Vaterschafts-Urlaub

06. Juni 2018 16:17; Akt: 06.06.2018 16:17 Print

Freisinnige für 16 Wochen Mami- oder Papizeit

Als Gegenvorschlag zur Volksinitiative für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub schlägt die FDP alternativ eine Elternzeit vor.

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Der Bundesrat will nichts wissen von einer Papi-Zeit und hat vergangene Woche der Initiative für eine Vaterschaftsversicherung eine Abfuhr erteilt. Gegen diesen Entscheid erhebt die Parlamentsfraktion der FDP nun Einspruch und stellt laut Mitteilung vom Dienstag ein eigenes Konzept vor.

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Statt wie bisher 14 Wochen Mutterschaftsurlaub schwebt der FDP-Fraktion ein 16-wöchiger Elternurlaub vor. Mindestens acht Wochen dieser Zeit müssten dabei auf die Mutter entfallen. Die verbleibenden acht Wochen könnten dann vom Vater oder der Mutter in Anspruch genommen werden.

Eltern wollen Kinder und Karriere

Eine kategorische Ablehnung der Initiative, wie sie der Bundesrat kürzlich gefordert hat, sei für die FDP-Fraktion keine befriedigende Lösung. Mütter und Väter wollten heute schliesslich beides: «Für die Familie da sein sowie auch in ihrem professionellen Leben weiterkommen», heisst es in der Medienmitteilung. Das Konzept bestehe aus drei Elementen: 16 Wochen bezahlter Elternurlaub, Erhöhung des Fremdbetreuungsabzugs auf 25'000 Franken und Abschaffung der Kita-Anschubfinanzierung.

Die Initiative für eine Vaterschaftsversicherung verlangt, dass Väter einen gesetzlichen Anspruch auf einen mindestens vierwöchigen Vaterschaftsurlaub erhalten, der über die Erwerbsersatzordnung (EO) entschädigt würde. Der Einkommensersatz würde wie bei der Mutterschaftsentschädigung 80 Prozent des Einkommens betragen, aber höchstens 196 Franken pro Tag.

(jdr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nubo am 06.06.2018 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Hmmmm

    Dass Mütter ihren Mutterschaftsurlaub kürzen müssen, damit der Vater auch Urlaub nehmen kann, ist nicht unbedingt der Sinn der Sache... Schliesslich können Väter das Stillen nicht übernehmen.

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  • Mutter am 06.06.2018 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 Wochen wären wünschenswert

    Es müssen ja nicht gleich acht Wochen sein, aber ein Vaterschaftsurlaub von 2 Wochen wäre das mindeste. Wie soll sich eine Mutter im Wochenbett erholen wenn sie die Kinderbetreuung inkl. älter Geschwister plus Haushalt alleine schmeissen muss? Ausserdem würde es die Bindung zwischen Baby und Vater sehr fördern.

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  • Sepp Hitz am 06.06.2018 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Vaterschafts Urlaub

    An alle Mamis und Papis. Kinder werden im Normalfall gewünscht und ist Privatsache. Vaterschaftsurlaubt ist ja für sollche Mütter Die möchlichst schnell wieder in Ihr Berufsleben einsteigen möchten. Also organisiert Euch in der eigenen Familie und verzichtet halt einmal für die Ferien ins Ausland. Ich habe eine Hilfsbedürftige Frau zuhause und wer bezahlt mir den zusätzlichen Urlaub? Meine Frau ist nicht nur heute und morgen Pflegebedürftig sondern das ganze Jahr. Urlaub kenn ich nur noch vom höhren sagen. Also seit zufrieden wenn Ihr gesunde Kinder habt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Beni am 07.06.2018 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    PRO Elternzeit

    Es wäre ein grosser Schritt. Der Mann kann die Frau natürlich viel besser unterstützen wenn er präsent ist, der Vater hat die Möglichkeit, gerade am Anfang da zu sein für das Kind und die Frau. Sobald beide Elternteile arbeiten wollen oder müssen, kann eine flexible Einteilung einer Elternzeit goldwert sein. So bleiben die Eltern und somit das Know-how den Unternehmen auch erhalten.

  • A.R. am 07.06.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Egoisten

    In Sachen Kita und Blockzeiten diktiert der Staat auch. Wer übernimmt jetzt die Verantwortung in der Erziehung?? Der Staat bestimmt nicht Also brauchen wir mehr Zeit für die Beziehung zu unseren Nachkommen. