#MeToo-Diskussion

19. Oktober 2017 19:54; Akt: 19.10.2017 20:12 Print

«Böse Kommentare sagen viel über die Männer aus»

von Silvana Schreier - Einigen Männern missfällt der Hashtag #MeToo deutlich. Der Männer-Experte hält die harten Kommentare für Überreaktionen aufgrund von Verunsicherung.

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Einige Männer äussern sich in der Kommentarspalte von 20 Minuten negativ über den Hashtag #MeToo. Ihre Aussagen zeigen deutlich auf, was sie über Frauen und sexuelle Belästigung denken. Männer-Experte Walter Grisenti sagt: «Die Verunsicherung der Männer zeigt sich klar in den teils bösen Kommentaren. In unserer Gesellschaft müssen sie jeweils die aktive Rolle übernehmen.» Auch Schweizer Frauen berichten unter dem Hashtag #MeToo von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung. Sie erinnere sich noch genau an die Nacht, als ein Mann sie auf dem Nachhauseweg verfolgt habe, sagt Tierschützerin Nancy Holten. Bloggerin Yonni Meyer alias Pony M. schildert auf Facebook unter #MeToo ihre «Glanzstücke» der letzten 30 Tage: «Der Mann, der mir im vollen Bus an den Hintern griff. Und zwar so richtig untenrein.» Auch Bloggerin und Fotografin Andrea Monica Hug macht mit einem Hashtag auf Facebook darauf aufmerksam, Opfer sexueller Belästigung geworden zu sein. Gender-Expertin Franziska Schutzbach fragt: «Wie viele Hashtags brauchen wir noch?» Juso-Präsidentin Tamara Funiciello ruft auf Facebook zum Kampf auf gegen sexuelle Belästigung: «Liebe Frauen, niemand von uns muss alleine sein. Organisiert euch! Kämpft!» Harvey Weinstein soll den Verdienstorden der französischen Ehrenlegion verlieren. Präsident Emmanuel Macron hat entsprechende Schritte eingeleitet, wie er dem Fernsehsender TF1 am Sonntagabend erklärte. Die Ehrenlegion zählt rund 93'000 Mitglieder und wurde 1802 von Napoleon ins Leben gerufen. Der Orden ist die höchste Auszeichnung Frankreichs. Im Sex-Skandal um Harvey Weinstein hat sich nun auch Regisseur Woody Allen zu Wort gemeldet. «Es ist sehr tragisch für die armen Frauen, die das durchmachen mussten», sagte der 81-Jährige zur BBC. Gleichzeitig zeigt er Mitgefühl für Weinstein: «Traurig für Harvey, dass sein Leben so aus den Fugen geraten ist.» Von den Missbrauchsvorwürfen habe er nichts gewusst, so Allen. Er warnt: «Es sollte jetzt nicht zu einer Atmosphäre der Hexenjagd führen, in der jeder Kerl, der im Büro einer Frau zuzwinkert, einen Anwalt holen muss.» Auf Twitter hat Schauspielerin Alyssa Milano den Hashtag #MeToo ins Leben gerufen. Sie schrieb: «Wenn du sexuell belästigt oder angegriffen wurdest, schreibe ‹ich auch› als Antwort auf diesen Tweet.» Innerhalb weniger Stunden erhielt Milano über 25'000 Antworten, darunter auch von der neuseeländischen Oscar-Preisträgerin Anna Paquin und von «Will and Grace»-Star Debra Messing. James Corden hat sich an der Amfar-Gala, einer Charity-Veranstaltung, in Los Angeles über die Affäre Weinstein lustig gemacht. Nun krebst der Late-Night-Moderator zurück. «Um es deutlich zu sagen: Sexuelle Gewalt ist kein Witz-Thema. Ich wollte ihn (Harvey) blossstellen, nicht seine Opfer.» So spottete Corden an der Gala etwa: «So eine schöne Nacht in Los Angeles. Sie ist so schön, dass Harvey Weinstein schon gefragt hat, ob sie ihn in seinem Hotel oben massieren könne.» Wegen dieser Aussage bezeichnete Schauspieler Asia Argento, die behauptet, sie sei von Weinstein vergewaltigt worden, Corden auf Twitter als «Ferkel». Sängerin Courtney Love warnte schon 2005 vor Harvey Weinstein: Als sie von einer Reporterin des Senders Comedy Central gefragt wurde, was sie einer jungen Frau, die nach Hollywood geht, raten würde, antwortete die heute 53-Jährige: «Ich werde deswegen wahrscheinlich verunglimpft werden ... Falls Harvey Weinstein dich zu einer Privatparty ins Four Seasons einlädt – geh nicht hin.» Das Four Seasons ist ein 5-Stern-Hotel in Los Angeles. Gibt es diesen Passus tatsächlich, erhielte der Sex-Skandal um Harvey Weinstein noch einmal eine ganz neue Dimension: Die Gossip-Seite TMZ.com will herausgefunden haben, dass es im Vertrag zwischen dem Produzenten und seiner Firma eine Art Sex-Klausel gab. Demnach konnte er nicht entlassen werden, wenn er jemanden «unsittlich» behandelte oder sonst in irgendeiner Form gegen den Ehrenkodex des Unternehmens verstiess. Auch dann nicht, wenn er wegen wiederholter sexueller Belästigung verklagt worden wäre. Weinstein hätte der Firma nur eine grosse Summe Geld zahlen müssen – als Ausgleich für die Rufschädigung des Betriebs quasi. TMZ.com zitiert aus dem Vertrag: «Sie (gemeint ist Weinstein) werden dem Unternehmen eine vereinbarte Vertragsstrafe von 250'000 Dollar für das erste Vergehen zahlen, 500'000 Dollar für das zweite, 750'000 Dollar für das dritte – und eine Million Dollar für jedes weitere Vergehen.» Dadurch wäre auch die Entlassung der Weinstein Company, die ihren eigenen Chef feuerte, illegal. Die Behörden machen Ernst: In New York untersucht die Polizei gemäss «Daily News», was an den Vorwürfen von Lucia Evans dran ist. Die Schauspielerin wirft dem Produzenten vor, sie 2004 in ein Hotelzimmer gelockt und sie danach zu Oralsex gezwungen zu haben. Für Straftaten wie Vergewaltigungen gibt es in New York keine Verjährung. In London teilt die Polizei mit, sie befasse sich mit einem «angeblichen sexuellen Übergriff in der Gegend von London in den 80er-Jahren». Laut britischen Medien geht es um Weinstein als möglichen Täter. Auch Heidi Klum hat sich zum Sex-Skandal geäussert: «Ich wünschte, die grausamen Geschichten, die ich über Harvey Weinstein lese, wären eine seltene Erscheinung in unserer Gesellschaft. Aber das stimmt einfach nicht.» Man solle «nicht so naiv sein, zu denken, dass solch ein Verhalten nur in Hollywood passiert», sagte Klum dem «People»-Magazin. Es sei nur ein Beispiel dafür, wie schlecht Frauen weltweit noch behandelt würden. «Es wäre sicher schwer, eine Frau zu finden – mich eingeschlossen –, die sich noch nie eingeschüchtert oder bedroht gefühlt hat von einem Mann, der seine Macht, Position oder körperliche Statur ausnutzt.» Was sonst noch passiert ist: In einer Dringlichkeitssitzung will die Oscar-Akademie am Samstag über einen möglichen Ausschluss Weinsteins