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05. Februar 2018 20:55; Akt: 05.02.2018 20:55 Print

Flixbus geht mit Kameras gegen Drogendealer vor

von Stefan Ehrbar - Der deutsche Fernbus-Riese hat ein Drogenproblem. Deshalb installiert er Kameras. Die Polizei nimmt immer wieder Dealer fest.

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Der deutsche Fernbus-Anbieter Flixbus, der letztes Jahr 1,2 Millionen Menschen aus und in die Schweiz transportierte, wird zum Drogenschmuggel missbraucht. Weil Dealer immer wieder mit den Bussen reisten und Drogenfunde «längst zur Routine» gehörten, will Flixbus nun aufrüsten: Wie die «Wirtschaftswoche» berichtet, wolle das Unternehmen das Problem mit Kameras im Gepäckbereich und einem neuen System zum Einchecken des Gepäcks unter Kontrolle bekommen.

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Das Problem ist den Schweizer Behörden bekannt. «Betäubungsmittel gelangen auf verschiedenen Wegen und Routen in die Schweiz», sagt Ralph Hirt, Sprecher der Kantonspolizei Zürich.« Seit Jahren spielen dabei auch Fernbusse eine Rolle. Deshalb werden Busse und ihre Passagiere immer wieder gezielt oder anlassunabhängig kontrolliert.»

Kameras sollen abschrecken

Bei der Stadtpolizei Zürich heisst es, der Carparkplatz sei zwar kein Hotspot. Es komme aber vor, dass im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert würden.

Flixbus-Sprecher Martin Mangiapia sagt zu 20 Minuten, es seien zurzeit verschiedene Massnahmen im Gespräch, die intern diskutiert würden. Die Kameras sollen neben der abschreckenden Wirkung auch die Zuordnung von Gepäck erleichtern. Der Test laufe zurzeit auf einzelnen Verbindungen im deutschsprachigen Raum und ganz Europa.

«In den allermeisten Fällen unauffällig»

Flixbus würde es auch begrüssen, wenn die Polizei an den Haltestellen selbst präsenter wäre. Zudem stehe das Unternehmen in engem Kontakt mit den Polizei- und Sicherheitsbehörden, so Mangiapia. Insgesamt seien aber bei Kontrollen nur etwa 0,17 Prozent der Reisenden auffällig. Die Kontrollmechanismen seien grundsätzlich wirksam, und gerade in der Schweiz verliefen die Kontrollen «in den allermeisten Fällen unauffällig».

Die Offensive gegen Drogenschmuggler ist nicht die einzige Neuerung bei Flixbus. Um Gepäckverwechslungen zu verhindern, werden die Gepäckstücke in einem weiteren Test direkt vom Busfahrer ausgehändigt. Der klebt vor dem Einchecken einen Abriss auf das Ausweisdokument, damit die Gepäckstücke eindeutig zugeordnet werden können. Zudem sollen neu die beliebtesten Sitze kostenpflichtig reserviert werden können (siehe Box).

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nepo am 05.02.2018 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    hotspot

    und hinter dem HB, können die mal gleich alle Sozialbetrüger, die anreisen weil ihre Familienmitglieder sie informiert haben, dass sie auf dem Sozialamt sich zeigen müssen, auffliegen lassen, wenn man denn wollte.

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  • Peter am 05.02.2018 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie immer....

    man kann sich ja fast nicht mehr bewegen ohne gefilmt zu werden. im öv sowieso nicht. aber es gibt schon orte an denen Kameras nichts zu suchen haben. und dort wo welche sein sollten, gibt es keine.

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  • Maler50 am 05.02.2018 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das richtige

    Das einzige richtige,gegen diese Dealer muss endlich vermehrt y besser vorgegangen werden. Auch im allgemeinen sollte es zu vermehrten Kontrolle kommen,härtere Bestrafung wäre auch dringend nötig! Dazu müssten die Richter endlich das volle mögliche Strafmaß angewendet werden!! Die Nachsicht mit erwischten Drogendealer ist verfehlt,ja lächerlich!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • IV mensch am 07.02.2018 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich...

    beziehe regelmässig IV Sozialleistungen und fahre desshalb nur Flixbus, da mir die das Sozialamt keine Flugtickets bezahlen will. Finde ich eine Sauerrei.

  • Lag93 am 06.02.2018 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht für mich

    Bern - Düsseldorf 17-21 Stunden!!! zum lachen sich sowas anzutun. In der Zeit flieg ich in die Philippinen..

  • Henna Garbach am 06.02.2018 20:27 Report Diesen Beitrag melden

    Fixer

    Es hat auch Fixer im Fixbus. Mit Nadel und so.

  • Max M am 06.02.2018 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Legalisierung durchaus sinnvoll

    Wenn es ein Thema gibt (wirklich das einzige), bei welchem ich mit den Grünen einig bin, ist es die Drogenpolitik. So viel Geld wird verschleudert für nichts und wieder nichts. Wer das Zeug nehmen will, soll es von mir aus legal bekommen. 1. Es ist Selbstschädigung, also nicht vergleichbar mit Legalisierung von Einbrüchen oder anderen völlig absurden genannten Beispielen 2. Sauberes Zeug verursacht weniger Gesundheitsschäden, also weniger Kosten 3. Drogenhandel auf der Strasse wird sinnlos. usw. Habe leider zu wenig Platz alle Vorteile aufzuzeigen.

    • Gregor Kartoffel am 06.02.2018 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Max M

      Stimme voll und ganz überein! Prohibition schafft viel mehr Leid als dass es Leid lindert. Aber wenn das Geld wichtiger wird als Humanität... Willkommen in der Schweiz.

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  • Marco am 06.02.2018 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Realität

    Und in der Schweiz haben die Leute ein Freiheit Problem ( ein Leben nur für Ferien und Weekend)...immer Arbeiten Leistung erzielen und für andere Menschen funktionieren!! Finde ich persönlich um einiges schlimmer Als Drogenprobleme!!

    • Rack am 06.02.2018 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marco

      Hast es auch nicht geschafft ... gell Marco

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