Verkehrssicherheit

14. November 2012 14:47; Akt: 14.11.2012 16:56 Print

Ausweisentzug - ab Januar gilts ernst für Raser

Die ersten «Via sicura»-Massnahmen treten ab Anfang Jahr in Kraft. Besonders hart treffen diese die Raser. Sie könnten ihren Fahrausweis mindestens zwei Jahre verlieren.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Wer rast, kann ab 1. Januar 2013 sein Fahrzeug an die Behörden verlieren. Der Bundesrat hat am Mittwoch die erste Tranche der «Via sicura»-Massnahmen auf diesen Zeitpunkt hin in Kraft gesetzt. Zudem droht Rasern ein zweijähriger Fahrausweisentzug.

Umfrage
Bis zu fünf Jahre Knast für Raser - ist das richtig?
37 %
22 %
41 %
Insgesamt 6184 Teilnehmer

Neben der Raserbekämpfung bringt die erste Tranche das Verbot von Radarwarnungen sowie das neue Mindestalter von sechs Jahren fürs Velofahren auf Hauptstrassen sowie von 14 Jahren für das Lenken von Tiergespannen. Die zweiten Tranche der Massnahmen soll Anfang 2014 in Kraft treten.

Der dritte Teil braucht eine längere Vorbereitungszeit und kann erst ab 2015 in Kraft treten. Dabei geht es vor allem um Informatik- Anpassungen, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte.

Zwei Jahre Fahrausweisentzug

Ab dem 1. Januar 2013 wird den Rasern ein härterer Tarif durchgegeben. Dabei gelten genaue Definitionen. Ein Raser ist demnach, wer mit 40 Stundenkilometern zu schnell durch eine Tempo-30-Zone wetzt.

Innerorts bei erlaubten 50 km/h ist die Raserschwelle bei 50 Stundenkilometern zu viel erreicht. Ausserorts (80 km/h) ist der Delinquent ab 60 und auf Autobahnen (120 km/h) ab 80 Stundenkilometern zu viel ein Raser.

Alle, die mit solchen Überschreitungen «geblitzt» werden, sind den Fahrausweis für mindestens zwei Jahre los. Im Wiederholungsfall ist der Ausweis für immer weg. Zurück gibt es ihn nach zehn Jahren und nur ausnahmsweise, wenn ein verkehrspsychologisches Gutachten Besserung und gebannte Rückfallgefahr bescheinigt.

Für Raserdelikte droht neu eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug, die Höchststrafe liegt bei vier Jahren.

Bei groben Verkehrsverletzungen wie Tempoexzessen, Schikanestopps und Ähnlichem können die Behörden das Fahrzeug wie ein Tatwerkzeug einziehen und verwerten, wenn sich der Täter durch andere Massnahmen nicht von weiteren Delikten abhalten lässt. Wegen dieser Massnahmen wurde die Raserinitiative vor gut zehn Tagen zurückgezogen.

Daneben gilt für Lernfahrten eine neue Regel. Personen, die den Fahrausweis nur auf Probe besitzen, dürfen keine Lernfahrten mehr begleiten. Bei bestimmten Delikten wie Fahren unter Drogeneinfluss, Tempoexzessen oder Schikanieren anderer Verkehrsteilnehmer wird neu automatisch eine Abklärung der Fahreignung fällig.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruno Stettler am 16.11.2012 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Also wenn jemand aus "Versehen" 40 km/h zu schnell fährt, dann ist es wohl besser wenn man diesen Ausweis einzieht.

  • Büsser Marco am 16.11.2012 07:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

    @marc Nicht mit 40 km/h durch eine 30er zone sondern mit 40 zu viel sprich 70 km/h! Bitte zuerst korrekt lesen dann motzen!

  • simona am 15.11.2012 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    entlich

    entlich sollte für alle delikte härtere strafen geben

  • luisa am 15.11.2012 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pure abzocke

    wie kann es sein das ein autofahrer richtig hart bestraft wird und vergewaltiger mit milden straffen dafon kommen und vielen von euch haben gefahlen daran !!! hallo

  • Thomas Fankhauser am 15.11.2012 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    A propos Velo

    Was nimmt man den Velofahrern die bei Rot durchfahren weg ? Fahrausweis fürs Auto (das sie ja meistens auch besitzen ) oder das Velo (zum verschrotten) nebst einer saftigen Busse.

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren