ETH-Studie

25. Mai 2018 10:00; Akt: 25.05.2018 10:16 Print

Armee ist bei 18- bis 29-Jährigen so populär wie nie

79 Prozent der jungen Erwachsenen erachten die Schweizer Armee als notwendig. Damit erreicht das Image der Armee bei dieser Altersgruppe einen neuen Höchststand.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Schweizer Armee geniesst in der Bevölkerung hohen Rückhalt: Laut der neuen Ausgabe der Studie «Sicherheit 2018» halten 81 Prozent der Befragten die Armee für «unbedingt notwendig» oder «eher notwendig». Im Vergleich zu den Daten, die die Militärakademie MILAK an der ETH Zürich im letzten Jahr erhoben hat, ist die Zustimmung zur Armee besonders bei den 18- bis 29-Jährigen gestiegen.

Die Zahl jener in dieser Altersgruppe, die die Armee als notwendig erachten, ist um 10 Prozent auf den neuen Rekordwert von 79 Prozent gestiegen. «Diese Altersgruppe war bis anhin gegenüber der Schweizer Armee kritischer eingestellt als die älteren Generationen. Dies ändert sich 2018 zum ersten Mal», halten die Studienautoren fest.

Verteidigungsbudget wird als «gerade richtig» beurteilt

Dass die Armee unbestritten ist, zeigt sich zudem dadurch, dass 49 Prozent aller Befragten die Verteidigungsausgaben von 5 Milliarden Franken pro Jahr als «gerade richtig» empfinden, 12 Prozent finden gar, es seien zu wenig Gelder vorhanden. Und drei Viertel stimmen der Aussage zu, die Schweiz solle eine sehr gut ausgebildete Armee unterhalten. Trotzdem: Die Zufriedenheit mit der Leistung der Armee ist im Vergleich zum Vorjahr auf einer Skala von 1 bis 10 auf den Wert 6,3 gesunken.

Erstmals wurde dieses Jahr in der Studie gefragt, ob der obligatorische Orientierungstag bei der Rekrutierung auch für die Frauen gelten solle. Heute ist für sie der Besuch freiwillig. Eingebracht wurde diese Idee von Verteidigungsminister Guy Parmelin sowie von einer Expertengruppe, die sich mit der Weiterentwicklung der Dienstpflicht befasste.

In der kommenden Frühlingssession wird das Parlament darüber beraten. Die Umfrage zeigt nun: 63 Prozent der Befragten waren «sehr» oder «eher» einverstanden damit, dass der Orientierungstag auch für Frauen obligatorisch sein sollte. Als Gründe wurden «gleiche Rechte und Pflichten» sowie die Beteiligung an der Sicherheit angegeben.

Kampf gegen Linksextremismus soll verstärkt werden

Eine Verschiebung zum Vorjahr gab es bei der Bekämpfung des Terrorismus. Während weiterhin 89 Prozent finden, der Terrorismus müsse allgemein stärker als bisher bekämpft werden, befürworten dieses Jahr deutlich mehr, den Linksextremismus härter anzugehen, nämlich 68 Prozent (Vorjahr: 64 Prozent). Der Kampf gegen die linke Gewalt hat damit noch nie so hohe Zustimmung gefunden. Im Vergleich halten die Stimmbürger jedoch weiterhin den Rechtsextremismus, bei dem 80 Prozent finden, er müsse stärker bekämpft werden, für eine grössere Gefahr.

Sind Sie jung und ein Fan der Schweizer Armee? Erzählen Sie uns, warum Sie die Armee als nötig erachten und warum sie allenfalls Ihre negative Meinung zur Armee geändert haben.

(pam)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ernesto am 25.05.2018 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    ... SP will die Armee immer noch abschaffen

    Siehe Parteiprogramm auf der Homepage der SP.

    einklappen einklappen
  • Mark Reist am 25.05.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Armee ist das eine,

    das Aufstocken der Grenzwacht scheint mir weitaus dringender.

    einklappen einklappen
  • Roger Federer am 25.05.2018 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Dann kann die Armee ja freiwillig gemacht werden, gibt ja anscheinend genug die das machen wollen...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Uhe am 31.05.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hard Facts

    ...für die ewig gestrigen und besserwisser: akkzeptiert doch einfach mal ganz sachlich die hard facts!...statistisch relevant und bestimmt seriös(ethz).offensichtl. sind wesentlich mehr jugendliche der armee gegenüber positiv gestimmt als nicht... also liebe gegner: hausaufgaben machen und nid nume trötzele;-)..

  • Hirnbenutzer am 30.05.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ansammlung von Unfähigen

    Etwas vom Einzigen das ich in meiner Militärzeit gelernt habe: Vorgesetzte sind dumm wie Stroh (kein Wunder bei ihrem ständigen "ist so, weil ist so"). Sie wären in der Wirtschaft so nicht zu gebrauchen, da das Militär die Leute verdummt. Müssten sie einmal einen Tag in der normalen Welt arbeiten, wären sie überfordert. Das Militär ist ein geschützter Raum für Männer/Frauen die innerlich noch ein Kleinkind sind und nix lernen wollen ausser veraltete Ansichten. Dümmer als im Militär geht nimmer. Schade aber ist so....

    • Iriana am 30.05.2018 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hirnbenutzer

      Man darf im Militär auf keinen Fall studieren haben mir schon viele gesagt! Wers trotzdem tut bekomme moralische und psychische Probleme. Darum denke ich, dass dein Kommentar stimmt!

    einklappen einklappen
  • Hildi am 30.05.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Denkmodell

    Weltweit nur noch 80-Jährig+ ins Militär einberufen. Was wohl passieren würde???

  • Verweigerer am 29.05.2018 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber etwas sinnvolles im Leben machen

    Hätte in die Armee gehen können, wollte jedoch die Zeit lieber für etwas sinnvolles nutzen. Bin nicht der Typ wo gerne sinnlos herumkommandiert wird. Schliesse diesen Sommer mein Informatik Studium ab und daher kann ich das Geld locker bezahlen :D

    • Iriana am 30.05.2018 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Verweigerer

      Sehr gut!

    einklappen einklappen
  • Sven Hänni am 29.05.2018 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nein zur sanften Kriegspropaganda

    Für ein Neutrales Land wie unsere Schweiz ist eine Armee nicht notwendig. Kosten und Einsatzkräfte herunterschrauben auf ein Minimum!

    • Iriana am 30.05.2018 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sven Hänni

      Richtig!

    einklappen einklappen