Sozialhilfe

27. November 2015 10:36; Akt: 29.11.2015 10:37 Print

Familie kostet Aargau 25'000 Franken pro Monat

Eine Mutter und ihre vier Kinder werden wegen häuslicher Gewalt im Heim betreut. Bald muss die Gemeinde dafür aufkommen. Der lokalen SVP ist dies ein Dorn im Auge.

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Noch zahlt der Kanton: Eine fünfköpfige Familie kostet die Gemeinde Aarburg bald monatlich 25'000 Franken Sozialhilfe. (26. November 2015). (Bild: Screenshot Tele M1)

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Eine eritreische Familie, die einst Asyl beantragt hatte, lebt seit rund vier Jahren in der Schweiz und sei definitiv aufgenommen worden, wie Tele M1 berichtet. Die Frau sei mit ihren Kindern ins Mutter-Kind-Heim geflüchtet, weil der Vater die Familie zu schlagen begonnen habe. Die dortige Betreuung für die fünf Personen kostet 25'000 Franken monatlich.

Laut der Aarburger SVP-Gemeinderätin Martina Bircher sei dies kein Einzelfall. Mutter und Kinder müssten oft umplatziert werden, wenn häusliche Gewalt vorliege. Den Betrag zahlt bisher der Kanton, doch nach fünf Jahren gehen die Betreuungskosten an die Wohngemeinde über. In diesem Fall müsste die Gemeinde Aarburg zahlen, wo die Familie zuvor gelebt hatte.

Wie die Zeitung berichtet, sei dies ein Problem für die Gemeinde, die sich mit 5,9 Prozent Sozialhilfeempfängern an der Statistik-Spitze bezüglich Sozialhilfe befinde. Der kantonale Durchschnitt im Aargau liegt bei 2,1 Prozent.

Aarburger SVP findet das zu viel

Der Gemeinde Aarburg würden wegen des günstigen Wohnraums viele Asylsuchende zugewiesen, so Gemeinderätin Martina Bircher. Laut Aargauer Zeitung findet sie, dass ausländische Sozialhilfeempfänger zu gut von Sozialhilfe leben können. Auch ihr Parteikollege Pascal Furrer findet dies einen unhaltbaren Zustand. Die hohen Betreuungskosten müssten dringend gestoppt werden.