Bundes-Hacker

12. Mai 2013 02:44; Akt: 12.05.2013 08:55 Print

Schweiz rüstet ihre Cyber-Armee auf

Die Schweiz soll besser vor Gefahren aus dem Internet geschützt werden. Noch im Mai soll der Bundesrat die Anstellung von 30 Cyber-Polizisten absegnen.

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30 neue Cyber-Polizisten sollen bald im Dienst der Schweiz stehen. (Bild: Colourbox)

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«Es ist höchste Zeit, dass man endlich vorwärtsmacht», sagt die Luzerner CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann. Und vorwärtsmachen will der Bund. In seinem Plan zur Umsetzung der «nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken» beantragt das Eidgenössische Finanzdepartement rund 30 neue Stellen. Kostenpunkt: mehr als 5 Millionen Franken pro Jahr. Der Bundesrat soll noch diesen Monat über den Antrag befinden, wie Roland Meier, Sprecher des Finanzdepartements, entsprechende Informationen der «Zentralschweiz am Sonntag» bestätigt.

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Cyber-Spionage hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Immer wieder waren dabei auch Einrichtungen in der Schweiz betroffen. So wurde unter anderem das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten längere Zeit durch ein Schadprogramm ausspioniert. Auch Postfinance und das bundeseigene Rüstungsunternehmen Ruag waren schon Opfer von Cyber-Attacken.

«30 Stellen sind ein guter Anfang»

Und im Februar wurde bekannt, dass zwei von insgesamt 141 Firmen, die ins Visier von chinesischen Hackern geraten sind, aus der Schweiz sind. Nun will der Bund den Kampf gegen die Cyber-Kriminalität ausweiten. Die Pläne sehen vor, dass die bis zu 30 zusätzlichen Experten in den kommenden vier Jahren rekrutiert und in sämtlichen Departementen des Bundes ausser dem Departement des Innern angesiedelt werden.

Sicherheitspolitiker begrüssen diesen Ausbau. «Knapp 30 Stellen sind ein guter Anfang – die Zeit wird zeigen, ob das genügt», sagt etwa der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler.

(rey)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich verstehe viele Kommentarscheriber nicht mit ihrer Angst vor Überwachung. Wenn ihr nichts ilegalles macht braucht ihr auch vor überwachung angst haben. Sonst gebt ihr eure Daten ja freiwillig her... Das Web weis wo ihr wann in die Ferien geht, was eure Vorlieben sind und sogar wie eure Unterwäsche aussieht. Was soll der Staat also noch schockierendes Ausspionieren von euch? – Kevin R.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Fischer am 12.05.2013 04:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was hat das mit Armee zu tun?

    Die Überschrift ist falsch, die Absicht ist gut - der Zweck heiligt die Mittel.

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  • Urs Windisch am 12.05.2013 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ein erster Schritt....

    Der Budget reicht vielleicht knapp für eine durchschnittliche IT Security Abteilung eine Grossfirma aber nicht für den Bund. Die Infrastruktur die hier nötig ist kostet schon ein mehrfaches. Die guten Security Engineers sind schon in der Schweiz bei den Grossen Konzerne gut positioniert und lassen sich kaum bei den Gehältern abwärben. Vielleicht sollte man den Ansatzt ändern und in Zusammenarbeit mit den Unis, IT-Industrie stattdessen fördern und qualifizierten Nachwuchs zu garantieren. Echte Security Spezialisten sind Mangelware, es gibt aber dass andere.. sehr viele meinen es zu sein..

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  • Kimbrus am 12.05.2013 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachstellen finden ...

    Da darf man ja gespannt sein, wie die das Problem Cyber-Spionage lösen sollen. Die grösste Schwachstelle sitzt bekanntlich zwischen Stuhl und Bildschirm.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Luzie Ferres am 13.05.2013 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Gelernte Hacker mit Abschluss oder wie ?

    Haha, Hacker mit Monatslohn... Die echt Guten werden eh nur nach Erfolg bezahlt und die sahnen dann echt ab.

  • Dave A. am 13.05.2013 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht nicht um eure Daten!

    Die Schweiz hat hervorragende Hacker und IT-Spezialisten. Jeder wird dasselbe sagen: Man könnte die Schweiz mit wenig Aufwand sehr viel sicherer machen. Es geht hierbei nicht darum, die Bürger zu überwachen oder eure Daten zu sammeln; mehr darum die bereits existierenden Datenbanken für aussenstehende unerreichbar zu machen und unsere digitalen Grenzen zu schützen. Derzeit sind wir -wortwörtlich- offen wie ein schweizer Käse!

  • R. Z. am 13.05.2013 04:50 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist ja genügend Geld da

    Es ist ja genügend Geld da, dass man überall beim Sozialen eingespart hat, dass man jetzt ein paar Beamtenstellen mehr besetzen kann. Die schnüffeln dann munter im Internet ein paar Benutzern hinterher. Wenn ich da an den Belasi Fall denke, ein anderer Vorschlag. Wieso das Geld nicht gleich in die Mülltonne treten?

  • Rick am 13.05.2013 00:02 Report Diesen Beitrag melden

    LOOL für 150k bekommen die nur Amateure

    Für 150k im Jahr, gehe ich bestimmt nicht dorthin... gute Leute bekommt man auch nicht für diesen Preis... 220-280k im Jahr ist Standart für einen Solchen Job...

    • Silvio Foiera am 13.05.2013 07:38 Report Diesen Beitrag melden

      Glaube auch nicht, dass die dich wollen

      ..denn für 22-280 kCHF im Jahr erwarten die wohl Leute, welche a) Standard richtig schreiben können und b) weniger LOOLen

    • Dave A. am 13.05.2013 08:28 Report Diesen Beitrag melden

      Amateur!

      Die Besten sind die Amateure, nur so nebenbei. Wer nicht dafür bezahlt wird, sich die Materie beizubringen, macht es mit wesentlich mehr Leidenschaft und Interesse - 2 Eigenschaften, welche sehr wichtig werden, sobald es nicht um automatisierte Angriffe geht. Und welcher ernstzunehmende Angriff wir automatisch durchgeführt? Keiner, da sitzen immer welche vor den Schirmen. Ansonsten gebe ich Silvio Recht, du solltest dich definitiv von diesem Angebot nicht angesprochen fühlen.

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  • Ernst am 12.05.2013 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Für so was hat es dann immer Geld!

    Sonst wird immer gejammert, wie der Staat keine Mittel hat, doch für so was hat es dann immer Geld.

    • Dave A. am 13.05.2013 08:32 Report Diesen Beitrag melden

      Es ist ein Unterschied...

      ...ob man mit sehr vielen Mitteln nur marginal etwas erreicht (normaler Entscheid auf Bundesebene) oder mit sehr wenigen Mitteln verdammt viel erreicht (Cyberarmee aufstellen).

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