Umfrage

05. Januar 2018 05:50; Akt: 05.01.2018 09:10 Print

Diese SRG wünscht sich die Schweiz

von D. Pomper - Fast 90 Prozent wollen, dass es die SRG weiterhin gibt. Eine relative Mehrheit wünscht sich allerdings eine schlankere SRG mit einem kleineren Angebot.

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Wer über die No-Billag-Initiative streitet, landet unweigerlich bei der Frage: Wie zufrieden sind die Bürger eigentlich grundsätzlich mit der SRG? Ist ihr Angebot zu gross, zu klein oder genau richtig? Wie viel Geld sind die Schweizer bereit, für Billag-Gebühren zu bezahlen? Soll es in Zukunft überhaupt noch eine SRG geben, und falls ja, in welcher Form? Über 20'000 Personen aus der ganzen Schweiz haben an der gewichteten SRG-Umfrage von 20 Minuten teilgenommen (siehe Box). Lesen Sie hier, was für eine SRG sich die Schweiz wünscht.

Konsum

Am Morgen die Nachrichten auf SRF 1 hören und am Abend «Glanz & Gloria» und «Rundschau» schauen: 43 Prozent aller Befragten geben an, mindestens täglich Angebote der SRG zu konsumieren. Das Konsumverhalten unterscheidet sich allerdings je nach Altersklasse signifikant. Die über 65-Jährigen konsumieren am häufigsten täglich die Radio- und TV-Angebote von SRG (66%), 18- bis 34-Jährige am seltensten (27%). In dieser Altersgruppe schaut jeder Dritte mehrmals pro Woche ins Programm, jeder Fünfte weniger als einmal pro Woche und 12 Prozent weniger als einmal pro Monat. 8 Prozent geben an, nie SRG-Angebote zu konsumieren. Bei den über 65-Jährigen sind es 3 Prozent.

Zufriedenheit

43 Prozent sind insgesamt mit dem Programm von SRF zufrieden, 32 Prozent sind unzufrieden. Die Übrigen sind weder zufrieden noch unzufrieden oder konsumieren gar keine SRF-Sendungen. Je höher der Bildungsabschluss, desto zufriedener sind die Befragten mit dem SRF-Programm. Zwischen den verschiedenen Altersklassen zeigen sich dagegen kaum Unterschiede.

Neutralität der Berichterstattung

50 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass SRF insgesamt neutral und ausgewogen informiert. 35 Prozent finden, dass SRF insgesamt eine linke Agenda verfolgt. 3 Prozent meinen, SRF verfloge eine rechte Agenda. Je besser ausgebildet die Befragten, desto eher sind sie von einer neutralen und ausgewogenen Berichterstattung überzeugt.

Zukunft der SRG

Soll es die SRG auch in Zukunft noch geben? Diese Frage beantworten 89 Prozent mit einem Ja. Allerdings finden 45 Prozent: Die SRG sollte weiterhin existieren, aber in einer schlankeren Form mit einem kleineren Angebot. 34 Prozent wünschen sich eine SRG, die gleich gross ist wie bisher, 8 Prozent wollen eine SRG mit einem grösseren Angebot.

Erwartete Folgen der No-Billag-Initiative

Was bedeutet die No-Billag-Initiative für die SRG? Die Mehrheit glaubt nicht, dass eine Annahme das Ende der SRG bedeuten würde, obwohl die SRG explizit davor warnt.

Alternative Finanzierung?

Bereits spekulieren einige, dass bei einer Annahme der No-Billag-Initiative die Gebühren alternativ finanziert werden könnten. 45 Prozent der Befragten glauben, dass SRG-Konsumenten gezielt für die konsumierten Angebote bezahlen müssten. Ebenfalls 45 Prozent sind der Meinung, die Gebühren könne man über Werbeeinnahmen kompensieren. 25 Prozent finden, die Kantone könnten Subventionen entrichten, 21 Prozent sind der Meinung, SRG-Konsumenten könnten freiwillig eine Gebühr bezahlen. 13 Prozent sind überzeugt, dass niemand für die wegfallenden Gebühren aufkommen würde, weil es die SRG bei einer Annahme der Initiative gar nicht mehr gäbe. Auch die SRG betont: «Wird die Initiative angenommen, gibt es ein Lichterlöschen.»

