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Wegen des Schnees
10. Dezember 2012 09:00; Akt: 10.12.2012 18:21 Print
In Zürich blieben 25 Flugzeuge am Boden
Letzte Nacht fielen im Flachland 15 Zentimeter Schnee. Das führte zu zahlreichen Unfällen und zu Ausfällen am Flughafen Zürich. Am Wochenende dürfte der Regen die weisse Pracht wegspülen.
Bis am Mittag mussten am Flughafen Zürich wegen des vielen Schnees 25 Flüge annulliert worden. Betroffen waren 11 Abflüge und 14 Ankünfte. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass noch weitere Flüge ausfallen, sagt Mediensprecherin Jasmin Bodmer (s. Video unten). Immerhin sei Zürich ein wintererprobter Flughafen, die Räumungsequipen – über 300 Personen – seien seit dem frühen Morgen im Einsatz. Bodmer betont, dass der Flughafen Zürich noch nie wegen Schnees schliessen musste.
Infografik Der weisse TodSo entstehen SchneeflockenWintertipps für Automobilisten Tragischer SkiunfallDer Neuschnee lockte am Wochenende viele Menschen zum ersten Mal auf die Skipiste. Für einen 39-jährigen Holländer endete dies tödlich. Er verunfallte am Samstag in der Jungfrauregion abseits der markierten Pisten. Die mit dem Helikopter eingeflogene Ärztin konnte nur noch den Tod des Skifahrers feststellen.
Der Mann war gegen 14 Uhr zusammen mit einem Kollegen von der Station Eigergletscher aus einen unpräparierten und unmarkierten, steilen Hang hinuntergefahren. Plötzlich verloren sich die Männer aus den Augen, wie die Berner Kantonspolizei am Montag mitteilte. (sda) Nahe an Rekorden
Laut Peter Pöschl von SF Meteo bewegen sich die Schneehöhen an verschiedenen Stationen im Mittelland nahe an Rekordwerten der vergangenen dreissig bis fünfzig Jahre. «In Glarus hat es derzeit sogar so viel Schnee wie seit 1969 zu dieser Jahreszeit nicht mehr», sagte der Meteorologe auf Anfrage.
Auch in Zürich und an anderen Orten im Flachland seien die Werte nahe am Rekord. «Wenn es dort bis Dienstagabend noch mal fünf bis zehn Zentimeter schneit, werden verschiedene Stationen Rekorde vermelden können», sagte Pöschl. In den Bergen seien die Schneehöhen dagegen durchschnittlich für diese Jahreszeit. (sda)
Im Durchschnitt hätten die Flüge heute Montag rund eine Stunde Verspätung gehabt. Dennoch empfiehlt Bodmer Reisenden, sich regelmässig über den Status ihres Flugs zu informieren und bei Bedarf die Fluggesellschaft zu kontaktieren.
Jasmin Bodmer, Mediensprecherin des Flughafens Zürich
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Fahrplanwechsel trotz Schneefall ohne Probleme
Trotz den kräftigen Schneefällen der letzten Stunden hat der neue SBB-Fahrplan am Montagmorgen die Feuerprobe bestanden: Es kam zu keinen grossen Problemen. Nur vereinzelt gab es kleine Verspätungen aufgrund des Winterwetters, melden die SBB.
«Alles ist gut verlaufen, nur der Schnee und die Kälte führten zu kleinen Problemen», sagte SBB-Sprecherin Patricia Claivaz am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Einige Trittbretter der Züge hätten nicht ausgefahren werden können, ein paar Weichen hätten enteist werden müssen. Zudem habe das Aufheizen der Lokomotiven zum Teil länger gedauert.
Deshalb sei es zu kleineren Verspätungen von maximal 15 Minuten gekommen - vor allem in den Kantonen Wallis, Freiburg und Genf. In der Deutschschweiz seien «keine nennenswerten Probleme» aufgetreten, sagte Claivaz. Der wirkliche Test habe aber ohnehin in der Romandie stattgefunden, wo es zu den grössten Fahrplanänderungen seit der Einführung der Bahn 2000 kam.