beraten. Die renommierte «New York Times» berichtete zudem unter Berufung auf einen Anwalt des Produzenten, dass es eine aussergerichtliche Einigung mit drei oder vier Frauen gegeben habe. Mit Geldzahlungen habe Weinstein seine Opfer zum Schweigen gebracht. Ehefrau Georgina Chapman hat Harvey Weinstein bereits verlassen, die Karriere des Star-Produzenten ist wohl vorbei. Der Wirbel um seine Person scheint dem 65-Jährigen massiv zuzusetzen: Laut TMZ.com hat seine 22-jährige Tochter Remy am Mittwoch die Polizei gerufen. Ihr Vater sei suizidgefährdet, gab sie am Telefon an. Als die Beamten eintrafen, gab die Frau aber zu Protokoll, es habe sich nur um einen Familienstreit gehandelt. In einem Video, das TMZ.com vor Weinsteins Haus aufgenommen hat, wirkt der Star-Produzent aufgebracht. «Mir geht es nicht gut», erklärt der 65-Jährige. «Ich brauche Hilfe. Wir machen alle Fehler und ich hoffe, für mich gibt es eine zweite Chance.» Zu den wartenden Paparazzi sagt er: «Ich habe mich euch gegenüber immer loyal verhalten. Nicht wie die Arschlöcher, die mich nun wie ein Stück Dreck behandeln.» Gemeint sind wohl jene Prominenten, die ihn in Interviews und in den sozialen Medien verurteilen. Mit einem emotionalen Statement wendet sich Weinstein an die Presse: «Ich bin zutiefst erschüttert», sagte er zur Promi-Seite «Page Six». «Ich habe meine Frau und meine Kinder verloren, die ich mehr liebe als alles andere.» Zu diesen Schauspielerinnen gehört auch Cara Delevingne. Die 25-Jährige veröffentlichte am Mittwoch eine Mitteilung, in der sie eine Begegnung mit Weinstein schildert. Dieser habe sie vor ein paar Jahren angerufen und sie zu ihrer Sexualität befragt: «Er sagte mir, wenn ich homosexuell wäre, [...] würde ich niemals eine Rolle als heterosexuelle Frau bekommen oder es als Schauspielerin in Hollywood schaffen.» Bei einem weiteren Treffen einige Zeit später habe Weinstein damit angegeben, Frauen, mit denen er Sex gehabt habe, zu einer Karriere verholfen zu haben. In einem Hotelzimmer, in das sie Weinstein danach eingeladen habe, sei eine Frau gewesen. Er habe von Delevingne verlangt, sie zu küssen, was sie aber abgelehnt habe. «Er brachte mich zur Tür, stellte sich davor und versuchte, mich auf den Mund zu küssen.» Doch Delevingne konnte laut eigenen Angaben entkommen. Bis jetzt habe sie nicht über den Vorfall geredet, weil sie Weinsteins Familie nicht habe verletzen wollen, so Delevingne auf Instagram. Mittlerweile hat sich Weinstein gemäss diversen Medienberichten in Behandlung begeben. Die Einrichtung heisst The Meadows, liegt in Arizona und ist auf Drogen- und Sexsucht spezialisiert. Zunächst habe Weinstein sich in der Schweiz kurieren lassen wollen, schreibt TMZ.com. Hier will Harvey Weinstein also Ruhe finden und sich von Spezialärzten helfen lassen. Gleichzeitig dürfte er froh sein, dem Medienrummel in Hollywood entfliehen zu können. Die Anschuldigungen, die der 65-Jährige in Teilen zugibt, haben für ihn Konsequenzen: Seine eigene Firma hat ihn entlassen, auch Ehefrau Georgina Chapman hat sich mittlerweile von ihm getrennt. «The New Yorker» hat zudem einen