Gewichtete Umfrage

21. Oktober 2014 05:58; Akt: 22.10.2014 13:59 Print

53 Prozent würden Ecopop zustimmen

von J. Büchi - Zurzeit würde eine Mehrheit die Ecopop-Initiative annehmen. Dies zeigt eine gewichtete Umfrage von 20 Minuten. Hauptargument der Befürworter: Die Zahl der Zuwanderer soll gesenkt werden.

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Ecopop hat das Potenzial, an der Urne eine Mehrheit zu erreichen. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

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Die Ecopop-Initiative sei «fremdenfeindlich» und schade der Schweizer Wirtschaft. Mit diesen Argumenten weibelt Justizministerin Simonetta Sommaruga derzeit gegen das Anliegen, das am 30. November an die Urne kommt. Nicht nur der Gesamtbundesrat, sondern auch alle grossen Parteien sind gegen das Anliegen. Die erste Runde der gewichteten 20-Minuten-Abstimmungsumfrage (siehe Box) zeigt nun: Sommaruga und die anderen Initiativ-Gegner müssen sich im Kampf gegen die Vorlage warm anziehen.

42 Prozent der Befragten sagen derzeit «Ja», 11 Prozent «eher Ja» zur Initiative – das macht 53 Prozent Zustimmung. Die Initiative hätte also das Potenzial, an der Urne eine Mehrheit zu erreichen. Als Hauptargument für die Initiative gab jeder zweite Befürworter an, dass damit die Zahl der Zuwanderer reduziert würde. Die geringere Zersiedelung der Landschaft nannte ein Viertel als Grund. Andere Argumente, wie die Entwicklungshilfe im Bereich Familienplanung, scheinen von untergeordneter Bedeutung zu sein.

Ecopop-Initiative


Auf der Seite der Gegner stehen 39 Prozent «Nein»- und 5 Prozent «eher Nein»-Sager, der Rest macht noch keine Angaben. Als Hauptgrund für ihre Ablehnung führen die Befragten negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und die starre Quotenregelung an. Die Gegner können darauf hoffen, bis zum Urnengang noch Boden gutzumachen: Normalerweise sinkt die Zustimmung für Volksinitiativen im Laufe des Abstimmungskampfs.

Goldinitiative hat wohl keine Chance

Dies dürfte auch für die anderen beiden Initiativen gelten, die am 30. November zur Abstimmung kommen. Die Pauschalbesteuerungs-Initiative der AL hätte derzeit ebenfalls noch eine knappe Mehrheit – mit 52 Prozent «Ja»- oder «eher Ja»-Angaben. 39 Prozent sind dagegen, 9 Prozent haben sich noch nicht auf eine Position festgelegt. Die Befürworter kritisieren insbesondere die Privilegierung reicher Ausländer und den ungesunden Steuerwettbewerb, während die Gegner den volkswirtschaftlichen Nutzen der Pauschalbesteuerten hochhalten und sich vor Steuerausfällen fürchten.

Pauschalbesteuerungs-Initiative


Verhältnismässig schlechte Karten scheint die Goldinitiative aus dem Umfeld der SVP zu haben. 45 Prozent Zustimmung stehen 39 Prozent Ablehnung gegenüber. Ganze 16 Prozent wollten sich noch nicht festlegen. Für sie könnte ein Blick ins Argumentarium der beiden Lager aufschlussreich sein: Die Befürworter finden, die Nationalbank müsse genügend Reserven haben und im Ausland aufbewahrtes Gold müsse zurück in die Schweiz gebracht werden. Hauptargument der Gegner ist, dass mit der Initiative die Unabhängigkeit der Nationalbank gefährdet wäre.

Gold-Initiative


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laura am 21.10.2014 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja! Denn was macht glücklich?

    Ich bin die aktuelle Entwicklung mehr als leid. Diese Spirale von 'immer mehr' (auf allen Ebenen) müssen wir stoppen. Denn das jetzige Wirtschaftsprinzip ist nichts anderes als ein Schneeballsystem. Es funktioniert auf allen Ebenen nur (bisher...) dank Wachstum. Lieber nehme ich einen gewissen Wohlstandsverlust in Kauf als weiterer Verlust an Privatsphäre, Fairness, Ruhe und Sicherheit. Denn letztere machen glücklich - nicht immer mehr Geld!

