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Ab nächstem Jahr
08. Mai 2012 23:57; Akt: 08.05.2012 23:59 Print
Einschaltquoten werden neu gemessen
Die veränderte Mediennutzung stellt auch die Medienforschung vor Probleme. Neu soll die TV-Nutzung auch den Konsum via Internet berücksichtigen - mittels akustischer Messung.

Die Mediennutzung verändert sich - dem muss auch die Forschung Rechnung tragen. (Bild: Keystone/AP/Jessica Gow)
Die Digitalisierung der Fernsehwelt macht die Messung der Einschaltquoten immer schwieriger. Deshalb misst ab kommendem Jahr ein neues Gerät auch die zeitversetzte Nutzung und den TV- Konsum via Internet.
Die dafür verantwortliche Mediapulse, die Stiftung für Medienforschung, hat am Dienstag in Bern dieses neue Messgerät präsentiert. Einerseits ist es ein physisches Gerät am Fernseher und andererseits eine Software, einen so genannten «virtual meter», ein virtuelles Messgerät für Computer und Co.
Die neue Technologie basiert auf dem akustischen Vergleich zwischen dem vom Veranstalter ausgestrahltem Ton und dem beim Zuschauer empfangenen Ton, genannt «Audio Matching». Dadurch wird es möglich, die betrachtete Fernsehsendung zu einem beliebigen Zeitpunkt während oder nach der Ausstrahlung zu erkennen - nahezu unabhängig womit und wo die private Fernsehnutzung erfolgt.
Auch zeitversetzte Ausstrahlungen können gemessen werden
Damit werden künftig die offiziellen Einschaltquoten nicht nur die Live-Zuschauer am heimischen Fernsehbildschirm ausweisen: Mitgezählt werden auch alle Zuschauer vor einem Computer oder Laptop sowie alle Zuschauer, die zeitversetzt fernsehen - sei dies über die Live-Pausenfunktion, eine eigene Aufzeichnung, per Video-on-Demand Angebot oder Podcast.
Allerdings ist aufgrund der grossen Datenmengen keine unbeschränkte Zeitversetzung messbar. Laut Nico Lutz, Leiter Kommunikation von Mediapulse, wird es möglich sein, sieben Tage rückwärts zu messen und zu vergleichen.
«Neues Kapitel in der Schweizer Medienforschung»
Bisher beschränkte sich der Fokus der Schweizer Fernsehforschung auf die Nutzung in Echtzeit an herkömmlichen Fernsehgeräten zu Hause. In einer Mitteilung schreibt Mediapulse, dass «ein neues Kapitel in der Schweizer Medienforschung aufgeschlagen wird». Die Forschung werde dem veränderten Medienkonsum gerecht.
Die Mediapulse Gruppe betreibt seit 25 Jahren die elektronische Messung der Fernsehnutzung. Zudem erfasst sie seit 10 Jahren die Radionutzung mittels Armbanduhr.
(sda)
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Alle 6 Kommentare

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Keine Gefahr und tut nicht weh!
Gemessen werden ja nur Nutzer, die an dem Messpanel teilnehmen. Diese Daten werden dann auf die TV-Bevölkerung in der Schweiz hochgerechnet.
traurig...
warum nervt ihr euch so ab dem messen? erstens ist es ja freiwillig und zweitens kann und wird so die Qualität verbessert. Wenn nun ein 25 -50 jähriger wirklich das Gefühl hat, tatsächlich zur ZG von SF1 zu gehören: Sorry selber schuld... 50+ sind deren Kunden. Und die anderen passen ja die Sendegefässe immer wieder an... Aber typischer Schweizer-Durchschnitt: Immer nur motzen, keine Verbesserungen bringen und noch mehr motzen... Ihr habt doch alle nur Luxusprobleme, sucht euch ein Leben statt euch darüber zu ärgern...
Teuer
SF1 Wird sicher nicht so oft gewählt wie Ausländische Sender. erstens weil es zu teuer Produziert. Zuwenig Intressant!