Fidget Spinner im Parlament

19. Juni 2017 06:29; Akt: 19.06.2017 07:51 Print

Andreas Glarners Nase macht den Propeller

Auch Nationalräte können dem Fidget Spinner nicht widerstehen. Im Bundeshaus haben sie sich am Handkreisel versucht.

Haben unsere Politiker den Dreh mit Fidget Spinnern raus? 20 Minuten hat den Test in der Wandelhalle im Bundeshaus gemacht. (Video: B. Zanni/D. Waldmeier/P. Stirnemann)
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Er dreht und dreht und alle sind verrückt danach: Der Fidget Spinner ist von keinem Pausenplatz mehr wegzudenken. In jeder freien Minute lassen Kinder den kleinen Propeller auf ihren Fingerkuppen drehen oder balancieren ihn sogar auf der Nase.

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Auch Politiker können dem Hype nicht widerstehen. In der Wandelhalle haben sich die Nationalräte Thierry Burkart (FDP), Andreas Glarner (SVP), Jürg Grossen (GLP) und Priska Seiler Graf (SP) am neuen Spielzeug versucht (siehe Video).

Jojo, Hackysack und Gummitwist

Dabei kamen bei den Politikern auch Erinnerungen an ihre Jugend auf. «Zu meiner Zeit waren Gummitwists angesag», sagt Seiler Graf. Glarner erinnert sich noch gut an die Brio-Holz-Eisenbahn. «Ich hatte auch einen Haufen Holzklötzli, irgendwann gab es einen Fischertechnikbausatz, dann einen Chemie- und einen Elektrokasten.»

Zu Thierry Burkarts Schulzeiten lagen Jojos und Hackysacks voll im Trend. Am liebsten spielte er aber mit dem Ball: «In allen Formen – auf dem Finger, auf der Hand, manchmal auf dem Fuss. Darum stehe ich beim Fussball heute auch im Goal.» Jürg Grossen hatte mit solchem Spielzeug wenig am Hut. «Ich spielte eher mit Natursachen, zum Beispiel Steinen vom Boden, Ästen oder Stecken im Wald.»

«Heute würde ich psychomotorisch abgeklärt»

Schon nach kurzer Zeit balanciert Thierry Burkart den Fidget Spinner gekonnt auf einem Finger, wirft den Propeller in die Luft und fängt ihn wieder auf. Auch gelingt ihm der fliegende Wechsel zwischen zwei Händen. Woher kommt seine Geschicklichkeit? Er sei Handballer gewesen, sagt Burkart. «Darum war ich immer besser mit den Händen als mit dem Fuss.»

Priska Seiler Graf hingegen bezeichnet sich als «total ungeschickt»: «Heute würden sie mich in der Schule psychomotorisch abklären lassen», sagt sie lachend. Ihr achtjähriger Sohn habe den Fidget Spinner «einiges besser» im Griff als sie.» Jürg Grossen schätzt sich als mittelmässig geschickt ein. «Ich bin wie in vielen Sachen nicht übermässig talentiert, aber motiviert.»

Andreas Glarner bezeichnet sich als «feinmotorisch nicht unbedingt begabt». Zu seiner Fidget-Spinner-Premiere meint er lachend: «Das war die schwierigste Aufgabe in dieser Session.» Dennoch hat ihn das Fidget-Fieber schon gepackt. «Kann ich den behalten?», fragt er, bevor er sich zurück in den Nationalratssaal begibt.

(bz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 19.06.2017 06:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hat die Schweiz...

    nicht dringendere Probleme die unsere Volksvertreter anpacken muessten? Spielstunde im Bundeshaus, bezahlt vom Steuerzahler.

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  • Paul K. am 19.06.2017 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiterbildung

    Das sind die kompetenten Politiker, die dank ihrer Weiterbildung an Flugobjektion die richtigen Entscheide zur Flugzeugbeschaffung der Schweizer Armee treffen können.

  • Bünzli Bunzli am 19.06.2017 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    Steuerzahler

    Peinlich, und für sowas zahlen wir Steuern? Die sollen gefälligst arbeiten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Buuh am 19.06.2017 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Pause

    Vielleicht hatten sie grade Pause?? Haben das nicht alle Arbeitende?

  • Al Z. am 19.06.2017 19:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langweilig ...?

    Haben die nicht zu tun in Bundesbern? Ich bezahle keine Steuern, dass dä rumgealbert wird!

  • Confus am 19.06.2017 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Feinmotorisch bin ich nicht begabt..."

    Nicht nur feinmotorisch, Herr Glarner, bei weitem nicht nur Feinmotorisch....

  • R00N3Y am 19.06.2017 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Wenn ich so arbeiten würde, wäre ich meinen Job innert Kürze los!

  • Penumbra Noctis am 19.06.2017 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Und Abflug

    Herr Glarner hätte schon längst den Abflug machen sollen, so von wegen Propeller.