Ton-Mitschnitt aus dem Jahr 2015 publiziert. Dort ist zu hören, wie Weinstein das Model Ambra Battilana Gutierrez (damals 22) in einem New Yorker Hotel bedrängt. Sie solle ihm Gesellschaft leisten, während er dusche, fordert er seinen Gast auf. Als sie sich weigert, meint Weinstein: «Schätzchen, bitte, verdirb dir nicht wegen fünf Minuten die Freundschaft mit mir.» Hollywood hat zunächst nur zögerlich reagiert. Mittlerweile ist die Empörung in vollem Gange. Kate Winslet sagt in der «Variety», Weinsteins Verhalten sei «skandalös und sehr, sehr falsch». George Clooney sagt zu «The Daily Beast»: «Es ist unentschuldbar! Wir hatten gemeinsame Abendessen, wir waren gemeinsam am Set, wir hatten Streitereien. Doch ich kann Ihnen sagen, dass ich niemals ein solches Verhalten bei ihm gesehen habe – nie.» Angelina Jolie meint in der «New York Times», sie habe in ihrer Jugend mit Weinstein «schlechte Erfahrungen» gemacht. «Als Folge davon habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel.» Leonardo DiCaprio schreibt auf Facebook: «Es gibt keine Entschuldigung für sexuelle Übergriffe. Ich begrüsse die Kraft und den Mut jener Frauen, die sich getraut haben und ihre Stimme erhoben haben.» Auch Ex-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle (im Bild zusammen mit Weinstein bei einem Workshop für Studenten im Weissen Haus 2013) haben eine klare Meinung: «Jeder Mann, der Frauen in einer solchen Weise diskreditiert, muss verurteilt werden, egal, wie reich er ist oder über welchen Status er verfügt», werden die beiden in einem offiziellen Statement zitiert. Mit etwas Verzögerung meldete sich auch Jennifer Lawrence zu Wort. «Ich war extrem verstört, als ich gehört habe, was Harvey Weinstein getan hat», sagt sie zur «Variety». Und weiter: «Dieses Verhalten ist unentschuldbar.» Lawrence arbeitete 2012 bei ihrem Erfolgsfilm «Silver Linings» mit der Weinstein Company zusammen. Gwyneth Paltrow bemerkt in derselben Zeitschrift, Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und sie massieren wollen. Doch die Schauspielerin hat sich laut eigenen Aussagen geweigert. Lena Dunham greift Weinstein in einem Essay in der «New York Times» frontal an. Seine Übergriffe seien «über Jahrzehnte hinweg von Angestellten und Kollaborateuren schweigend abgesegnet» worden und «ein Mikrokosmos dafür, was seit jeher in Hollywood geschieht». Viele Unterstützer hat Weinstein in Hollywood nicht mehr. Lindsay Lohan hat sich, zumindest vor ein paar Tagen, hinter den Produzenten gestellt. «Harvey tut mir sehr leid. Ich glaube, was gerade passiert, ist nicht richtig», sagte sie in einem mittlerweile gelöschten Instagram-Video. Designerin Donna Karan (im Bild) meinte in einem Interview mit der Zeitung «Daily Mail», manche Frauen würden «Ärger suchen». Nach heftiger Kritik zog sie ihre Aussage zurück und entschuldigte sich. Die Faktenlage so weit bisher bekannt: Harvey Weinstein soll mehrere Frauen sexuell belästigt und bedrängt haben. Mindestens drei habe er zu Oralverkehr gezwungen, so die Vorwürfe, die von der «New York Times» sowie von «The New Yorker» öffentlich gemacht wurden.

