Frauenquote

05. Januar 2018 13:07; Akt: 05.01.2018 13:21 Print

Feministinnen weibeln mit «Bundesrätinnen»-Trikots

Nächste Woche stimmt die zuständige Kommission über eine Frauenquote im Bundesrat ab. Feministinnen weibeln mit «Bundesrätinnen»-Trikots für ein Ja.

«Die Aufstellung ist matchentscheidend»: Das gilt laut der Organisation nicht nur im Fussball, sondern auch für den Bundesrat. (Video: Alliance F)
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Nachdem mit Isabelle Moret bei der jüngsten Bundesratswahl zwar eine Frau zur Verfügung stand, stattdessen aber der Tessiner Ignazio Cassis gewählt wurde, flammte die Geschlechterfrage erneut auf. Nationalrätin Maya Graf (Grüne) reichte daraufhin eine parlamentarische Initiative ein, mit der sie in der Verfassung den Anspruch der Sprachregionen auf eine Vertretung im Bundesrat um die angemessene Repräsentation der Geschlechter ergänzen will. Demnach müsste der Bundesrat zur Hälfte aus Frauen bestehen.

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Braucht es eine Frauenquote im Bundesrat?

Bevor die Staatspolitische Kommission nächste Woche über die Forderung befindet, macht die Organisation Alliance F mit einer Aktion Druck. In einem Video (siehe oben) heisst es, die Aufstellung sei nicht nur im Fussball, sondern auch in der Politik «matchentscheidend».

«Es bräuchte auch eine Geschlechterkonkordanz»

Um diese Botschaft zu unterstreichen, verteilt Alliance F am Tag der Abstimmung «Bundesrätinnen-Trikots» vor dem Bundeshaus und ruft dazu auf, für ein Teamfoto zu posieren. «Unser Bundesstaat beruht auf Quoten, man nennt das einfach anders: Konkordanz. Es bräuchte auch eine Geschlechterkonkordanz», begründet Kathrin Bertschy, Co-Präsidentin von Alliance F, die Forderung.

Die «angemessene Vertretung» der Frauen im Bundesrat dürfte im bürgerlich dominierten Parlament indes wenig Chancen haben. Nur 23 Politiker aus dem links-grünen Lager unterzeichneten die Initiative von Maya Graf. Die Argumentation der Gegner: «Das Geschlecht ist für mich kein Kriterium. Ein Bundesrat oder eine Bundesrätin muss inhaltlich überzeugen», sagte etwa SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann. Sie ist überzeugt: «Ist eine Frau kompetent und kann überzeugen, marschiert sie ohne Probleme in den Bundesrat.»

(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kevin am 05.01.2018 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauen wollt ihr das?

    Glaubt Ihr Emanzen ernsthaft dass irgendjemand respekt für eure Arbeit zeigt wenn ihr mittels Quoten einen Job erlangt und nicht wegen den Fähigkeiten? Wenn schon Quoten dann überall auch bei den unangenehmen Berufen, aber das wollen die Quoten Frauen nicht

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  • Zimboo am 05.01.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Katzenjammer

    Die Qualifikation und die politische Zusammensetzung ist wichtig, nicht das Geschlecht! Was nützt uns eine Quote wenn der Bundesrat nicht funktioniert. Qualität vor Quote!

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  • Legolas am 05.01.2018 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Quoten sind undemokratisch

    Quoten sind auf politischer Ebenen das undemokratischste was es überhaupt gibt. Man ist gezwungen jemanden aufgrund seines Geschlechts zu wählen, auch wenn die fachliche Qualifikation gar nicht vorhanden ist. Solche Spässe kann man ja von mir aus in der Privatwirtschaft machen aber doch nicht in einer Landesregierung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • esser am 06.01.2018 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Graf??

    diesen vorstoss kann ich nicht ernst nehmen. " Demnach müsste der Bundesrat zur Hälfte aus Frauen bestehen." bei 7 bundesräten?? wie stellt sie sich das vor? 3 männer 3frauen und eine transe oder was?

  • hucki am 06.01.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    man könnte

    den gesamten BR geschlechtsneutral durch Roboter ersetzen, das Nicken und Bücklinge machen kann man ja programmieren.

  • Soomy am 06.01.2018 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feminismus

    Hilfe! Führen wir doch eine 50/50 Quote ein, ist doch egal ob es dann auch qualifizierte Politikerinnen sind oder nicht. Hauptsache Frauen! Mache wir das am besten überall so auch in der freien Marktwirtschaft. Sehen wir dann was passiert.

  • Philipp74 am 06.01.2018 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich finde die Idee super!

    3 Frauen, 3 Männer und ein bioveganes Genderneutrales! Heist es eigentlich der oder die Genderneutrale?

    • meme-economist am 06.01.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

      Genderfluider Bundesrat

      Das ist alles viel zu kompliziert und unflexibel. In den Bundesrat gehören 7 genderfluide Personen. Je nach Stimmung sind es halt dann Frauen, Männer, Hunde oder Katzen.

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  • Rockpower am 06.01.2018 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viel wichtiger

    wie wär's mit einer Ü-50-Quote? Das würde mehr Sinn machen...