Wegen des Schnees

10. Dezember 2012 09:00; Akt: 10.12.2012 18:21 Print

In Zürich blieben 25 Flugzeuge am Boden

Letzte Nacht fielen im Flachland 15 Zentimeter Schnee. Das führte zu zahlreichen Unfällen und zu Ausfällen am Flughafen Zürich. Am Wochenende dürfte der Regen die weisse Pracht wegspülen.

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«Das Winterwonderland», schreibt Robine Müller. Mit dem Schnee kam auch der Nebel. Dieses Foto wurde von Simon Meier beim Winterspaziergang aufgenommen. Diese Dachterrasse in Sargans ist nicht mehr begehbar. Wiedlisbach am 2. Advent. Dieser Lastwagen ist während der Fahrt ins Rutschen gekommen. Die Einfahrt auf die Autobahn Landquart nach Chur wurde gesperrt. «Bei fast 40 cm Schnee haben wir in Konolfingen (BE) unseren eigenen Freestyle-Park gebaut!», schreibt Leser-Reporter Danilo Löpfe. Auf der Brüstung des Balkons in Brig (VS) liegt ein halber Meter Schnee. Bei so viel Schnee müssen auch die grossen Maschinen kapitulieren. Montagmorgen in Wangs-Pizol SG. In der Schweiz gilt die allgemeine Wehrpflicht – selbst Schneemänner müssen ins Militär. Am Bahnhof Brig wird mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass die Pendler zu ihren Zügen kommen. «Der Winter im Wallis», beschreibt Leser-Reporter C. sein Foto. Zürich gab sich am Montagmorgen flockig. Mit so einem Anblick wie hier in Münchenbuchsee BE steht man sogar an einem Montag gerne auf. Erschwil SO. Hägendorf SO. Luna spielt auf der Guldenen bei Zürich im Schnee. «In einer Rauchpause entstand diese Schneeskulptur», schreibt Leser-Reporter T. Es wird ein Moment dauern, dieses Auto fahrtüchtig zu machen. Unser Leser-Reporter schreibt: «Ein Garten in Sennwald» – vergraben im Schnee. Der Brunnen vor der Elisabethenkirche in Basel. «Winterzauber in Leuk VS», schreibt Leser-Reporterin B. Dem ist nichts hinzuzufügen. Worüber er sich wohl den Kopf zerbricht? Fest steht: Erschaffen wurde er von einem 21-Jährigen in Arlesheim BL. Unterwegs auf den weissen Strassen von Sion. Der Kleine scheint glücklich. Gemäss zuverlässiger Quelle der Familie S. hat er in Emmenbrücke LU gerade das Licht der Welt erblickt. Der Schnee animierte in Zürich zum städtischen Snowboarden. Zürich wurde am Wochenende eingedeckt.

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Bis am Mittag mussten am Flughafen Zürich wegen des vielen Schnees 25 Flüge annulliert worden. Betroffen waren 11 Abflüge und 14 Ankünfte. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass noch weitere Flüge ausfallen, sagt Mediensprecherin Jasmin Bodmer (s. Video unten). Immerhin sei Zürich ein wintererprobter Flughafen, die Räumungsequipen – über 300 Personen – seien seit dem frühen Morgen im Einsatz. Bodmer betont, dass der Flughafen Zürich noch nie wegen Schnees schliessen musste.

Im Durchschnitt hätten die Flüge heute Montag rund eine Stunde Verspätung gehabt. Dennoch empfiehlt Bodmer Reisenden, sich regelmässig über den Status ihres Flugs zu informieren und bei Bedarf die Fluggesellschaft zu kontaktieren.

Jasmin Bodmer, Mediensprecherin des Flughafens Zürich
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(Video: Keystone)

Fahrplanwechsel trotz Schneefall ohne Probleme

Trotz den kräftigen Schneefällen der letzten Stunden hat der neue SBB-Fahrplan am Montagmorgen die Feuerprobe bestanden: Es kam zu keinen grossen Problemen. Nur vereinzelt gab es kleine Verspätungen aufgrund des Winterwetters, melden die SBB.

«Alles ist gut verlaufen, nur der Schnee und die Kälte führten zu kleinen Problemen», sagte SBB-Sprecherin Patricia Claivaz am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Einige Trittbretter der Züge hätten nicht ausgefahren werden können, ein paar Weichen hätten enteist werden müssen. Zudem habe das Aufheizen der Lokomotiven zum Teil länger gedauert.

Deshalb sei es zu kleineren Verspätungen von maximal 15 Minuten gekommen - vor allem in den Kantonen Wallis, Freiburg und Genf. In der Deutschschweiz seien «keine nennenswerten Probleme» aufgetreten, sagte Claivaz. Der wirkliche Test habe aber ohnehin in der Romandie stattgefunden, wo es zu den grössten Fahrplanänderungen seit der Einführung der Bahn 2000 kam.

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Neuer Schneefall bis ins Flachland

Die Schneedecke wächst und wächst. Letzte Nacht hat es entlang der Alpen wieder 30 Zentimeter Neuschnee gegeben. Im Flachland waren es 10 bis 15 Zentimeter, die sich auf die bis zu 30 Zentimeter legten, die am Wochenende gefallen sind.

