Straftaten 2013

24. März 2014 09:57; Akt: 24.03.2014 16:36 Print

Fast 10 Prozent mehr Kriminaltouristen

Während Schweizer und Asylsuchende 2013 weniger Delikte begangen haben, hat die Zahl der ausländischen Beschuldigten zugenommen. Auffällig ist der Anstieg der Kriminaltouristen.

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Ein Grossaufgebot der Zürcher Stadtpolizei vor einer Postfiliale beim Bellevue, die am 10. Februar 2014 überfallen wurde. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

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1266 Beschuldigte hatten 2013 weder ihren Wohnsitz in der Schweiz noch gehörten sie der Asylbevölkerung an. Damit hat die Zahl der sogenannten Kriminaltouristen vergangenes Jahr um 8,7 Prozent zugenommen, teilte das Bundesamt für Statistik BFS am Montag mit.

Deutlich gesunken ist mit minus 22,9 Prozent (1348 Fälle weniger) hingegen die Zahl der Beschuldigten aus dem Asylbereich. Zwischen 2011 und 2012 hatte diese Zahl noch ein Plus von 1638 Fällen verzeichnet.

Die Zahl der Beschuldigten bei der ausländischen Bevölkerung ist mit plus 1,4 Prozent leicht gestiegen, während sie bei den Schweizer Staatsangehörigen mit minus 1,8 Prozent zurückgegangen ist.

Schweizweit weniger Delikte

Erstmals seit drei Jahren hat die Zahl der Diebstähle in der Schweiz abgenommen. Vor allem dank solcher positiven Trends wurden im vergangenen Jahr rund drei Prozent weniger Straftaten verzeichnet, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag bekanntgab.

Insgesamt wurden bei der Polizei im vergangenen Jahr 725'687 Straftaten registriert. Die grosse Mehrheit dieser Delikte sind Verstösse gegen das Strafgesetzbuch (StGB) – vor allem Vermögensdelikte.

Die Zahl dieser StGB-Verstösse verringerte sich um 6 Prozent. Es gab insbesondere weniger Diebstähle (-8 Prozent). Mehr Anzeigen registrierte die Polizei lediglich wegen Betrugs und wegen Erpressung. BFS-Sprecher Philippe Hayoz erklärte den rückläufigen Trend auf Anfrage mit Massnahmen, welche die kantonalen Behörden im Kampf gegen solche Delikte ergriffen hätten.

Hohe Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt

Auch die Zahl der Gewaltstraftaten nahm im Jahr 2013 im Vorjahresvergleich ab (-2 Prozent auf 45'584). Am stärksten war der Rückgang bei Raub (-11 Prozent) und Beteiligung an Angriffen (-20 Prozent). Begangene und versuchte Tötungsdelikte gab es total 210, dies ist ein sehr leichter Rückgang im Vorjahresvergleich.

Die Polizei registrierte 16'496 Fälle von häuslicher Gewalt (-4 Prozent) - hauptsächlich Gewalt in Partnerschaften. Laut BFS dürfte der Strafbestand aber deutlich häufiger auftreten, bei Fällen von häuslicher Gewalt komme es oft nicht zu einer Anzeige.

Mehr Drogendelikte begangen

13 Prozent der von der Polizei bearbeiteten Straftaten waren Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hier registrierten die Behörden einen Anstieg um 5 Prozent auf 97'289 Fälle. Bei knapp der Hälfte davon ging es um den Betäubungsmittelkonsum, gefolgt vom Betäubungsmittelbesitz. Am häufigsten wurden Cannabisprodukte konsumiert mit einem Anteil von mehr als zwei Dritteln.

Bei 6 Prozent der Delikte wurde gegen das Ausländergesetz verstossen. Hier gab es einen Anstieg um 14 Prozent, was gemäss dem BFS auf die zunehmende illegale Einreise und den unrechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz zurückzuführen ist.

Weniger Minderjährige angezeigt

Einer Straftat beschuldigt wurden 81'236 Personen – darunter 16'160 junge Erwachsene (18- bis 25-Jährige) und 9106 Minderjährige. Der rückläufige Trend bei den minderjährigen Beschuldigten setzte sich fort (-6,7 Prozent), und auch bei den jungen Erwachsenen gab es einen Rückgang zum Vorjahr (-6,8 Prozent). Hingegen wurden mehr Erwachsene mutmasslich kriminell als 2012 ( 2,6 Prozent).

