SP klagt wegen Beznau

08. März 2018 18:48; Akt: 08.03.2018 19:03 Print

«Uvek setzt Gesundheit der Menschen aufs Spiel»

Der Block 1 des AKW Beznau darf wieder ans Netz, entschied das Uvek. Nun reicht die SP eine Aufsichtsbeschwerde ein.

ENSI-Direktor Hans Wanner im Interview: «Wir haben keine Zweifel, dass der Behälter sicher ist.» (Video: Tamedia/SDA)
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Die SP Schweiz hat wegen der Wiederinbetriebnahme des AKW Beznau eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Departement von Energieministerin Doris Leuthard eingereicht. Das Uvek solle den folgenschweren Entscheid der Nuklearaufsichtsbehörde, Beznau wieder einzuschalten, unverzüglich rückgängig machen, fordert die Partei.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Axpo das AKW Beznau 1 Ende März, nach drei Jahren Stillstand, wieder in Betrieb nehmen will. Die Nuklearaufsichtsbehörde Ensi hatte die Anlage zuvor als sicher eingestuft, nachdem die Axpo Abklärungen über die 2015 entdeckten Einschlüsse im Reaktordruckbehälter getroffen hatte.

Die SP bezeichnet den Entscheid des Ensi, den lädierten Atomreaktor wieder ans Netz zu lassen, als Skandal. Das AKW Beznau halte seit Jahren den Strahlengrenzwert nicht ein, kritisiert die Partei in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Der Entscheid des Ensi, den überalterten Reaktor wieder hochzufahren, sei daher gefährlich und unvernünftig, wird SP-Vizepräsident Beat Jans in der Mitteilung zitiert.

Die Behörde trage weder dem Protest der Anwohnenden noch dem laufenden Gerichtsverfahren wegen Nichteinhaltung von Strahlenschutzgrenzwerten Rechnung. «Menschenleben gefährdet»

In der Pflicht sieht die SP das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Dieses drücke sich vor seiner Verantwortung, weil es den Schutz des Lebensraumes und die Gesundheit der Menschen aufs Spiel setze.

Die Partei hat deshalb eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Uvek eingereicht. Sie fordert vom Bundesrat, er solle das Departement anweisen, den Betreibern der AKW Beznau 1 und 2 die Betriebsbewilligung zu entziehen.

Eine Aufsichtsbeschwerde kann jederzeit und von jedermann eingereicht werden, wenn Tatsachen vorliegen, die im öffentlichen Interesse ein Einschreiten gegen eine Behörde erfordern. Die Aufsichtsbeschwerde kann sich gegen jedes Handeln oder Unterlassen einer Bundesbehörde richten.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Owl am 06.03.2018 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freie fahrt...

    für alle Teslafahrer also

  • Bianco am 06.03.2018 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so!

    Immer noch besser wie Kohlekraftwerke

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  • Kernkraft Ja Danke :) am 06.03.2018 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich wieder!!

    Jawohl. Gut so.. Endlich wieder mehr Kernkraft und weniger Kohlestrom aus Deutschland..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kern am 09.03.2018 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    SP untergräbt Volkswille

    Stärkster Befürworter für die friedliche Nutzung der Atomenergie in der Schweiz ist SP-Bundesrat Willy Spühler. Umweltschutz und Unabhängigkeit stehen im Zentrum der Überlegungen. Das war 1963. Das Stimmvolk hat einige Male über die Kernenergie Abgestimmt. Fast jedes Mal war es für die Kernenergie. Die letzte Abstimmung war gegen die Kernenergie. Jetzt wird ein KKW, welches im Gegensatz zu Anderen immer nachgerüstet wurde, wieder in Betrieb genommen. Aus meiner Sicht untergräbt ihr den Volkswillen. Das dumme Volk weis ja nicht worum es geht. Die Politiker sind ja alles so begabte Experten.

  • Pia Zil lig am 09.03.2018 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr

    es sind doch genau die SP ler, die immer mehr Personen in die Schweiz holen, und jeder will Strom.da muss die SP sich an der eigenen Nase nehmen.

  • Pia Zi llig am 09.03.2018 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gefährlich

    dise SP setzt die Menschheit auch aufs Spiel, leider. Die ist gefährlicher als alle Atomkraftwerke zusammen.

  • cannizzaro am 09.03.2018 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Energie kostet, also neue sichere AKW

    Ich verstehe die Einstellung nicht, sich gegen neue effiziente und dadurch sicherere AKW zu stellen. Diese alte AKW sind eine grosse Gefahr für Europa. Der Atomausstieg war total unüberlegt, da es sich mehr und mehr zeigt, dass der Strombedarf nicht mit z.B LED Lampen nach unten korrigieren kann. Es müssen neue AKW her und die alten Meiler müssen abgeschaltet werden. Das müssen wir langsam aber sicher verstehen... teuer ist beides. Statt Milliarden ins Ausland zu schiessen, sollten wir uns auf wichtige Inlandprobleme konzentrieren. Das erwarte ich von unserer Politik und Bundesrat

  • mimi am 09.03.2018 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    komisch

    unser essen vergiftet ihr doch auch, also warum dieses theater. aah richtig, es geht wiedermal nur ums geld.