Nach den Schneefällen von letzter Nacht und heute Morgen gibt es am Vormittag und Mittag eine Pause, sagt Roger Perret vom Wetterdienst MeteoNews gegenüber 20 Minuten Online. «Das gibt etwas Zeit zum Schneeschaufeln.» Am Nachmittag gehe es aber schon wieder weiter, im Flachland sind weitere 5 Zentimeter Neuschnee zu erwarten.

In der Nacht wird die Schweiz noch weisser

In Zürich liegen Teile des öffentlichen Verkehrs lahm. Zwei Buslinien sind vorübergehend ausser Betrieb, verschiedene Bus- und Tramlinien verkehren in unregelmässigen Abständen. Ein Leser-Reporter meldet aus Zürich-Oerlikon: «Hier stehen sieben Trams und fast so viele Busse im Stau. Nichts geht mehr. Wir wurden per Tram-Durchsage dazu aufgefordert, zu Fuss weiterzugehen.»

Im Strassenverkehr ist also nach wie vor Vorsicht angesagt. MeteoNews empfiehlt, für den geplanten Weg unbedingt mehr Zeit einzurechnen, den Fahrstil den Strassenverhältnissen anzupassen oder notfalls ganz auf das Auto zu verzichten.

Die Lawinengefahr in den Alpen ist nach wie vor hoch: Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) spricht von einer «erheblichen» Lawinengefahr im gesamten Alpenraum. In Engelberg gerieten am Sonntag elf Freerider in eine Lawine, in Verbier wurde eine Person bei einem Lawinenniedergang verletzt.

Bis am Donnerstag bleibt es bitterkalt

Die kommende Nacht dürfte ähnlich aussehen wie die letzte. Im Flachland fallen noch einmal 10 bis 30 Zentimeter Schnee. Am Dienstag ist vorerst Schluss mit Neuschnee. Bitterkalt bleibt es jedoch bis am Donnerstag, die Temperaturen steigen im Norden nicht mehr über den Gefrierpunkt – am Donnerstagmorgen wird es gar bis zu Minus 15 Grad kalt. «Immerhin scheint am Mittwoch die Sonne», sagt Perret.

Am Wochenende dürfte dann die Schneepracht weggespült werden: «Am Samstag, Sonntag und Montag regnet es, und zwar nicht wenig», so Perret. Es werden Temperaturen von 2 bis 5 Grad über Null erwartet.

(rey/jam)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Der Wintereinbruch ist besonders in erhöhten Lagen massiv. Die Winter der letzten Jahre passen gut zum aktuellen Klimaszenario: Der zunehmende Vorstoss arktischer Kaltluft in unsere Breiten, aufgrund des massiven arktischen Meereisverlust der letzten Jahre. Der Eisverlust in der warmen Jahreszeit ist schlicht dramatisch, und viel schneller als erwartet. So hatte es diesen Sommer 45% weniger Eis als in den 80er. Die 6 eisärmsten Jahre fanden alle in den letzten 6 Jahren statt! Deswegen gibt es keinen Weltuntergang, aber unser Wetter wird def. tougher. Der viele Schnee gehört noch zum harmlosen – Vortex

Die neusten Leser-Kommentare

  • Drifter am 10.12.2012 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    Audi

    Wunderbares Quattro-Wetter... :-))

    • Christian S. am 10.12.2012 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Jep!

      Da bin ich ganz deiner Meinung.. :-)

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  • entspannt am 10.12.2012 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schnee gehört dazu

    dann gibts halt mal schnee und verspätungen, ebenso mit dem zug, bus, tram sowie mit dem auto. was ist daran so schlimm?? an alle die sich ständig wegen allem aufregen: wieso so ein stress, das wetter kann man nicht beeinflussen!

  • der schnee am 10.12.2012 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schneeregen

    wieso kann der schnee nicht einfach liegen bleiben..schade.

  • Dila Keller am 10.12.2012 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    wer hat Schuld?

    Hat man eigentlich genau abgeklärt, wer daran Schuld ist? Irgendwie kommt mir das bekannt vor. War es evtl. wieder mal die UBS?

    • Wayne am 10.12.2012 17:50 Report Diesen Beitrag melden

      Nee...

      Ganz klar, die Deutschen. Würde mich nicht wundern, dass hier zu lesen

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  • Herger am 10.12.2012 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Fahrplanwechsel ohne Probleme??

    Kommt schon,das war doch ein Statement der SBB und 20min glaubt das einfach mal so ganz blauäeugig?? Es hat praktisch keinen Zug im Kanton Zürich gegeben der pünktlich verkehrt ist! So am Rande der IR von Chur nach Zürich,plangemässe Ankuft Zürich HB 8.48,war das letztemal vor 4(VIER) Wochen pünktlich(ist die Warheit). Ich weiss nicht wo das ganze Geld das der Steuerzahler und die Pendler zahlen hingeht? Es gibt enorme infrastrukturelle Probleme,die einfach keiner beheben will,oder wodurch sind die verspaetungen zu erklären?Fragen über Fragen, aber Antworten wird die SBB wohl leider nie geben.

    • Till Sitter am 10.12.2012 19:18 Report Diesen Beitrag melden

      @ Herger

      "Es hat praktisch keinen Zug im Kanton Zürich gegeben der pünktlich verkehrt ist." Ich frage mich wie Sie das kontrolliert haben.

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