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16. Juli 2017 17:40; Akt: 16.07.2017 17:40 Print

CVP fordert Kostenbremse bei Krankenkassenprämien

Nach der SP will nun auch die CVP gegen stetig steigende Gesundheitskosten vorgehen. Konkrete Massnahmen hat sie aber noch nicht ausgearbeitet.

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Die Parteileitung der CVP will den Delegierten Ende August einen Vorschlag unterbreiten. Mit einer Initiative will sie gegen die jährlich steigenden Gesundheitskosten vorgehen, schreibt die «NZZ am Sonntag». Das Wachstum soll automatisch begrenzt werden. Somit müssten Bund und Kantone Massnahmen ergreifen, sobald die Prämien in einem Jahr mehr als ein bestimmter Prozentsatz steigen. «Wir wollen die Behörden verpflichten, endlich etwas gegen die Kostenexplosion im Gesundheitswesen zu tun», sagt Ständerat Erich Ettlin zur Zeitung. «Es darf einfach nicht sein, dass die Prämien auch in den nächsten zehn Jahren jedes Jahr um 4 bis 5 Prozent steigen.»

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In einer Resolution hält die CVP-Spitze fest, dass alle Beteiligten im Gesundheitswesen zur Kostensteigerung beitragen würden – also Patienten, Ärzte, Spitäler, Pharmaindustrie und Kantone. Zwar sei allen klar, wie man gegen den Anstieg vorgehen könne, durch die Politik seien ihnen aber die Hände gebunden. «Es ist frustrierend, wie wir uns bei diesem Thema im Kreise drehen», so Ettlin.

SP will Prämien ans Einkommen koppeln

Die CVP hat dem Parlament in der Vergangenheit bereits mehrere Ideen zu diesem Thema unterbreitet, der Erfolg blieb bisher aber aus. Nun will sich die Partei die Unterstützung aus dem Volk holen. Sollten die Delegierten zustimmen, dürfte der Initiativtext bis Ende Jahr stehen. Welche Massnahmen der Parteileitung vorschweben, ist aber noch unklar.

Die CVP steht mit ihrem Begehren nicht alleine da. Nebst anderen Parteien will auch die SP gegen den stetigen Anstieg der Gesundheitskosten vorgehen. Ihre Pläne sind konkreter als jene der CVP: Die Initiative der SP verlangt, dass die Krankenkassenprämien in einem Haushalt nicht mehr als 10 Prozent des Einkommens ausmachen dürfen. Damit müssten die Beiträge des Bundes an die Prämienverbilligung und die Steuerabzüge für die Prämien erhöht werden.

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schnupper am 16.07.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obergrenze schon überschritten

    Gute Idee, nur ist die Obergrenze schon länger überschritten. Bitte daran denken. Heutige Prämien minus 15-25 Prozent wäre eine sinnvolle Obergrenze.

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  • Willy am 16.07.2017 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Parallelimport und Leistunsreduktion

    Wir kriegen diese Prämien nie mehr in den Griff, wenn wir nicht konsequent erstens den Parallelimport ermöglichen und zweitens die Leistungen drastisch reduzieren. Was nützt es, das Beste Gesundheitssystem zu haben, wenn wir es nicht mehr bezahlen können

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  • Mythenmetz am 16.07.2017 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt!

    Sagt doch schon wieder alles "keine konkreten Massnahmen" ... wow. Hätte auch so viele Ideen, aber keine wirklichen konkreten Massnahmen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Josef der Zimmermann am 17.07.2017 23:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles nur Sprüche

    Der Titel reicht doch schon. Wir wollen das ändern, wissen aber nicht wie. Wertlos. Reine Stimmenfängerei.

  • Skipper1 am 17.07.2017 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum hat die SVP keine Vorschläge?

    Könnte es damit zusammen hängen, dass der Sohn eines bekannten SVP Politiker hilft, mit seiner Zulieferfirma für die Pharmaindustrie, das Familenvermögen pro Monat um 1 Milliarde wachsen zu lassen? An gesunden Menschen verdienen die Ärzte und die Pharmaindustrie kein Geld. Die Wirtschaft, inkl. Pharma und den Banken haben das Diktat in Bern schon lange übernommen. Ein Maffiaähnlicher Filz.

  • Urs Baur am 17.07.2017 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ach woher!!!

    Seit Langem steigen die Prämien seit Jahren wird gejammert, gefordert und darauf aufmerksam gemacht. Was ist passiert? Nix, was wird passieren, Versicherungen seitens der Politiker "wir kriegen das in den Griff!" aber schlussendlich wird nichts aber auch gar nichts passieren! Ein kollektives Versagen der gesamten Politik, von Links nach Rechts!

  • Realist am 17.07.2017 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Ding der Unmöglichkeit

    Alle Grossparteien von links bis rechts vertreten ausschliesslich die Interessen der Gutverdienenden aufwärts. jetzt soll mir mal einer dieser Politiker erklären, wie man die Krankheitskosten und KVG-Prämien senken könnte ohne dass Löhne gesenkt oder Leute entlassen werden müssen!

  • bubu am 17.07.2017 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    unsere Volksvertreter

    Ich möchte einmal genau aufgelistet sehen welche Posten anfallen und wieviel, wo hin fliessen und warum diese jeweils aufschlagen. Und wann wird endlich eine hohe Strafgebühr verlangt, wenn wegen kleinen "Bobos" in den Notfall gerannt wird. Weiter glaubt nicht dass möglichst viele nur noch ambulant behandelt werden könnten (unverantwortlich). Dahinter stecken unsere lieben Kantonalpoliker welche die Kosten auf dem Bukel des Prämienzahlers sparen wollen. Die Kantone bezahlen in diesem Fall nämlich gar nichts.