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
Neuer Schneefall bis ins Flachland
Die Schneedecke wächst und wächst. Letzte Nacht hat es entlang der Alpen wieder 30 Zentimeter Neuschnee gegeben. Im Flachland waren es 10 bis 15 Zentimeter, die sich auf die bis zu 30 Zentimeter legten, die am Wochenende gefallen sind.
Nach den Schneefällen von letzter Nacht und heute Morgen gibt es am Vormittag und Mittag eine Pause, sagt Roger Perret vom Wetterdienst MeteoNews gegenüber 20 Minuten Online. «Das gibt etwas Zeit zum Schneeschaufeln.» Am Nachmittag gehe es aber schon wieder weiter, im Flachland sind weitere 5 Zentimeter Neuschnee zu erwarten.
In der Nacht wird die Schweiz noch weisser
In Zürich liegen Teile des öffentlichen Verkehrs lahm. Zwei Buslinien sind vorübergehend ausser Betrieb, verschiedene Bus- und Tramlinien verkehren in unregelmässigen Abständen. Ein Leser-Reporter meldet aus Zürich-Oerlikon: «Hier stehen sieben Trams und fast so viele Busse im Stau. Nichts geht mehr. Wir wurden per Tram-Durchsage dazu aufgefordert, zu Fuss weiterzugehen.»
Im Strassenverkehr ist also nach wie vor Vorsicht angesagt. MeteoNews empfiehlt, für den geplanten Weg unbedingt mehr Zeit einzurechnen, den Fahrstil den Strassenverhältnissen anzupassen oder notfalls ganz auf das Auto zu verzichten.
Die Lawinengefahr in den Alpen ist nach wie vor hoch: Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) spricht von einer «erheblichen» Lawinengefahr im gesamten Alpenraum. In Engelberg gerieten am Sonntag elf Freerider in eine Lawine, in Verbier wurde eine Person bei einem Lawinenniedergang verletzt.
Bis am Donnerstag bleibt es bitterkalt
Die kommende Nacht dürfte ähnlich aussehen wie die letzte. Im Flachland fallen noch einmal 10 bis 30 Zentimeter Schnee. Am Dienstag ist vorerst Schluss mit Neuschnee. Bitterkalt bleibt es jedoch bis am Donnerstag, die Temperaturen steigen im Norden nicht mehr über den Gefrierpunkt – am Donnerstagmorgen wird es gar bis zu Minus 15 Grad kalt. «Immerhin scheint am Mittwoch die Sonne», sagt Perret.
Am Wochenende dürfte dann die Schneepracht weggespült werden: «Am Samstag, Sonntag und Montag regnet es, und zwar nicht wenig», so Perret. Es werden Temperaturen von 2 bis 5 Grad über Null erwartet.
(rey/jam)
Der Wintereinbruch ist besonders in erhöhten Lagen massiv. Die Winter der letzten Jahre passen gut zum aktuellen Klimaszenario: Der zunehmende Vorstoss arktischer Kaltluft in unsere Breiten, aufgrund des massiven arktischen Meereisverlust der letzten Jahre. Der Eisverlust in der warmen Jahreszeit ist schlicht dramatisch, und viel schneller als erwartet. So hatte es diesen Sommer 45% weniger Eis als in den 80er. Die 6 eisärmsten Jahre fanden alle in den letzten 6 Jahren statt! Deswegen gibt es keinen Weltuntergang, aber unser Wetter wird def. tougher. Der viele Schnee gehört noch zum harmlosen – Vortex
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Alle 109 Kommentare

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Audi
Wunderbares Quattro-Wetter... :-))
Jep!
Da bin ich ganz deiner Meinung.. :-)
schnee gehört dazu
dann gibts halt mal schnee und verspätungen, ebenso mit dem zug, bus, tram sowie mit dem auto. was ist daran so schlimm?? an alle die sich ständig wegen allem aufregen: wieso so ein stress, das wetter kann man nicht beeinflussen!
schneeregen
wieso kann der schnee nicht einfach liegen bleiben..schade.