(kko/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Küsche am 24.03.2014 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist eine Statistik

    Es ist eine Statistik! Ob sie stimmt ist kaum anzunehmen.Es ist schwer zu glauben dass unsere Behörde weiss wieviele illegale Ausländer sich in der Schweiz aufhalten!Dies sind genau jene die am meisten Einbrüche verüben und schwer zu ertappen sind.Es wäre sehr interessant zu wissen wieviele der Täter prozentual zu den Delikten gefasst werden!!

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  • Visionär am 24.03.2014 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ignoriert und herabgespielt....

    Warum überrascht mich das nicht. Ich wohne auch in einer Grenzregion, wo schon so viele Einbrüche wie noch nie begangen worden sind. Wenn es mich als Hausbesitzer mal erwischen sollte, behalte ich mir vor, die Schadensrechnung direkt nach Bern zu senden, denn von dort wurden und werden die Möglichkeiten zu diesen Auswüchsen erst geschaffen (s. eine der vielen Auswirkungen der unkontrollierten Zuwanderung und der offenen Grenzen). Leider werden die schützenden Massnahmen (Kontingentierung u. Grenzkontrollen) wahrscheinlich zu Gunsten der Wirtschaftsverbände wieder verdrängt und verschoben...

  • Walter Portmann am 24.03.2014 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Grenze zu und jede(n) checken

    Wie ich schon seit jeher sage, die Grenze muss dicht sein. Jedwelche Öffnung ist und war falsch, Schengen-Dublin lieber gestern schon künden und wieder jede Person und jeden Wagen checken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • J. Meyer am 24.03.2014 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll man machen?

    Es ist in der Tat beängstigend geworden, das stimmt. Auch bei uns verkehren ab der Dunkelheit immer mehr Gestalten, die man zuvor nie gesehen hat. Laufen herum, scheinbar ohne Ziel u auch Autos mit franz. Kennzeichen sieht man vermehrt, wo zwielichtige Gestalten drin hocken, gar zu wiert, als ob alle irgendwas suchen. Natürlich steckt nicht hinter jeder solchen Beobachtung auch was ernstes, die Polizei wäre ja überfordert, wenn jeder solche Beobachtungen meldet, aber andererseits fragt man sich schon, ob es nicht doch besser wäre, wenn man es meldet. Es ist schwer zu entscheiden.

  • Aron am 24.03.2014 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Erst wenn bei den Politikern

    eingebrochen wird, passiert was. Bei mir wurde schon, beim Kollegen von Sohn wurde, Schwager 1 wurde, Schwager 2 ins Nachbarhaus, bei meinen Eltern Nachbarwohnung, Vater wurde auf Straße bestohlen etc. etc.

  • Zelda am 24.03.2014 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Was müssen wir machen?

    Gemäss Pro-Kiffer müssten wir jetzt die Grenzen öffnen, damit es weniger Kriminaltouristen gibt, weil ja dadurch der Reiz in die Schweiz einzubrechen wegfällt oder gemäss Linken müssten wir in die EU, weil dann die EU das Problem mit der PFZ und Schengen für uns löst.

  • Visionär am 24.03.2014 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ignoriert und herabgespielt....

    Warum überrascht mich das nicht. Ich wohne auch in einer Grenzregion, wo schon so viele Einbrüche wie noch nie begangen worden sind. Wenn es mich als Hausbesitzer mal erwischen sollte, behalte ich mir vor, die Schadensrechnung direkt nach Bern zu senden, denn von dort wurden und werden die Möglichkeiten zu diesen Auswüchsen erst geschaffen (s. eine der vielen Auswirkungen der unkontrollierten Zuwanderung und der offenen Grenzen). Leider werden die schützenden Massnahmen (Kontingentierung u. Grenzkontrollen) wahrscheinlich zu Gunsten der Wirtschaftsverbände wieder verdrängt und verschoben...

  • Stephan Moser am 24.03.2014 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenze zu!

    Noch ein Grund mehr die Grenzen wider zu schliessen!