Bessere Förderung

21. März 2018 14:29; Akt: 21.03.2018 18:01 Print

Bund erkennt Potenzial der Game-Industrie

Computerspiele sind für den Bundesrat digitale Kulturgüter. Die Branche in der Schweiz soll mehr Unterstützung bekommen.

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Ein Virtual-Reality-Brillenträger an der Zurich Game Show im Oktober 2017. (Bild: Keystone/Christian Merz)

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Das kulturelle Potenzial der Game-Industrie in der Schweiz ist nach Ansicht des Bundesrates gross. Um die Branche zu fördern, schlägt der Bundesrat in einem Bericht daher verschiedene Massnahmen vor.

Als digitale Kulturgüter seien Games Träger neuer Formen des kreativen und des technologischen Schaffens, argumentiert der Bundesrat. Er attestiert ihnen ein grosses Innovationspotenzial, sowohl in kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Mit dem am Mittwoch verabschiedeten Bericht erfüllt er ein Postulat von alt Nationalrätin Jacqueline Fehr (SP/ZH).

Fördersystem verbessern

Angesichts des Potenzials will der Bundesrat die noch junge Branche stärker fördern. Diese bringe zwar hochwertige Produkte hervor, quantitativ sei die jährliche Produktion aber hierzulande noch bescheiden. Um dies zu ändern, setzt der Bundesrat bei der Kulturstiftung Pro Helvetia an, die seit 2010 die Branche bereits fördert.

Diese soll ihr Fördersystem verbessern und langfristig weiterführen. Besser einbinden will der Bundesrat auch die Industrie. Er will eine bessere Integration der Entwickler von Computerspielen ermöglichen. Gestärkt werden soll zudem die internationale Promotion der Schweizer Games.

Als weitere Massnahme sieht der Bundesrat eine finanzielle Unterstützung der Berufsverbände in der Game-Branche. Schliesslich sei auch eine systematische Datenerhebung erforderlich, um Grundlagen für die Förderpolitik zu schaffen.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jb2 am 21.03.2018 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Junge branche?

    Junge branche? Ich spiele seit 25 jahren videospiele. Wenn jemand im jahr 2000 die branche noch als jung bezeichnet hötte, ok... aber 2018? Schon seit einigen jahren hat die game industrie die filmindustrie bezüglich umsatz überholt. Die gameindistrie als jung zu bezeichnen ist lso recht abwägig.

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  • Gamer am 21.03.2018 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Typisch Schweiz. Erkennt man erst viel zu spät wenns nicht mehr viel bringt und Jahre hinterher hinkt. In 30 Jahren kommt dann das erste mal der Begriff E-Sport im Parlament an

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  • S.B. am 21.03.2018 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Kunst

    Wurde aber auch Zeit! Games sind technische und philosophische Meisterwerke (nicht alle). Genau wie Filme auch.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Igel am 21.03.2018 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    Schweizer sind gar nicht fähig Games wie Hitman Elders Crolls Witcher Skyrim Tomp Raider und so weiter zu machen. Da braucht es ganz andere Konzerne um sowas zu bewältigen.

  • Julian K. am 21.03.2018 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich helfe gerne 

    Na Schweiz ich als Gamer helfe gerne hättet auch ruhig früher kommen können

  • Lara Craft am 21.03.2018 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spielen bis der Arzt kommt

    Da werden sich die Psychotherapeuten aber freuen. Für zukünftige Sucht-Patienten ist also bereits in grosser Zahl vorgesorgt. Well done.

  • Schweizer am 21.03.2018 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz

    Wenn man mir sagt, die Welt geht unter, dann bleibe ich in der Schweiz. Weil: Hier passiert alles zwanzig Jahre später.

  • Maik am 21.03.2018 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blitzmerker...

    Wow, hatt die überalterte schweizer Regierung auch schon geschnallt. Nur so ein Vierteljahrhundert zu spät.... Um jetzt noch etwas zu erreichen muss ordentlich was gemacht werden. Ich hoffe es tut sich was und in einigen Jahren können wir mit den Firmen in den Staaten mitmischen. Potential, Talent und Ambition ist ist genug da.