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Überschwemmungen
11. November 2012 09:09; Akt: 11.11.2012 21:32 Print
Dauerregen hält die Romandie in Atem
Seit Freitagabend regnet es in der Westschweiz und im Tessin fast ohne Pause. In der Romandie wurden Parkhäuser überschwemmt. Ein neuerlicher Erdrutsch verlängert den Unterbruch der Linie Lausanne-Payerne.
Im Westen und Süden der Schweiz hat es am Wochenende stark geregnet. Vor allem im Tessin gab es viel Niederschlag. Im Maggiatal registrierte der Wetterdienst MeteoSchweiz bis Sonntag mehr als 100 Liter pro Quadratmeter.
Wasserrohrbruch beim Olympischen Komitee in Lausanne
Ein Wasserrohrbruch hat am Sonntagmorgen den Keller am Sitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne unter Wasser gesetzt. Innert weniger als zwei Stunden traten rund 40 Kubikmeter Wasser aus. Im Keller ist das Archiv des Komitees.
Die Leitung konnte relativ schnell abgestellt werden, teilten die Lausanner Wehrdienste mit. Neben dem IOC-Sitz zog das Wasser auch Restaurants und einen Campingplatz in Mitleidenschaft. Die Schäden am IOC-Sitz, wo sich im Keller eine Tiefgarage und IOC-Archive befinden, sind aber am bedeutendsten.
Gut 100 Rettungskräfte standen im Einsatz und pumpten das Wasser ab. Diese Massnahmen sollten nach Informationen vom späteren Nachmittag die Schäden in Grenzen halten. Neben drei Mitgliedern der Lausanner Stadtexekutive begab sich auch IOC-Generaldirektor Christophe De Kepper vor Ort. (sda)
In der Westschweiz erreichte Nyon VD den höchsten Wert mit 85 Litern. Die Pegel der Fliessgewässer in der Romandie stiegen stark an.
Der starke Regen führte mancherorts zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen (s. Bildstrecke oben). Am Sonntag waren noch zahlreiche kleinere Strassen in Genf, im Waadtland und in der Region Freiburg gesperrt, wie der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse meldete.
Über tausend Anrufe bei der Feuerwehr im Kanton Waadt
In den Freiburger Bezirken Broye und See mussten am Samstagabend nicht weniger als 18 Feuerwehrkorps Einsätze leisten; im ganzen Kanton waren es deren 27. Im Kanton Waadt gingen mehr als tausend Anrufe bei der Feuerwehr ein.
Wegen des Regens konnte die Bahnlinie Lausanne-Payerne nicht wie erwartet am Sonntag wieder in Betrieb genommen werden. Nachdem die Strecke am vergangenen Montag wegen eines Erdrutsches unterbrochen worden war, kam es in der Nacht auf Sonntag erneut zu einem Erdrutsch, wie eine SBB-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Das Gleis zwischen Ecublens-Rue und Moudon bleibt deshalb bis Freitag gesperrt.
Bis Sonntagabend soll der Regen fast in der ganzen Schweiz aufhören.
Kräftiger Föhn
Der Samstag war in den Alpen von kräftigem Föhnwind geprägt. In Altdorf erreichte die Windgeschwindigkeit laut MeteoSchweiz 103 Stundenkilometer. In Elm GL blies der Föhn mit 94 Kilometern pro Stunde.
Der Föhn liess auch die Temperaturen ansteigen: In Altdorf wurden fast 19 Grad gemessen. In Vaduz kletterte das Thermometer gar auf über 20 Grad.
Für den Wochenbeginn rechnet MeteoSchweiz mit trockenem Wetter und Hochnebel. In den Bergen sind ab Dienstag sonniges Wetter und sehr milde Temperaturen zu erwarten.
(sda)

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