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Nachhaltigkeit
18. Januar 2010 10:19; Akt: 18.01.2010 11:17 Print
VCS fordert: Mineralölsteuer zur Hälfte an ÖV
Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) will die Verkehrspolitik zu einem Schlüsselthema dieses Jahrhunderts machen. Um den Ausbau und den Unterhalt der Schieneninfrastruktur zu garantieren, soll künftig die Hälte der Treibstoffsteuern in den ÖV fliessen.
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Der VCS hat seine Forderungen in den Bereichen Verkehrs- und Umweltpolitik präsentiert. Bundesrat und Parlament sollen ihre Verantwortung wahrnehmen mit einer nachhaltigen Finanzierung des öffentlichen Verkehrs und einer CO2-Abgabe auf Treibstoffen. «Die Verkehrspolitik ist ein Schlüsselthema im 21. Jahrhundert», sagte VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher gemäss Redetext. Sie sei deshalb zentral, weil der motorisierte Strassenverkehr nach wie vor ein entscheidender Klimafaktor sei. Die Berner Nationalrätin wies dabei darauf hin, dass die Mobilität ein zentrales Bedürfnis der heutigen Gesellschaft ist. Jeder und jede wolle heute mobil sein.
Nächtlicher Verkehr auf der Zürcher Hardbrücke.(Bild: Keystone)
2010 würden in der Verkehrs- und Umweltpolitik entscheidende Weichen gestellt, sagte Teuscher weiter. Die Politikerinnen und Politiker müssten sich darüber klar werden, wie das Schienen-, aber auch das Nationalstrassennetz künftig finanziert werden sollen. An ihnen liege es auch zu entscheiden, inwieweit das Bahn- und inwieweit das Strassennetz ausgebaut werden sollen. Der VCS habe in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle bei der Förderung einer nachhaltigen Mobilität gespielt, sagte Teuscher. Er werde dies auch im kommenden Jahrzehnt tun: «Wir werden uns für eine verantwortungsvolle Klimapolitik und für einen starken öffentlichen Verkehr engagieren.»
Mineralölsteuer hälftig an den ÖV
Im Spannungsfeld von Mobilität und Umwelt komme dem öffentlichen Verkehr eine entscheidende Rolle zu, sagte Caroline Beglinger, Leiterin Verkehrspolitik. Mit der absehbaren Verknappung der fossilen Rohstoffe werde sich die Nachfrage nach der Bahn noch verstärken, ein Ausbau und angemessener Unterhalt der Schieneninfrastruktur sei deshalb unabdingbar. Die VCS-Verantwortlichen verwiesen dabei auf die Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr», mit der der VCS einen Weg aufgezeigt habe, um den öffentlichen Verkehr auch in den nächsten Jahrzehnten auf sichere Beine zu stellen. So sollen die Einnahmen aus der Mineralölsteuer künftig je zur Hälfte dem Schienen- und dem Strassenverkehr zugutekommen.
Auch im Bereich Klimapolitik hat der VCS seine Forderungen nochmals deutlich gemacht. Bundesrat und Parlament stünden auch in der Pflicht, die CO2-Emissionen um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, wie dies der Weltklimarat empfehle, sagte VCS-Kampagnenleiterin Aline Trede. Die Landesregierung müsse dazu den CO2-Ausstoss von Neuwagen mit gesetzlichen Limiten drastisch senken. In der Pflicht stehe jedoch auch das Parlament, das dieses Jahr die Revision des CO2-Gesetzes in Angriff nehme. Kopenhagen sei ein «Flopenhagen» geworden, sagte Trede. Nach dem unerfreulichen Ende der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen seien Taten gefordert. Das Parlament müsse die ungenügende Vorlage des Bundesrats verbessern und endlich eine CO2-Abgabe auf Treibstoffen beschliessen.
(dapd)
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Alle 77 Kommentare





























Klarstellung
Der VCS ist eine private Stftung, welche mit privaten Beiträgen gefüttert wurde und immer noch wird, damit bei allen Grossbauten wie IKEA, Migros und COOP Einsprache gemacht werden kann um Geld dieser Unternehmungen einzutreiben, damit bei nächster Gelegenheit wieder Einsprache gemacht werden kann usw. Diese Stiftung funktioniert in etwa so wie die Schiffskaperer in Somalia. Dort werden aber zum Schutz Kriegsschiffe hingesandt. Übrigens kann der VCS Einsprache ohne Risiko eingegeben, denn bei einer Niederlage kann keine Entschädigung eingefordert werden! Diese Stiftung gewinnt so oder so.
knausrig und grün
jaja, immer nach umweltschutz schreien, aber zahlen sollen die anderen. Warum soll ich mit meinem Auto die Bahn subventionieren - jeder der Bahn fährt benützt sich auch mal Strassen - und die werden sich nicht von der Bahn finanziert.
VCS, WWV und die Grünen
Eigentlich müsste man diese dem EMD im Ressort Zivilschutz unterstellen. Dann würde bald ein anderer Wind pfeifen.