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  • Susanne am 21.10.2014 06:10 Report Diesen Beitrag melden

    Guten Morgen

    Sind da etwa aufgrund dieser Umfrage einige aufgewacht? Ja, ja, lange haben Sie geschlafen. Und Sie werden weiterhin keine Argumente haben. Deshalb bleibts bei Ecopop Ja, Ja.

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  • Sayadina am 21.10.2014 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... es geht nicht um oder gegen Ausländer...

    ... sondern um die Frage: Qualität oder Quantität? Statt ständig Fachkräfte aus dem Ausland abzuwerben, wäre ich dafür die Einheimischen (gemeint sind CH und Ausländer) mit Bildungsgutscheinen zu fördern, um so einen Teil des Fachkräftebedarfs zu decken. Dadurch hätten auch ü50-jährige, junge Berufseinsteiger und Menschen mit gewissen Beeinträchtigung wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Warum immer auf neue, ausländische Fachkräfte setzen? Haben wir nicht genug Menschen hier, die eine Chance verdient hätten? Deshalb bin ich für eine wohldosierte, sozial- und umweltverträgliche Einwanderung!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mia am 24.10.2014 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaaa!!!!

    Es sollten die gleiche gesetze gelten wie kanada, australien!!! Andere länder sind konsequent, warum müssen wir das ertragen?zu viel ist einfach zu viel

  • Jimbolino am 22.10.2014 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umwelt schonen

    Zum Thema Umwelt, ein Arbeitsloser in der EU kann sich kein Auto leisten, wie bei uns! also 3x ja zur ecopop.

  • Sandro am 22.10.2014 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum ja?

    Warum ich ja stimmen werde? Aus Prinzip. Da unsere Bundesräte ihre Macht zur Zeit masslös überschätzen und sich gegen den Volkswillen stellen und schlussendlich doch machen, was sie wollen, finde ich, dass es an der Zeit ist, ein Zeichen zu setzen. Dies ist in der Schweiz durch die Anstimmungen am besten möglich.

  • Bauführer am 22.10.2014 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zubetoniert

    Ständig lese ich dieses Wort. Gleichzeitig wollen sie aber alle ein EFH und viel Grünfläche. Das ist ein Widerspruch in sich. Betonklötze sind immer ökologischer als EFH's. Denn in einem MFH oder Block wohnen mehrere Familien zusammen, in einem EFH dagegen nur Eine. Ein MFH hat im verhältnis viel weniger Aussenfläche (und damit deutlich geringere Heitzkosten) und auch ansonsten weniger Materialmengen. Blòcke kann man ausserdem in die Höhe bauen, was Platz spart und so wiederum mehr Grünfläche ergibt.

    • Polier am 22.10.2014 23:40 Report Diesen Beitrag melden

      @ Bauführer, politische Frage

      Wer kann sich bei rasanter Bodenverknappung künftig noch ein EFH leisten und wer wohnt verdichtet in Silos und müht sich täglich durch vollgestopfte Städte, in vollgestopften Züge an seinen Arbeitsort?

    • Tim S. am 22.10.2014 23:42 Report Diesen Beitrag melden

      Und deutlich weniger Freiraum... im MFH

      Ihre Argumente pro MFH kennt natürlich jeder. Die Leute bauen aber EFH's weil sie möglichst unabhängig sein wollen. Und bloss weil sie (Baubranche) Freiflächen und Bauvolumen brauchen, damit sie gewinnbringend realisieren können, geben die CH ihren kleinen, persönlichen Freiraum nicht auf.

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  • Thomas Jakobinski am 22.10.2014 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bevorstehende Inflation

    Seid ihr alle so scharf darauf, dass unsere Wirtschaft langfristig inflantiert? Bei einer Annahme dieser Initiative, würden uns zahlreiche KMU's und Grossunternehmen verlassen und ihr Hauptsitz in die EU verlegen..! Mit dieser Initiative straft ihr euch nur selber!!