Wissenschaftlich untersucht

17. Juni 2013 07:19; Akt: 17.06.2013 09:32 Print

Das sind die schönsten Parlamentarier

von Lea Harmann/dp - SP-Ständerätin Pascale Bruderer und FDP-Nationalrat Fathi Derder sind die attraktivsten Politiker der Schweiz. Das zeigt eine wissenschaftliche Auswertung einer Schönheitsklinik.

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Wer sind die schönsten Politiker im Eidgenössischen Parlament? Diese Frage stellte sich Sascha Dunst, Chefarzt der Artemedic, Klinik für Plastische Chirurgie und Dermatologie in Olten. Er wertete die Gesichter aller 246 National- und Ständeräte nach bestimmten Attraktivitätsmerkmalen aus. Punkte bekam, wer unter anderem besonders volles Haar, dunkle Wimpern oder einen ebenmässigen Hautteint hat. Bei Frauen gilt ein relativ grosser Kopf, grosse Augen, ein kurzes Kinn und runde Wangen als attraktiv, bei Männern tiefe Brauen und starker Bartwuchs.

Den ersten Platz im Schönheitsranking belegt SP-Ständerätin Pascale Bruderer. Auf den zweiten Platz schafft es GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy, gefolgt von FDP-Nationalrätin Isabelle Moret und Tiana Angelina Moser (GLP). Die als Politbeauty bekannte SVP-Nationalrätin Natalie Rickli landet hingegen nur auf dem 14. Platz.

Kindchenschema

«Bruderer besticht durch ihre braune Haut, das schmale Gesicht, den weiten Augenabstand und die grossen Augen», sagt Dunst. Dies entspreche dem sogenannten Kindchenschema, das als attraktiv empfunden werde. Auch die langen dunklen Wimpern, die hohen Wangenknochen und die dünnen Augenlider würden zum schönen Erscheinen Bruderers beitragen.

Bei den Männern landet der Waadtländer FDP-Nationalrat Fathi Derder – Sohn eines Algeriers und einer Schweizerin – auf dem ersten Platz. Den zweiten Platz belegen SP-Nationalrat Matthias Aebischer, Lukas Reimann (SVP), Thomas de Courten (SVP) und Raphael Comte (FDP). Adrian Amstutz (SVP), Antonio Hodgers (GPS) und Andrea Caroni (FDP) liegen gemeinsam auf dem dritten Platz.

«Ein gutes Foto hilft im Wahlkampf»

Laut Schönheitschirurg Dunst spielt gutes Aussehen in der Politik eine immer wichtigere Rolle. «Schöne Menschen hält man für intelligent, sympathisch und vertrauenswürdig. In der Politik sammelt man so Pluspunkte», sagt Dunst (siehe Interview).

Und was sagen die schönen Gewinner zur Auswertung? Fathi Derder: «Ich habe schon immer gesagt, dass Pascale die schönste Frau in Bundesbern ist.» Er selber freut sich über sein gutes Abschneiden: «Auf dem ersten Platz zu sein ist sicher besser, als auf dem letzten Platz zu landen.» Bruderer wollte sich nicht zur Untersuchung äussern.

Karrieretreiber Schönheit

Für seine Qualitäten als Parlamentarier sei das Resultat zwar irrelevant, so Derder. Aber: «Es erleichtert vieles, wenn man gut aussieht.» Dem pflichtet die zweitschönste Parlamentarierin Bertschy bei: «Ein gutes Foto hilft natürlich immer bei einem Wahlkampf.» In der Politik aber zählten Inhalt und Strategie, so die 34-Jährige. Bei jungen Frauen könne ein gutes Aussehen auch kontraproduktiv sein. Ex-TV-Mann Matthias Aebischer dagegen findet, dass Erfolg mit der Persönlichkeit zusammenhängt: «Schön sein ist relativ.»


