Wegen Gaza-Krise

15. November 2012 10:58; Akt: 15.11.2012 14:23 Print

Abbas bricht seine Europa-Reise ab

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas fliegt wegen der Gaza-Krise verfrüht in die Heimat zurück. Zuerst traf er aber in Bern noch zwei Bundesräte.

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Es herrschte Verwirrung darüber, ob der palästinensische Präsident Mahmud Abbas wegen der Gaza-Krise nun tatsächlich in die Schweiz kommt. Der Besuch findet aber wie geplant statt. (Bild: Keystone)

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Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas bricht seine Europareise nach den Gesprächen in der Schweiz ab, um wegen der Krise im Gazastreifen sofort ins Westjordanland zurückzukehren. Sämtliche Treffen in Bern finden jedoch noch wie geplant statt.

Abbas werde unmittelbar nach den Gesprächen mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und mit den Präsidenten des National- und Ständerates abreisen, sagte der palästinensischen Chefunterhändler Saeb Erekat vor den Medien in Bern.

«Schlimme Situation in Gaza»

Grund sei die schlimme Situation in Gaza, die sich von Stunde zu Stunde verschlechtere. Die Palästinenserführung werde alles Mögliche tun, damit die Lage nicht eskaliere, sagte Erekat, der auch Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ist.

Als Erstes traf sich Abbas am Vormittag mit Aussenminister Didier Burkhalter zu Gesprächen. Dabei seien viele Themen behandelt worden, sagte Erekat, ohne inhaltliche Angaben zu machen.

Verwirrung vor dem Besuch

Vor dem Besuch des palästinensischen Präsidenten mit dem Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter herrschte plötzlich Unklarheit darüber, ob der offizielle Besuch tatsächlich stattfindet.

Die Nachrichtenagentur AP, die sich auf den palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat beruft, vermeldete, dass Abbas seine Europareise abgebrochen habe. Entsprechend könne er auch seine Termine in der Schweiz nicht wahrnehmen.

«Alles falsch», sagte Linda Shepard vom Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) gegenüber 20 Minuten Online. Und tatsächlich erschien Abbas wenige Minuten später vor den Medien in Bern.

Werbung für Palästinenser-Frage

Abbas wirbt derzeit für eine Aufwertung des Status der Palästinenser in der UNO und reist seit Montag in verschiedene Hauptstädte. Ende Woche wäre er in Paris erwartet worden.

Die Palästinenser verfügen seit der Anerkennung der PLO durch die UNO in den 1970er Jahren über einen einfachen Status, vergleichbar mit dem internationaler Organisationen. Zwar erhielten sie 1998 zusätzliche Rechte, etwa das Rederecht bei der Generaldebatte, ohne jedoch mit souveränen Staaten gleichgestellt zu werden.

Zur Frage, wie die Schweiz abstimmen wird, sagte Aussenminister Didier Burkhalter am Donnerstag, dass die Schweiz «basierend auf dem Inhalt des endgültigen Resolutionstextes» Position beziehen werde, insbesondere hinsichtlich Konformität mit dem Völkerrecht.

(fum/aeg/sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Raz Ben Or am 13.11.2012 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrte Welt

    Erstens sind die "Palästinenser" Araber und keine Indianer. Zweitens sind wir die Vertriebenen und das seit AD 70. Es war immer Erez Israel. Wir sind nur nach Hause gekommen. Klar passt das nicht jedem und alle meinen die armen Araber wie sehr sie doch leiden. Fragen sie einen nicht gedungenen aus den "besetzten" Gebieten unter wen sie es besser hatten. Die Antwort wird alle überraschen. Ausserdem haben die Schweizer den Flug SR330 vergessen? Was hatte die Schweiz eigentlich mit unserem Konflikt zu tun? Die welche Free Palestine schreien waren damals zum Teil gar nicht auf der Welt.

  • Lukas E am 13.11.2012 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Israel = Schweiz

    alle die gegen Israel sind und für Palestina sollten sich besser mal informieren wie es in wirklichkeit aussieht! Was ihr in den Medien hört ist meistens gegen Israel dabei vertreten Sie mehr unsere Werte alss die Palestinänser welche eig eh schon lange kein richtiges Volk mehr sind. Sie sind nur die ausgestossenen der Muslimischen Nachbarländer!

  • Steve Kuepfer am 13.11.2012 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Bei sich selber beginnen ...

    Es wäre schön, wenn die Palistinenser sich von den Unruhestiftern Hamas und Hisbolla endlich losagen würden und eine stabile Verwaltung schaffen würden. Denn nur so werden sie zu einem Staat. Ein Staat, welches dann auch Ihre Nachbarn akzeptieren könnten. Auch sollte Jordanien (2/3 der Einwohner sind Palistinenser) auch endlich mehr um Ihre Leute kümmern, als sich hier zu drücken. Aber mit bis zu 50 Raketen im Tag auf Israel wird niemandem geholfen. Am wenigsten ihnen selber - leider.

  • s.h. am 13.11.2012 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Palästina - Free Palestine

    Ich bitte jeden, er Palästina dieses Recht nicht geben will, einmal im Internet nach Informationen zu schauen, wie diese Leute leben müssen. Das hat noch jeden weise gemacht.

  • peter h. am 13.11.2012 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nein

    Die Schweiz soll gegen den Beitritt sein, es ist eindeutig das in Palestina Terroristen regieren. Im Gazastreifen sind die Hamas sogar mit einem Krieg an die Macht gekommen.

    • Maja Steinlin am 16.11.2012 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @peter h.

      Die Hamas sind nicht mit kriege- rischer Aktion an die Macht ge- kommen! Die Hamas haben 2006 bei demokratischen Wahlen gewon- nen! Beschämend ist, dass der Wes- ten diese Wahl nicht anerkannte und wiedereinmal mit Sanktionen und Boykott gegen die Palästinenser ganz " demokratisch " ??? reagierte! Bundesrat Moritz Leuenberger kritisierte damals die unfaire Hal- tung der EU, der USA usw. in den Medien. Wäre ich Palästinenser in Gaza, dann würde ich mich be- stimmt auch den Hamas, diesen Freiheits-Kämpfern anschließen!

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