Heimtückisch

06. Dezember 2012 22:41; Akt: 07.12.2012 13:54 Print

Advent, Advent, ein Nüssli klemmt

von J. Büchel - In der Adventszeit verschlucken sich viele Kinder an Nüssen und landen im Spital. Experten fordern Warnhinweise am Chlaussäckli.

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Die Vorweihnachtszeit ist auch die Zeit der Erdnüssli. Doch das Luzerner Kantonsspital warnt, dass Nüssli für Kinder unter drei Jahren lebensgefährlich sein können. Weil gerade in dieser Zeit sich die Fälle häuften, bei denen sich Kinder an Nüssen verschlucken, rief das Luzerner Kantonsspital (LUKS) am Samichlaustag zur Sensibilisierung auf.

Allein in diesem Jahr mussten im Universitätskinderspital beider Basel ein Dutzend betroffene Kinder behandelt werden, am Berner Inselspital acht und im Kinderspital Ostschweiz sieben. «Steckt die Erdnuss in den Atemwegen, müssen wir das Kleinkind unter Vollnarkose setzen, dann mit einem dünnen Metallrohr durch den Mund in die Luftröhre eindringen und mit einer feinen Zange den Fremdkörper entfernen», erklärt Dr. Alexander Möller, Lungenspezialist am Kinderspital Zürich. So ein Eingriff sei kein Pappenstiel und dürfe nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden.


Auch am Verkaufspunkt warnen

In den USA ersticken jährlich 600 Kinder an den Folgen von Fremdkörperaspiration. Deshalb wird auf Verpackungen explizit davor gewarnt, Kindern unter 6 Jahren Nüsse zu geben. Dies fordern Fachleute nun auch in der Schweiz: Dr. Jürg Hammer, Leitender Arzt am Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) geht mit den Luzerner einig und fordert Warnhinweise auf allen Nussverpackungen.

Und auch Sarah Stalder, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz SKS, fordert neben Warnhinweisen auf den Samichlauspäckli sowie an den Verkaufspunkten.

Doch nicht nur Nüsse aller Art sind gefährlich: «Auch Sonnenblumenkerne, Münzen, kleine Plastikperlen oder Legosteine können zu einem lebensbedrohlichen Notfall und zum Ersticken führen. Deshalb sollten sie für Kleinkinder unerreichbar aufbewahrt werden», erklärt Prof. Dr. med. Thomas Linder, Chefarzt der HNO-Abteilung am LUKS.

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich habe es leider berufsbedingt erlebt wie ein Kind an einer Erdnuss verstorben ist, eure dummen Kommentare könnt ihr euch sparen! Klar kann man nicht alles verbieten was gefährlich ist, aber darauf hinweisen muss man! Genauso wäre es angebracht, mal Schädelverletzte nach Schneeunfällen zu zeigen statt mit supercoolen Boardern für Freeriden zu werben! Hat nix mit Nüssen zu tun, sollte aber die Menschen sensibilisieren! Die Slow-Down-Aktion fand ja auch Anhänger und wurde beachtet! Und genau darum geht's! – Kinder-Ips-Pflegerin

Und dass bestimmt bis ein Kind vier Jahre alt ist. Kleine lose Gegenstände beseitigt man auch wenn man Kleinkinder hat. Bei den Nüsschen denken eben viele nicht daran und es ist wirklich gefährlich. Aber das wusste man bereits schon vor zwanzig Jahren und achtete darauf. Es gibt eben Dinge die man wissen sollte wenn man kleine Kinder hat. – Lilli

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Muster am 08.12.2012 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesunder Menschenverstand

    Auch da kann man noch etwas hinschreibn, und dort, und dort auch...., muss man für alles eine Warnung und Gebrauchsanleitung neu schreiben? Es gibt da eine ganz einfache, lapidare Aussage: Das Leben ist lebensgefährlich! Mit gesundem Menschenverstand kommt man von selber drauf!

  • tttt am 08.12.2012 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Leben endet zu 100% mit Tod

    Ein bisschen mehr Selbstverantwortung würde gut tun.

  • R.S. am 07.12.2012 21:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch Fisch

    Achtung! Achtung! Bitte nur noch Fische ohne Graeten züchten bin als Kind fast erstickt, weil sie im Hals stecken geblieben ist, musste Sauerkraut und Kartoffelstock essen, das löste die Gräte und ich konnte alles ausspucken, seit diesem Erlebnis kann ich nur noch zu Hause einen Fisch essen und es sieht aus als wäre ich am sezieren.

  • Lilli am 07.12.2012 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist wirklich gefährlich

    Und dass bestimmt bis ein Kind vier Jahre alt ist. Kleine lose Gegenstände beseitigt man auch wenn man Kleinkinder hat. Bei den Nüsschen denken eben viele nicht daran und es ist wirklich gefährlich. Aber das wusste man bereits schon vor zwanzig Jahren und achtete darauf. Es gibt eben Dinge die man wissen sollte wenn man kleine Kinder hat.

  • BeBaLu am 07.12.2012 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    liatei!

    Die Kommentare gelten bestimmt nicht den pflichtbewussten Eltern oder Betreuer welche die Kinder auf die Gefahren aufmerksam machen,mit ihnen einen Dialog führen und sie vor unnötigen Ängsten schützen. Kinder sind oft unberechenbar.Bei den Kleinkinder geht der Tastsinn über den Mund und sie stecken dementsprechend ALLES rein. Da sind eben wir Erwachsenen gefordert! d.h. nicht,dass junge Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nach gehen,doch es ist schnell etwas passiert!

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