Neue Regeln für Sturmgewehre

14. März 2017 14:05; Akt: 14.03.2017 14:05 Print

EU verschärft Waffenrecht – Schweiz mitbetroffen

Wer eine Waffe kaufen will, muss einem Verein angehören. Ob unter anderem diese EU-Regel so auch in der Schweiz gelten soll, muss der Bundesrat entscheiden.

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Das EU-Parlament hat eine Verschärfung des Waffenrechts verabschiedet. Die Abgeordneten stimmten heute in Strassburg einer lange umkämpften Richtlinie zu, mit der Europa ausdrücklich auch auf jüngste Terroranschläge reagiert. Als Schengen-Mitglied muss die Schweiz die Verschärfung übernehmen.

Die Mitgliedstaaten müssen damit künftig kontrollieren, ob umgebaute Versionen ursprünglich scharfer Waffen tatsächlich dauerhaft unbrauchbar gemacht wurden. Legal verwendet werden solche Waffen etwa für Filmaufnahmen oder Theaterinszenierungen. Daneben werden halbautomatische Waffen mit vergleichsweise grossen Magazinen verboten. Die Staaten müssen den neuen Regeln noch offiziell zustimmen. Der Bundesrat will voraussichtlich im April mitteilen, wie er die EU-Waffenrichtlinie umsetzt.

Gegner befürchten schleichende Entwaffnung

In der Schweiz befürchteten Armee-Anhänger, das könnte das Ende des Sturmgewehrs zu Hause sein. Der Bund konnte jedoch eine Sonderregelung für Schweizer Armeewaffen aushandeln.

Dennoch sieht die hiesige Waffenlobby in den neuen Regeln eine schleichende Entwaffnung der Bürger. Das verschärfte Gesetz sieht etwa vor, dass nur Personen eine Waffe erwerben dürfen, die einem Verein angehören. Die Grösse von Magazinen für private Sturmgewehre ist künftig auf 10 Schuss limitiert.

(rub/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Noname am 14.03.2017 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie

    Sind wir in der Eu oder was? Warum wollen die uns was sagen? Wir sind kein Mitglied der Eu!

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  • Kevin Peng am 14.03.2017 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wir lassen uns nicht von der EU...

    ...bevormunden! Das ist eine Frechheit. Und in unserer Regierung sind alles nur Bücklinge und Wackeldackel, die Ja sagen. Schlimm!

  • Klaus am 14.03.2017 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Die Entwaffnung der Bevölkerung schreitet voran. Wieso wohl? An den wenigen missbrauchsfällen kann es nicht liegen....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • james mc'neil am 14.03.2017 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schengen künden!

    Ein weiters gutes Argument den Schengen-Vertrag zu künden! Die Kündigung würde uns wieder eigene Grenzkontrollen, Zuwanderungsbeschränkungen und liberale Waffennormen. Als Schattenseite verlieren wir den Vertrag zum Abbau der Handelshemmnisse und die Forschungszusammenarbeit. Die restlichen fünf Verträge der Bilateralen I sind eher zum Vorteil der EU ausgelegt, woraus und kein grosser Nachteil entstehen würde. Wir sind nicht Teil der EU, dennoch handeln wir als wäre unsere Regierung in Brüssel. Es braucht endlich Politiker mit Rückgrad und mehr EU kritische Kräfte in Europa an der Macht!

  • Bert Bürgi am 14.03.2017 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht Sinn

    Ich bin sehr kritisch wenn es darum geht Gesetze aus der EU zu übernehmen- hier macht es aber absolut Sinn.

  • Sim Plex am 14.03.2017 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Was macht die EU= Schengen als nächstes?

    Zu erst Völker entwaffnen dan Bargeldverbot und als nächstes? Chipen? Ein schlimeres Gesetz nach dem anderen..

  • KariKreidler am 14.03.2017 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versteh ich nicht

    Wer braucht eine Waffe, wenn er weder im Militär oder in einem Schützenverein ist?

  • Realist am 14.03.2017 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sommaruga

    Wenn es nach unserer SP Bundesrätin Sommaruga geht, müssten alle ehrlichen Schweizer entwaffnet werden. Schliesslich sollen nur Straftäter Schusswaffen besitzen dürfen!