DIE RANGLISTE

Parlamentarierinnen
1. Pascale Bruderer (SP)
2. Kathrin Bertschy (GLP)
3. Isabelle Moret (FDP), Tiana Angelina Moser (GLP)
4. Karin Keller-Sutter (FDP)
5. Evi Allemann (SP)
6. Christa Markwalder (FDP)
7. Platz Céline Amaudruz (SVP)
8. Platz Barbara Schmid-Federer (CVP)
9. Platz Aline Trede (GPS)
10. Platz Yvette Estermann (SVP)

Parlamentarier
1. Fathi Derder (FDP)
2. Matthias Aebischer (SP)
Lukas Reimann (SVP)
Thomas de Courten (SVP)
Raphael Comte (FDP)
3. Adrian Amstutz (SVP), Antonio Hodgers (GPS), Andrea Caroni (FDP)
4. Caspar Baader (SVP)
Toni Brunner (SVP)
5. Werner Luginbühl (BDP)
6. Beat Jans (SP)
7. Thomas Minder (parteilos)
8. Hugues Hiltpold (FDP)
9. Lorenz Hess (BDP)
Laurent Favre (FDP)
10. Jacques Bourgeois (FDP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manuel am 17.06.2013 22:11 Report Diesen Beitrag melden

    Hallooooo?

    Yvette Estermann vor Natalie Ricklie??!!! WTF???

  • J. Meyer am 17.06.2013 22:39 Report Diesen Beitrag melden

    Relative Schönheit

    Schönheit ist relativ u ein Jeder hat da seine eigenen Vorstellungen. Schönheit nach einem Muster zu definieren bedeutet noch lange nicht, das diese Schönheit auch akzeptiert wird vom Gegenüber oder anderen Betrachtern. Und Schönheit im Parlament ist zweitrangig, denn Schönheit bedeutet noch lange keine polit. Qualitäten oder kann diese ersetzen. Aber es stimmt eben schon, im Wahlkampf macht sich ein schöneres Gesicht durchaus bezahlt. Zumindest kann ich es mir vorstellen.

  • Frosch am 17.06.2013 22:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer: Geschmacksache

    Kann mich bei den Plätzen 1 - 10 jetzt recht gut zurückhalten... Anscheinend spielt Madame Rickli in einer anderen Liga...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pat aus Basel. am 18.06.2013 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Politiker muss nicht Hübsch sein.

    Churchill war auch nicht Hübsch anzusehen trotzdem war er einer der besten Politiker aller Zeiten.Wollt ihr lieber solche Missen oder Mister Schweiz dort die nicht Wissen wo das Matterhorn ist.Dan aber gute Nacht Schweiz.

  • Peter am 18.06.2013 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    völlig logisch

    manch einer wundert sich dass keiner der politiker effektiv schön ist..dies liegt daran dass dies schon allein eine typenfrage ist..politiker sind eher die menschen die schon früher in der schule etwas die aussenseiter waren und die jeder gehänselt hat...die schönen menschen kümmern sich primär um sich selber und haben nicht die komische vorstellung die Welt verändern zu müssen/können...

  • Thom am 18.06.2013 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Perfekt ist nicht schön

    Etwas überspitzt über die Wissenschftliche Schönheit nachgedacht: Dunkle schmale Augenbrauen? Geschmacksache, zumindenst wenn dann alles abrasiert ist und die Augenbrauen nachgezeichnet sind. (ist bei Bruderer zum Glück nicht der Fall) Wenn ich schaue, wenn sogenant wissenschftlich die Schönste Person definiert wird, finde ich diese aber gar nicht hübsch. Aus meiner Sicht fehlt dann jeder Karrakter. Der Fehler macht eben den Indivitualismus und den Charme aus. Also wegg mit Wissenschaft und den eigene Geschmck wirken lassen.

  • K.l. am 18.06.2013 05:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schön???

    Also diese Bildstrecke hätte ich mir jetzt besser nicht angesehen... das ist mehr als deprimierend. Das ist erschreckend! Und das nicht nur im übertragenen Sinn :s

    • Dominik M.W. am 18.06.2013 06:30 Report Diesen Beitrag melden

      seh ich auch so

      Danke, ich dachte schon, ich sei der Einzige, der sowas denkt. Natürlich müssen Politiker nicht schön sein, sie müssen nur ihren Job machen, dennoch, eine Augenweide ist da niemand...

    einklappen einklappen
  • Beni Gautschi am 18.06.2013 02:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alles

    Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden. Ob schön, ansprechend, symphatisch, freundlich, reizend, usw. müssten da schon auch noch im Detail bewertet werden.