Verunglückte Werbung

09. Dezember 2013 15:22; Akt: 09.12.2013 15:38 Print

30'000 Ballone verschmutzen Gebirge

Am vergangenen Donnerstag liess Sunrise 30'000 Luftballone in Zürich fliegen. Das Ganze war eine Werbeaktion, die für die Umwelt in die Hose ging.

30'000 Luftballone über Zürich (Youtube)
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Die Telekommunikationsfirma Sunrise liess letzten Donnerstag 30'000 Luftballone am Zürcher Stadthausquai in die Höhe steigen. Es sah farbig aus, doch die ganze Werbeaktion, die als Dankeschön wegen des positiv bewerteten Services gedacht war, hatte für die Umwelt böse Folgen.

Denn was in Zürich schön in die Luft steigt, kommt anderswo wieder runter - konkret in den Berggebieten südöstlich von Zürich, schreibt mountain wilderness in einer Medienmitteilung.

Gefahr für die Tiere

Gemäss mehreren Tourenberichten seien zum Beispiel im Gebiet rund um den Wägisee ausnehmend viele Ballonreste und Schnüre in den fraglichen Farben von gelb über orange bis violett auf dem Schnee gefunden worden. Bis diese Plastikreste – insbesondere der Schnüre – abgebaut sind, können laut mountain wilderness Jahre vergehen.

Sie stellen eine Gefahr für wildlebende Tiere dar und verunreinigen Sömmerungswiesen. «Alles in allem hat hier die Marketingabteilung von sunrise ihre Aktion nicht bis zum Ende durchgedacht und verunreinigt nun – wohl unwillentlich – Wiesen und Wälder. So etwas gehört sich für eine Firma von dieser Grösse nicht!», meint Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von mountain wilderness Schweiz.

Ballone gut, Bändel weniger

Wie die Medienabteilung von Sunrise über «Blick» verlauten liess, nehme das Unternehmen Umweltanliegen sehr ernst. Man hat daher «die Aspekte Littering und Umwelt vor der Ballon-Aktion umfassend abgeklärt. Die Luftballone bestehen aus reinem Naturkautschuk, sind daher ungiftig, biologisch abbaubar und somit umweltverträglich.»

Anders sehe es bei den Bändeln aus: «Leider wurden bei den Bändeln und Verschlüssen keine biologisch abbaubaren Materialien eingesetzt, was wir bedauern», sagt der Mediensprecher zu «Blick».

(kub)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trevor Godz am 09.12.2013 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    peinliche aktion

    sunrise ist in allen belangen einfach nur peinlich...

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  • Freddy Benz am 09.12.2013 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    immer blöder...

    ...wird die Menschheit! Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand??

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  • cgharlybenetti am 09.12.2013 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nur immer Gummi in die Luft

    Hallo, farbige Ballone zu jedem Jubi und Ähnlichem steigen zu lassen eine Unsitte, die längst an den Pranger gehört. Ist dies nicht auch Littering ?? Charlybenetti

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike am 10.12.2013 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Spenden...

    Jeder der einen Ballon findet soll ihn Sunrise zurücksenden/bringen. Sunrise soll das Porto übernehmen und Pro Ballon CHF 5.- an eine eigennützige Tierstiftung/WWF/ oder ähnliches spenden. Die Leute die Helfen möchten, kommen an die frische luft und sammeln die Reste der unüberlegten Werbeaktion ein. Vielleicht würde sich Sunrise einen Tag terminieren und dann gleich noch Tee und Bratwürste and die Helfer verteilen!!!

  • C. Bretscher am 10.12.2013 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufräumen!

    Um dem Umweltgedanken Nachdruck zu verleihen, sollte Sunrise nun eigentlich einen "Bergsäuberungs-Event" organisieren, der von A-Z umweltverträglich ist. Die Jugend ist als Zielpublikum in der Werbung könnte so auf sinnvolle Weise zurück zur Natur geführt werden und mehr positive Publicity wäre bestimmt auch garantiert. Am Werbebudget sollte da nicht gespart werden.

  • Hans Fankhauser, BE am 10.12.2013 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Theoretiker = kommt nie gut!

    War ja klar das die Ballone, wenn nicht gerade die Bise kommt, in der Schneise Toggenburg, Wägital Glarnerland die meisten aufsetzen werden. Und Helium gibt es im Übermass, dass man es einfach so für tausende Ballone gebrauchen darf. Und wer hatte an die Tiere gedacht, die dies verschlucken und ersticken könnten? Diese PR Event Heinis müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Bin überhaupt nicht grün eingestellt, aber das war eine verdammt dämliche Aktion. Da wäre ein kleines Feuerwerk um einiges weniger schlimm gewesen, auch wenn hier viele wegen Feuerwerk Motzen. Am besten lässt man diese Heinis nun mind 4 Wochen bei Kälte und dort oben auch Schnee die Ballone zur Strafe suchen. Vielleicht gewöhnen sich solche möchtegerns auch mal an die Kälte und Natur.

  • M. Ountain am 10.12.2013 08:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Putztag statt Skitag

    Statt Weihnachtsessen oder Skitag besser ein Putztag in den BergenGanz nach dem Verursacherprinzip erwarte ich , dass Sunrise den Abfall restlos zusammensammelt!! Wir sind doch keine Säuniggel!! Und abgesehen ein Tier verendet ob es Ballone aus Naturkautschuk oder Erdölgummi frisst !!!

  • Souffleur am 10.12.2013 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    wie einfach es doch ist

    wie einfach es doch ist mit dem finger auf andere zu zeigen wird mir jeden morgen beim lesen der kommentare klar

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