Höhe der Billag-Gebühren

Ab 2019 beträgt die jährliche Gebühr 365 Franken. 63 Prozent finden: Das ist zu viel. 37 Prozent halten den Betrag für angemessenen oder wären sogar bereit, mehr dafür zu bezahlen. Nur 16 Prozent geben an, gar nichts zahlen zu wollen. Mehrheitsfähig wäre eine Gebühr von 200 Franken pro Jahr.

Am höchsten ist die Zahlungsbereitschaft bei den über 65-Jährigen, bei Grünen- und SP-Wählern, bei Uni-Absolventen und Westschweizern. Am tiefsten ist sie bei den 18- bis 34-Jährigen, bei SVP-Wählern und Deutschschweizern.

Sparen

79 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die SRG sparen sollte.

Sparen würden die Sparbefürworter am liebsten bei Unterhaltungsshows und teuren Eigenproduktionen. Bei Informationssendungen wie der «Tagesschau» würden dagegen gerade mal 4 Prozent den Rotstift ansetzen. Bei dieser Frage waren Mehrfachantworten möglich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chevas64 am 05.01.2018 06:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SRG NEU !!!

    Ganz klare Angstmacherei vor der Abstimmung.....

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  • R.B. am 05.01.2018 06:03 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Und da soll noch einer behaupten, die Buerger koennten nicht differenziert denken. Wenn man die Umfragewerte analysiert kann man eigentlich nur fuer die No-Billag Initiative sein. Sie ist der einzige Garant dafuer, dass der noetige Druck zur Veraenderung entsteht.

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  • tell am 05.01.2018 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommt wie es kommt!

    Das wird eng für die SRG! Mal schauen!! Und wie es auch immer ausgeht! Irgend etwas wird denen schon einfallen um den Volkswillen zu untergraben!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • R.B.0504 am 05.01.2018 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur so geht's

    Naja ich bin der Meinung das jedes Geschäft selber schauen muss das er rendiert! Wenn die nicht fähig sind gehen Sie Pleite, weil das passiert mit jedem Geschäft auch so. Jeder muss für sein Geld hart arbeiten aber wenn's einfach so kommt gibt man sich keine Mühe! Also Ja zur Abschaffung der Billag !! Dann sind die riesen Löhne der Chefs gefordert selbst das Geschäft in den schwarzen Zahlen zu halten.!! Das sollte man bei der KK auch machen !!

  • Zadak36 am 05.01.2018 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    79% sind nur eine relative Mehrheit?

    79% sind eine relative Mehrheit? Man hätte auch schreiben können 90% wollen dass die SRG weiter existier aber 79% wollen eine kleinere SRG. Warum sind die 79% die eine kleinere SRG wollen eine Relative Mehrheit? nennt man das nicht absolut klare Mehrheit von 79% ?

  • Zadak36 am 05.01.2018 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum kein Abo?

    Es wollen doch über 40% die SRG weiter konsumieren und also auch bezahlen. Die können ein Abo lösen, das bringt ca 500 Millionen. Warum wird so getan als wenn nicht alle SRG bezahlen und konsumieren die SRG nicht existieren kann? Mit 500 Millione plus Werbeeinnahmen sollte es möglich sein in allen Landessprachen ausreichen zu informieren. Warum wurde dieser oder ein anderer Gegenvorschlag von keiner Seite gemacht? Diese Arroganz wird dazu führen dass die Initiative wohl sehr deutlich angenommen wird.

  • Divico am 05.01.2018 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also...es ist doch so...

    ...wenn die Dienstleistungen der SRG derart gut sind, dann finden sich doch bestimmt genügend Abonnenten, welche diese Zwangsgebühr freiwillig bezahlen wollen. Das die SRG das Abomodell auf freiwilliger Basis NICHT will, lässt vermuten, dass die SRG genau weiss, dass sie mit ihrem Programm niemals genügend frewillige Abonnenten gewinnen kann um diese überteuerten Moloch mit grottenschlechtem Programm finanzieren zu können. GENAU DARUM ein kräftiges JA zur No-Billag. Tote Pferde sollte man nicht weiter reite. Merci

  • Kunigunde am 05.01.2018 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Yes we can! No-Billag!

    Das was die SRG ausstrahlt, hauptsächlich TV, hat mich noch nie gross interessiert. Ich persönlich wäre sogar bereit die BILLAG weiter zu bezahlen, jedoch müsste sich enorm was ändern. Z.b. neue Sender, Sport, Filme.. Ansonsten wäre man ja, ohne BILLAG, mit einem PayTV Anbieter günstiger dran und man hätte grössere Auswahl.