Zum Thema
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Unter dem Hashtag #MeToo erzählten in den vergangenen Tagen Tausende Frauen ihre Erlebnisse mit sexueller Belästigung. Auch bei Artikeln von 20 Minuten gingen zahlreiche Kommentare ein. Nicht alle unterstützen die Bewegung #MeToo. Einige, meist Männer, zeigten mit ihren Aussagen deutlich auf, was sie über Frauen und sexuelle Belästigung denken.

Bei der Auswertung dieser Kommentare hat sich gezeigt, dass sie sich in vier Themenbereiche unterteilen lassen: Erstens geht es um Komplimente von Männern an Frauen, die scheinbar falsch ankommen. Zweitens wird der Kleidungsstil von Frauen diskutiert, der von Männern teilweise als Einladung zur Annäherung verstanden wird. Drittens sorgen sich Männer darüber, wie sie denn noch Frauen kennen lernen sollen. Und viertens besteht Unsicherheit gegenüber zufälligen Berührungen und deren Wirkung auf das weibliche Geschlecht. Gemeinsam mit Walter Grisenti, Leiter des Männerbüros Basel, ordnet 20 Minuten einige der Kommentare ein.

Wie kommen Komplimente an?

Walter Grisenti, Leiter des Männerbüros Basel, sagt: «Hier zeigt sich deutlich die Verunsicherung der Männer. Der Mann macht eine Aussage, die er selbst als Kompliment wertet. Die Frau nimmt diese Aussage auf und interpretiert sie als Belästigung. Das verunsichert den Mann. Denn er hat keinen Einfluss mehr auf die Interpretation. Und für die Frau kann eine solche Aussage je nach Situation und Art des Kompliments eine Belästigung oder eine Kontaktaufnahme bedeuten.»

Ist ein Minirock eine Einladung zum Anbaggern?

Grisenti sagt: «Keine Art von Kleidung der Frauen ist als Einladung gedacht. Ein Mann fühlt sich je nach dem vielleicht angezogen von der Art und Weise, wie sich eine Frau kleidet. Aber damit ist er nicht zu irgendeiner Handlung aufgefordert worden. Er muss seine Eigenverantwortung wahrnehmen. Als Beispiel: Wenn ich im Laden an der Kasse stehe und sehe, dass die Kasse randvoll mit Geld gefüllt ist, greife ich auch nicht einfach zu. Sondern meine Eigenverantwortung kommt zum Tragen.»

Wie soll ein Mann mit Frauen umgehen?

«Im Ernst? Das ist doch keine sexuelle Belästigung, wenn dir jemand Geld anbietet für Sex ..?! Wie wäre es mit Nein sagen.»

Grisenti: «Solch subjektive Aussagen einzelner Individuen sind fragwürdig. Man kann nicht davon ausgehen, dass Frauen schlecht behandelt werden wollen. Ich kann mir nicht erklären, wie diese Männer darauf kommen, sich so zu äussern. Es wäre sehr interessant, sie zu fragen, wie sie zu einer solchen Meinung kommen.»

Welche Berührungen sind okay, welche nicht?

Grisenti: «Grundsätzlich sind Berührungen, die von beiden gewollt sind, in Ordnung – Berührungen ohne Zustimmung sind es aber nicht. Es gibt viele Menschen, denen auch zufällige, unabsichtliche Berührungen Mühe bereiten und Verunsicherung auslösen. Und natürlich gibt es Personen, die gerade solche Situationen in vollen Bussen ausnutzen. Dennoch darf nicht jede Berührung gleich als sexuelle Belästigung abgestempelt werden.»


Das Fazit von Männer-Experte Walter Grisenti:
«Mit diesen teils bösen Kommentaren sagen diese Männer viel über ihr eigenes Empfinden. Gerade durch die grosse Verunsicherung entstehen solche Überreaktionen. In unserer Gesellschaft müssen sie jeweils die aktive Rolle übernehmen, sie müssen den ersten Schritt zur Kontaktaufnahme machen. Die Interpretationshoheit obliegt aber der Frau. Sie entscheidet, ob sie eine Aussage als Kompliment, blöde Anmache oder sexuelle Belästigung wertet. Doch auch die Frauen erleben grosse Verunsicherung. Sie fragen sich oft: Wie hat er das gemeint? Solche Situationen lassen sich einzig durch sofortiges Nachfragen lösen. Für beide Seiten: Frauen, die nicht wissen, wie eine Aussage gemeint ist, zeigen damit Präsenz und scheuen die Konfrontation nicht. Männer können darauf eingehen und sagen, wie sie es gemeint haben. Das würde manche Situation gleich klären.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cel Lo am 19.10.2017 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fairness

    Es ist doch langsam genug. Wenn eine Frau wirklich genötigt wird, soll sie es dem Mann direkt ins Gesicht sagen oder ihn anzeigen. Ich verurteile jegliche sexuelle Belästigungen. Von beiden Seiten Aber jetzt daraus eine Hexenjagd auf die männ.iche Spezies zu machen geht eindeutig zu weit.

