Umfrage zeigt

15. November 2012 14:18; Akt: 15.11.2012 15:33 Print

Angst der Linken vor Ausländern nimmt zu

Schweizerinnen und Schweizer fürchten sich nicht mehr so sehr vor dem atomaren Super-GAU. Das Top-Thema in Sachen Angst heisst neu Überfremdung.

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Überfremdung: Davor fürchten sich die Schweizer. (Bild: Keystone)

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Die Angst vor einer Atomverseuchung, die im Jahr 2011 wegen Fukushima in die Höhe geschnellt war, hat in diesem Jahr wieder stark abgenommen. Wie eine Umfrage zeigt, fürchten sich die Schweizerinnen und Schweizer dafür wieder zunehmend vor Überfremdung.

Die Atomkatastrophe in Japan hatte im vergangenen Jahr dazu geführt, dass in allen Regionen der Schweiz und in allen Altersgruppen die Angst vor einer Atomverseuchung anstieg.

Gemäss einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes gfs-zürich, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, ist diese Angst mittlerweile wieder fast auf den Wert vor Fukushima zurückgegangen. Eine Ausnahme bildet die Westschweiz, in der viele auch im Jahr 2012 noch angaben, sich vor einer Verseuchung durch Radioaktivität zu fürchten.

Linke fürchten sich mehr vor Ausländern

Zugelegt hat hingegen in der ganzen Schweiz die Angst vor Ausländern und Flüchtlingen. Interessant ist, dass für diese zunehmende Furcht vor Fremden nicht in erster Linie die SVP- Sympathisanten verantwortlich sind. Gemäss aktueller Umfrage hat deren Angst sogar ein wenig abgenommen.

Die zunehmende Furcht zeigt sich für einmal vor allem bei den üblicherweise ausländerfreundlichen SP-Sympathisanten. Auch bei Befürwortern der FDP und bei jenen der CVP stellte das Marktforschungsinstitut mehr Angst vor Ausländern fest.

Die Ursache könnte gemäss gfs darin liegen, dass diese Parteien im laufenden Jahr eine restriktivere Position bei Ausländerthemen einnahmen. Besonders stark angestiegen ist die Angst vor Überfremdung bei den 18- bis 39-Jährigen und bei der Landbevölkerung.

Am meisten fürchten sich Schweizerinnen und Schweizer aber nicht vor Ausländern und Flüchtlingen, sondern vor der Umweltzerstörung und vor körperlichen Beeinträchtigungen.

Deutlich weniger wirtschaftliche Ängste

Stark abgenommen haben dafür die wirtschaftliche Ängste, etwa die Angst vor Inflation, die Angst vor einer wirtschaftlichen Notlage im Alter und die Angst vor einer Rezession. Europa scheint für die meisten Schweizerinnen und Schweizer offenbar weit weg zu sein.

Insgesamt gesehen sind die Schweizer kein verängstigtes Volk, wie gfs festhält. Die so genannte «Gesamtbeunruhigung» hat im laufenden Jahr leicht abgenommen und liegt heute wieder auf dem gleich tiefen Niveau wie in den Jahren 2008 bis 2010.

Das Angstbarometer wird seit 1978 erstellt. Für die aktuelle Studie befragte gfs-zürich in einer repräsentativen Telefonumfrage 1010 Deutsch- und Westschweizer.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus am 15.11.2012 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Angst vor dem bösen bösen ausländer?

    Ich bin schweizer und das wovor ich mich am wenigsten fürchte sind ausländer! Eher parteien welche Völkerhetzte betreiben und die menschen in diesem land entzweien!

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  • Benno am 15.11.2012 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Einsicht

    Gratulation zur (zu)späten Einsicht....

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  • Guido G. am 15.11.2012 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Überfremdung gar nicht möglich

    die werden einfach eingebürgert. Die Bedingungen sind ja ganz einfach zu erfüllen. "Halt dich nicht an die Schweizer Gesetze und bring oder mach viele Kinder" sonst wirst du ausgewiesen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • nervensäge am 18.11.2012 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Entfremdung hat andere Bedeutung...!

    Gefragt wurde nach Entfremdung, es ist per Definition falsch - und lässt zu viel Interpretationsspielraum. Angst vor Entfremdung, verstehe ich auch, in der Angst vor der Zunahme von rechtem Gedankengut - vor der Radikalisierung einzelnen Gruppierungen. Auch mein Nachbar kann mir Fremd sein - egal welcher Nationalität er angehört.

  • Bratt B. am 17.11.2012 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel zu viele, Grenze schliessen.

    Die Schweiz verblödet... Schaue ich in die Schulen graust es mir. Keine Hausordnung, keine Regel wird eingehalten! Wieso bitteschön ist dies so? Vielleicht hat das Ganze doch mit unserem Multi Kulti in den Schulen zu tun. Eine Klasse, 14-16 Kinder benötigen heute zu der Lehrperson, eine IF Lehrperson, eine Klassenhilfe! Dies muss mit der intelligenz der Kinder zusammen hängen, sonst hätten wir alles stinkfaule Lehrer/innen. Schliessen wir die Grenzen, genug ist genug. Mir langts schon lange!

  • Janosch am 17.11.2012 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur als Denkanstoss 

    Nicht nur "Hardcoreschweizer" sind ausländerfeindlich. Ich kenne einige "ausländer" welche sich hier anpassen, Arbeit tun und Schweizerdeutsch sprechen - ZT nicht mal den Schweizer Pass haben, die genauso rechts sind. Die Begründungen unter anderen: "Ich hab mich angepasst und lebe gut - die sollen auch." oder "Die anderen geben uns einen schlechtdn Ruf - wir sind aber nicht alle so und handeln gegen Kriminelle". Ich mag fremde Kulturen und Menschen. Asyl beantragen und dann Schnee verhökern geht aber garnicht. Und viele integrierte denken gleich. Sie wollen sich ja auch wohlfühlen hier.

  • Angsthase am 16.11.2012 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Genf mit 47 Prozent, Leysin 62 Prozent

    und Kreuzlingen mit 51 Prozent sind Städte mit hohem Ausländeranteil.

    • Papierlischweizer am 18.11.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

      So what?

      Sarnen mit 12.5%, Stans mit 9.6% und Gais mit 11.5% sind Orte mit niederigem Ausänderanteil.

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  • Hahaha am 15.11.2012 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Nun....

    ich selbst habe sowohl Schweizer als auch Ausländische Wurzeln. Ich habe keine Angst vor ausländern im Allgemeinen, allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass Angehörige gewisser Staaten mir weniger geheuer sind als andere.

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