Kanton Bern

08. März 2018 10:33; Akt: 08.03.2018 10:41 Print

AKW Mühleberg ist wieder am Netz

Die BKW hat den Grund für die Schnellabschaltung des Kernkraftwerks gefunden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Atomkraftwerk Mühleberg ist nach einer Störung am Mittwoch wieder am Netz. Ein gemessener Anstieg der Radioaktivität in den Dampfleitungen führte zu einer automatischen Schnellabschaltung der Anlage. Gefahr für die Bevölkerung und die Umwelt bestand nicht.

Im Rahmen von monatlichen Tests kam es am Mittwochmorgen zu einem kurzzeitigen Anstieg des Wasserstoffs in der Wassereinspeisung zum Reaktor, wie der Energiekonzern BKW am Donnerstag mitteilte. Dadurch erhöhte sich auch die Radioaktivität in der Dampfleitung kurzzeitig.

Zustimmung vom ENSI

Das Überwachungssystem registrierte diesen Anstieg und löste automatisch die Absperrung der Dampfleitungen aus, wie Untersuchungen im Verlauf des gestrigen Tages laut BKW ergaben.

Nach der Zustimmung durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI konnte die Anlage wieder hochgefahren werde. Seit Donnerstagvormittag ist sie wieder am Netz.

Das AKW Mühleberg ist ein Siedewasserreaktor. In einem solchen führen die Dampfleitungen den Dampf vom Reaktor zu den Turbinen. Nachdem der Wasserdampf über die Turbinen geführt wurde, wird er im Kondensator so weit abgekühlt, dass er in flüssiger Form als Wasser wieder zurück in den Reaktor gepumpt werden kann. Es handelt sich um ein geschlossenes System.

Zwei Schnellabschaltungen

Zu Schnellabschaltungen kommt es nicht häufig, aber gelegentlich. Im AKW Mühleberg war dies 2012 der Fall wegen einer Panne bei Messungen und 2015 aufgrund einer Reglerstörung im internen Wasserkreislauf.

Das AKW Mühleberg ist seit 1972 am Netz. Ende 2013 gab die BKW bekannt, dass sie «Mühleberg» abschalten will, weil sich eine Nachrüstung finanziell nicht mehr lohne. Das AKW soll im Dezember 2019 vom Netz genommen werden.

(chi/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klartext am 07.03.2018 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abschalten

    Klar besteht nie eine Gefahr für die Bevölkerung. Die besteht erst dann, wenn uns diese Dinger um die Ohren fliegen. Aber dann braucht man es auch nicht mehr zu schreiben.

    einklappen einklappen
  • Michi am 07.03.2018 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beznau....

    Tja, darum macht es norm Sinn Beznau wieder in Betrieb zu nehmen, welches noch älter ist. Da kann man nur beten das nichts passiert. ENSI sei Dank...

    einklappen einklappen
  • Methilde am 07.03.2018 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    AKW Betreiber Pressemeldungen

    Es heisst immer, es sei keine Gefahr. War auch bei Tschernobyl und Fukushima so. Den Satz könnten die sich echt sparen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Genialdilletant am 08.03.2018 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    Entschuldigung

    Ein geschlossener Kreislauf, mit Wasser und Wasserdampf? Ist das geschlossene System also löchrig? Ich bin mit dem ENSI nicht zufrieden. Wie der Wasserstoff in die Wasserleitung kommt, wäre schon eine Erklärung wert!

  • Reini am 08.03.2018 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Atommüll

    Ich sag nur der gute strahlende Anfall... genau das ist schon Grund genug um die AKWs auszuschalten.

  • Alex Küng am 08.03.2018 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit wird zu teuer

    Strom aus neuen Atomkraftwerken ist leider zu teuer. Aktuell wir in England 'Hinkley Point C' über 15 Eur/cent je kWh kosten. Wind und Solarstrom aus DE kosten heute bei Neuanlagen nur noch 4 Eur/cent je kWh. Die Kosten für Sicherheit werden zu hoch. Der Atommüll ist zuden nicht gelöst

  • Neumann am 08.03.2018 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Wieder am Netz: Das ist gut. Viel Erfolg und Pannenfreiheit.

  • sirLiftalot am 08.03.2018 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Der eindeutige Beweis...

    ...dass uns das Teil nächstens um die Ohren fliegt ist der, dass tausende von Mitarbeitenden dort tagtäglich ihre Arbeit verrichten und keine Spur Angst haben... denen werden sicher Millionenlöhne bezahlt dass sie täglich in dieser Lebensgefahr arbeiten... übrigens, heute haben sie sich wieder besonders viel Mühe gegeben mit den Chemtrails, findet ihr nicht auch?