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  • Sulejka am 19.10.2017 23:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Enttäuschte Männer

    Ich verstehe diesen Walter welcher seiner Arbeitskollegin ein Kompliment über ihr schönes Kleid macht. Heute wird alles als sexuelle Belästigung abgetan das kann ich nicht gut heissen. Ich bin einverstanden, wenn man sich nicht anfassen lässt, doch ein nettes Kompliment ist doch nichts verwerfliches..

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  • Juventino am 19.10.2017 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Mann als Schwerverbrecher

    Was ist mit all den Männern, die ihre Freundin lieben? Die ohne die Frau an ihrer Seite nicht existieren könnten? Die Männer, die Frauen selbstverständlich respektieren und schätzen. Heute komme ich mir als Mann wie ein Scherverbrecher vor... nur weil ich als Mann geboren bin?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 20.10.2017 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird alles überbewertet...

    Man sollte nicht vergessen, dass auch Männer sexuell belästigt werden können, sei es von Männlein oder Weiblein... Mensch ist Mensch, Lust ist Lust! Da kann man nichts ändern, vielleicht aber vorher die Person nett ansprechen...!

  • H.M am 20.10.2017 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    extrem

    Regel nr.1 es wird niemand angegrabscht weder Männlein oder Weiblein. nr.2 kein extremes aufdringliches verhalten. nr.3 keine obszöne sprüche. Aber als Mann muss man bald mit einer Bodycam oder mit einen Anwalt unterwegs sein wenn man eine Frau anspricht oder dort wo sich Frauen aufhalten.

  • Jasmin am 20.10.2017 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin auch ein Opfer...

    ...sexuellen Missbrauchs. Ich mache aber kein Video darüber und stelle es auf Facebook damit ich #metoo bin, sondern trage in Zukunft ein Pfefferspray mit mir. Man muss nicht immer aus allem einen Hype machen. In dieser Welt darf man sich nicht mit anderen zusammenschliessen wollen, helft euch selber!

    • Beni Benito am 20.10.2017 13:37 Report Diesen Beitrag melden

      Teilweise recht

      Mit dem ersten Teil deines Kommentares, gebe ich dir recht. Dass man sich nicht zusammenschliessen soll, sehe ich anderst. Du must nicht alleine damit klarkommen. Es gibt Menschen, die dir auch ohne Schlagzeile helfen.

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  • Frau mitten im Leben am 20.10.2017 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fremdschämen

    Es ist unglaublich, mit welchen Mitteln manche Frauen, denen man schon ansieht, dass der Belästigungsvorwurf nicht stimmen kann, Aufmerksamkeit erzwinggen müssen.

  • PM am 20.10.2017 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwa gleich oft als Täter beteiligt

    Laut Statistiken sind die Frauen etwa gleich oft als Täter beteiligt. Falschanschuldigungen, mittlerweile ein weiblicher Nationalsport bringen ehrliche Männer unschuldig hinter Gitter. Seit Jahrzehnten ist es unter seriösen Wissenschaftlern völlig unstrittig, dass häusliche Gewalt ungefähr zu gleichen Teilen von der Frau und vom Mann ausgeht. Diese Erkenntnis ist durch Hunderte von wissenschaftlichen Studien aus der ganzen Welt abgestützt.

    • Lop Etto am 20.10.2017 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @PM

      Was für ein Quatsch! Laut Statistiken sind in etwa 75% der Fälle Frauen Opfer von häuslicher Gewalt. In der Schweiz ist es nicht anders. Dies kann man problemlos bei den Zahlen zu hauslicher Gewalt in der Schweiz des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann nachschauen.

    • Martial2 am 20.10.2017 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @PM

      Das ist absolut richtig, Tendenz steigend, solche Statistiken habe ich schon einige mal gelesen... Selbst Frauen sind keine Lämmchen!!

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