Überschwemmungen

11. November 2012 09:09; Akt: 11.11.2012 21:32 Print

Dauerregen hält die Romandie in Atem

Seit Freitagabend regnet es in der Westschweiz und im Tessin fast ohne Pause. In der Romandie wurden Parkhäuser überschwemmt. Ein neuerlicher Erdrutsch verlängert den Unterbruch der Linie Lausanne-Payerne.

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Die Thielle führt am 11. November in Yverdon-les-Bains viel Wasser und Geschiebe. In Morges VD musste eine Brücke gesperrt werden. Das Hochwasser ist am Samstag, 10. November, zu einer echten Gefahr für die Bevölkerung geworden. In Perly GE steht ein Keller unter Wasser. Auf diesem Fussballplatz wird kaum mehr gekickt. Der FC Montbrelloz müsste es fast mit Wasserball versuchen. Bei Vuillerens VD standen mehrere Strassen unter Wasser. Auch die Felder sind überflutet. Diese Kuh kommt in Serroue NE kaum mehr aus dem Staunen heraus, steht sie doch knöcheltief im Wasser. Die Bahnlinie Lausanne-Payerne muss wegen einem Erdrutsch weiter gesperrt bleiben. Züge verkehrten zur Zeit des Niedergangs keine, die Bahnlinie war bereits seit vergangenem Montag gesperrt - wegen eines Erdrutsches. Auch vor dem Gebäude des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne musste Schlamm und Wasser weggeräumt werden. Bei Satigny in der Nähe von Genf stand das Wasser sehr hoch und drohte, die nahe Strasse zu überfluten. Die Thielle in Yverdon führt am Morgen des 11. Novembers 2012 eine beträchtliche Menge Wasser. Beidseits des Kanals mussten Strassen gesperrt werden. Seit Freitag regnet es in der Romandie fast ununterbrochen. Flüsse traten über die Ufer, Felder wurden überschwemmt. «Die Regenmengen waren beachtlich», schreibt MeteoSchweiz. Viele Feuerwehrkorps mussten ausrücken. Keller mussten ausgepumpt werden. Auf diesem Feld dürfte einiger Schaden entstanden sein. Ein Fluss tritt in Marnand (VD) über die Ufer. Hier will man sein Auto lieber nicht abgestellt haben - ein überschwemmtes Parkhaus in Nyon. Auch dieser Tunnel in Yverdon wurde überschwemmt. In Genf sind mehrere Strassen wegen des vielen Wassers ebenfalls unpassierbar. Hier eine Strasse in Satigny (GE). So sah die Gefahrenkarte für die Schweiz am Samstag-Abend aus. (Quelle: meteosuisse.ch)

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Im Westen und Süden der Schweiz hat es am Wochenende stark geregnet. Vor allem im Tessin gab es viel Niederschlag. Im Maggiatal registrierte der Wetterdienst MeteoSchweiz bis Sonntag mehr als 100 Liter pro Quadratmeter.

In der Westschweiz erreichte Nyon VD den höchsten Wert mit 85 Litern. Die Pegel der Fliessgewässer in der Romandie stiegen stark an.

Der starke Regen führte mancherorts zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen (s. Bildstrecke oben). Am Sonntag waren noch zahlreiche kleinere Strassen in Genf, im Waadtland und in der Region Freiburg gesperrt, wie der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse meldete.

Über tausend Anrufe bei der Feuerwehr im Kanton Waadt

In den Freiburger Bezirken Broye und See mussten am Samstagabend nicht weniger als 18 Feuerwehrkorps Einsätze leisten; im ganzen Kanton waren es deren 27. Im Kanton Waadt gingen mehr als tausend Anrufe bei der Feuerwehr ein.

Wegen des Regens konnte die Bahnlinie Lausanne-Payerne nicht wie erwartet am Sonntag wieder in Betrieb genommen werden. Nachdem die Strecke am vergangenen Montag wegen eines Erdrutsches unterbrochen worden war, kam es in der Nacht auf Sonntag erneut zu einem Erdrutsch, wie eine SBB-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Das Gleis zwischen Ecublens-Rue und Moudon bleibt deshalb bis Freitag gesperrt.

Bis Sonntagabend soll der Regen fast in der ganzen Schweiz aufhören.

Kräftiger Föhn

Der Samstag war in den Alpen von kräftigem Föhnwind geprägt. In Altdorf erreichte die Windgeschwindigkeit laut MeteoSchweiz 103 Stundenkilometer. In Elm GL blies der Föhn mit 94 Kilometern pro Stunde.

Der Föhn liess auch die Temperaturen ansteigen: In Altdorf wurden fast 19 Grad gemessen. In Vaduz kletterte das Thermometer gar auf über 20 Grad.

Für den Wochenbeginn rechnet MeteoSchweiz mit trockenem Wetter und Hochnebel. In den Bergen sind ab Dienstag sonniges Wetter und sehr milde Temperaturen zu erwarten.

(sda)

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