben: 99,5 Prozent der asylsuchenden Nigerianer kämen «nicht als Flüchtlinge in die Schweiz, sondern um illegale Geschäfte zu machen», so Du Bois-Reymond gegenüber der «NZZ am Sonntag».
Für ihn ist klar: Die Prozesse in der Schweiz müssen beschleunigt werden, damit die abgewiesenen Asylbewerber schneller zurückgeführt werden können. «Zu diesem Zweck setze ich eine Task Force mit Mitarbeitern aus anderen Departementen und aus den Kantonen ein», so Du Bois-Reymond. Eine Massnahme, die die Kantone willkommen heissen: «Die Ausschaffung der nigerianischen Asylbewerber, die sich grösstenteils in der Schweiz als Kokaindealer verdingen, wird immer schwieriger», sagt die St. Galler Polizeidirektorin Karin Keller-Sutter. Die Nigerianer, deren Asylgesuche seit 2008 «stark ansteigen», funktionierten über Familienclans. Sie seien perfekt organisiert und schwierig zu infiltrieren. Keller-Sutter: «Die Nigerianer werden gezielt für den Kokainstrassenhandel rekrutiert und nach Europa eingeschleust.»
Die Flüchtlingshilfe zweifelt an der hohen Verbrecherquote, ohnehin ist fraglich, wie erfolgreich die Schweizer Bemühungen in Nigeria sein werden: «Korruption, Sprache und Kultur werden die Zusammenarbeit mit der nigerianischen Behörde erschweren», sagt Politologin Stephanie Oesch.



























