Bundesrats-PK

23. Mai 2018 13:43; Akt: 23.05.2018 15:50 Print

Guy Parmelin erklärt den Kampfjet-Milliardenplan

Die Botschaft ist klar: Die Schweiz braucht neue Kampfjets und Luftabwehr. Nun schickt der Bundesrat die Beschaffungspläne in die Vernehmlassung.

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Für bis zu 8 Milliarden Franken will der Bundesrat bis ins Jahr 2030 neue Kampfjets und eine neue Luftabwehr kaufen. Der Name des Programms: «Air2030».

Für Verteidigungsminister Guy Parlemin hat das Geschäft oberste Priorität: Die F/A-18-Jets erreichten 2030 das Ende ihrer
Nutzungsdauer, die Tiger F-5 können schon heute nur bei Tag und gutem Wetter starten – und wären «gegen einen
modernen Gegner chancenlos», wie es in der Medienmitteilung vom Mittwoch heisst. Die bodengestützte Luftverteidigung (Bodluv) habe zudem Defizite bei der Reichweite.

Den Grundsatzentscheid zu «Air2030» hat der Bundesrat bereits im November gefällt. Im März konkretisierte er das Geschäft – und kündigte an, dass es dem fakultativen Referendum unterliegen soll. Heisst: Kommen genügend Unterschriften zusammen, wovon armeekritische Kreise ausgehen, stimmt das Volk über die 8 Milliarden ab.

Nun eröffnet der Bundesrat die Vernehmlassung. Bis am 22. September 2018 haben Interessengruppen und -organisationen Zeit, sich zu äussern.

(hal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A. Belenz am 23.05.2018 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Armee ja/nein

    Jeder ehemalige Armeeangehörige kann sich zumindest vorstellen, dass ein Heer ohneLuftwaffe ziemlich nutzlos dastehen wird. Ergo, will man eine Armee, die sich im Ernstfall zumindest notdürftig zu verteidigen weiss, braucht es eine ausreichend ausgerüstete Luftwaffe. Im Prinzip hiesse die Abstimmungsfrage folgerichtig: Wollt Ihr eine der Neutralität und dem Schutze der Schweizer Bevölkerung verpflichtete Armee?

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  • Jonny am 23.05.2018 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das technische Wissen für die Schweizer Wirtschaft

    Bitte nun endlich Nägel mit Köpfen machen. Die Schweiz ist und soll neutral sein. Aber Bewaffnet neutral. Nur so bleiben wir glaubwürdig. Eines darf man nicht vergessen. Wir hoffen alle dass es diese Waffen nie braucht. Aber das immense technische Wissen das unsere Wirtschaft daraus lernt kann um ein mehrfaches wieder im zivilen Bereich genutzt werden. Man muss also keine Kriegsgurgel sein, darf so mit ruhigem Gewissen ja sagen.

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  • F. Lügzüg am 23.05.2018 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Gegengeschäfte

    Verträge für Gegengeschäfte und Nachrüstungsoptionen bitte in harter Währung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Drizzt am 25.05.2018 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer dieses die Feinde sind überall...

    Man ist Neutral und gibt sich als Mediator aus kauft und verkauft aber Kriegsgerät in der Grössenordnung von 3 kleineren EU Staaten. Ein Moderner Feind Macht euch doch mal Gedanken... wenn jemand mit einem Jet in Unseren Luftraum eindringt und uns bombardieren möchte, bis unsere in der Luft sind ist der Feind eh schon wieder weg... 4-8 Jets um zivile Flieger zum Landen zu zwingen, ok... bei 8 Jets + Übungs Flieger + Simluatoren und 32 Piloten sollte auch ein 24h betrieb möglich sein. Der kaum mehr als 2 Mia kosten würde bei Beschaffung.

  • Butzimaa am 25.05.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Flügerli für Hobbypiloten?

    Es hat noch nie jemand glaubhaft erklärt warum die Schweiz überhaupt Flügerli braucht. Von den momentan 20 Flügerli sind ganze 6 einsatzfähig. Abschiessen von anderen Flugzeugen ist wegen der Bevölkerungsdichte nicht möglich und mit 6 bis maximal Flügerli erschrecken wir niemanden. Österreich, Luxemburg, Liechtenstein, Andorra, Dänemark und viele andere Länder haben auch keine Kampfjets, aber die Schweiz braucht diese Spielzeuge, für wen? Für unsere Hobbypiloten?

    • roger am 26.05.2018 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Butzimaa

      Österreich verfügt über Eurofighter, Dänemark über F16, Luxenburg ist Nato-Mitglied, Andorra hat Verträge mit Frankreich und Spanien, da bleibt einzig Liechtenstein. Es geht bei der Beschaffung auch nicht um das erschrecken von irgendjemand, da bräuchte es wesentlich mehr Flugzeuge, sondern um die Sicherstellung der Lufthoheit in Friedenszeiten. Auch ist die Aussage betreffend der Anzahl Flugzeuge falsch, die Schweiz besitzt heute 30 FA18 und 20 F5 (der Rest ist eingelagert). Sag mal, hast Du auch etwas beizutragen, das stimmen würde?

    • Nutzlos am 27.05.2018 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @roger

      Die Lufthoheit in Friedenszeiten ist kompletter Quatsch. Zuerst Fliegt der vermeintliche Angreifer über Europa und wenn die Schweiz erreicht ist, ist dieser bereits wieder ausser dem Land. Wer etwas zerstören will, zum Beispiel das Bundeshaus kann das auch ohne Flieger tun. Nutzloses Spielzeug für die Armee, deren Kompetenz nicht einmal für eine geordnete Grenzsicherung reicht.

    • roger am 28.05.2018 21:55 Report Diesen Beitrag melden

      Bei der Wahrheit der Lufthoheit

      geht es nicht darum nur in Kriegszeiten zu handeln. Was da zu tun ist, ist geregelt im Chicago Abkommen. Mit 20 Fliegern verteidigt man sich nicht, sondern das ist eine Flotte für Friedenszeiten.

    • Drizzt am 31.05.2018 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @roger

      Ein Land wie unseres sollte in Friedenszeiten die 5 Mia besser für anderes als 20 Flugis bereitstellen. Friedensförderung? Friedenssicherung durch die Schweizer-Armee. Wann beginnt man zu verstehen das Frieden nur ohne Kriegsgerät auf Dauer möglich ist?! Das ein Katapult auf den Burg Turm gehört ok aber für was brauchen wir Drachen für unsere kleine, unbedeutende Burg?

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  • Rolf am 24.05.2018 21:54 Report Diesen Beitrag melden

    Eigene CH-Armee + Luftwaffe

    Die CH braucht keinen EU-Diskrimnierungs-Anpassungs-Einheitsbrei-Diktatur von A-Z welche uns sagen was wir tun oder lassen sollen. Der CH-BR / CH-Regierung muss entlich die richtigen Zeichen bei den Bilateralen-EU-Verhandlungen setzen und gegen unangebrachte Sanktionen mit sofortiger Kündigungen der Bilateralen-EU-Verträge auch so vereinbaren, ohne jeglicher Nachvorderungen wie bei den Engländern.

  • Wadenbeisser am 24.05.2018 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wissen es am besten .

    Wissen die eigentlich um was es geht, haben absolut keine Kriegserfahrung aber wissen tun alle BR es am besten !

  • Maria Wolf am 24.05.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts bekommt er!

    Ein Bundesrat der bereit ist das Volk durch die EU entwaffnen zu lassen (jeder der bei der letzten ProTell GV da war, weiss wovon ich spreche), bekommt von mir GAR NICHTS, nicht mal einen Papierflieger.