Anpassung gefordert

07. März 2018 07:53; Akt: 09.03.2018 10:44 Print

So hoch sollen die Bussen für Velofahrer werden

Ein Rotlicht zu missachten kostet Autofahrer 250 Franken – Velofahrer zahlen nur knapp einen Viertel so viel. Nun sagen 70 Nationalräte den lockeren Velobussen den Kampf an.

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Velofahrer foutieren sich oft um bestehende Verkehrsregeln. In einer Studie der Axa-Winterthur geben 80 Prozent der Befragten an, teils auf dem Trottoir zu fahren. Rund die Hälfte setzt sich unter Alkoholeinfluss aufs Fahrrad.

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Solches Fehlverhalten schlägt sich in der Statistik nieder: 2016 wurden auf Schweizer Strassen 854 Velofahrende schwer verletzt, 24 starben. Oft sind die Velofahrer selbst die Unfallverursacher.

Bussen seit 1996 nicht angepasst

Gerade ältere Menschen würden oft Opfer von Velorowdys, sagt FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann im «Tages-Anzeiger». Um diese abzuschrecken, möchte er die Bussen für Radfahrer erhöhen.

Die Missachtung eines Rotlichts kostet einen Autofahrer 250 Franken, Velofahrer zahlen nur 60 Franken. Letztmals wurden laut dem Bundesamt für Strassen (Astra) die Bussen für Radfahrer im Jahre 1996 angepasst.

Gleichbehandlung der Verkehrsteilnehmer

Über 70 Nationalräte aus FDP, SVP und CVP unterzeichneten Portmanns parlamentarischen Vorstoss, der die Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer bei Verletzung der Verkehrsregeln fordert. Die Bussen für Velo- und Autofahrer sollen also gleich hoch werden (siehe Bildstrecke). Die grosse Kammer behandelt das Geschäft voraussichtlich diesen Donnerstag.

Pro-Velo-Präsident Matthias Aebischer hat kein Verständnis für diesen Vorstoss. Das Problem sei vielmehr, dass Radfahrer insbesondere in den Städten zu wenig für sie ausgeschilderten Platz im Strassenverkehr hätten. Zudem gebe es unter allen Verkehrsteilnehmern Rowdys.

Übernommen von Tages Anzeiger, bearbeitet von 20 Minuten

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Demokrat am 07.03.2018 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir auch Zeit

    Das wird aber auch Zeit dass man im Parlament mal darüber diskutiert. Ich hoffe auf eine Anpassung und verschärfte Kontrollen. Es ist zum Teil haarsträubend wenn man gewisse Fahrmanöver von Radfahrern beobachtet...

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  • Carl am 07.03.2018 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    recht so

    Das unterstütze ich sogar auch als Velofahrer. Nur schon als Fussgänger in der Bahnhofstrasse Zürich hat man täglich einen Spiessrutenlauf, obwohl meist ein allgemeines Fahrverbot ist.

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  • Donna M. am 07.03.2018 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Die Ausrede von zu wenig Platz, Hr. Aebischer zieht nicht. Würden sich die Radfahrer korrekt verhalten, anstatt überall vor oder durchdrängen, gäbe es sicher weniger Probleme. Es wird Zeit, dass mal richtig darüber diskutiert wird. Allerdings, ob höhere Bussen gewisse Velofahrer, die Rücksichtslos umherkurven, davon abhalten, wage ich zu bezweifeln.

Die neusten Leser-Kommentare

  • WiulhelmTell41150 am 02.04.2018 21:54 Report Diesen Beitrag melden

    da müsst ihr früher aufstehen!

    da müsste aber die Polizei die fehlbaren Velofahrer zuerst mal erwischen! In der Regel fahren die viel zu schnell und nicht gesetzeskonform, z.b. auch in Einbahnstrassen etc. Möchte wissen, wie die Gas geben, wenn sie durch die Polizei verfolgt werden. Velos haben kein Kennzeichen mehr, auch brauchts keine Fahrbewilligung. Velofahren kann jeder, ob er das Gesetz kennt oder nicht.

  • Erna Jaussi am 01.04.2018 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bussen

    Ich hoffe, dass sich die Politik durchsetzt. Es kann nicht sein, dass Zweiräder, die auch Unfallverursacher sind, nicht die gleichen Bussen haben, wie Vierrädige

  • cool am 01.04.2018 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Komfortbussen?

    Wir sich schon die Mühe macht sich auf dem Velo zu setzen soll nicht noch gehänselt, abgedrängt und benachteiligt werden. Offenbar ist es für Autofahrer schon zu lästig vom Gas- aus Bremspedal zu wechseln. So lange Velofahrer als Verkehrsteilnehmer 2. Klasse betrachtet werden ist es müssig höhere Bussen zu fördern. Wer ein Velofahrer über den Haufen fährt muss weniger Schmerzen erleiden. Die Schuldfrage ist damit noch nicht geklärt. Also bitte, die Busse sollte auch die potentiellen Gefährdung anderer abbilden, und nicht dem Komfortverlust der Luftverschmutzung.

  • Pack Man am 01.04.2018 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Velopolizei?!;)

    Ich glaube nicht das die Bussen zu niedrig sind und erhöht werden müssen,sondern denke die Polizei konzentriert sich zu wenig auf Velosünder!:/

  • Tic am 01.04.2018 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bussen

    Mit den Bussenerhöhung werden keine besseren Fahrradfahrer gemacht. Prävention und Einsicht hätten grösseren Effekt. Die Bussen sind völlig übertrieben. Kantone und Städte müssten Millionen ausgeben bis sich solche Bussen rechtfertigen. Allgemein herrscht in der CH eine Feindseligkeit ggü. Velofahren und Biker. Die Bürger der CH sind kleinlich und Intolerant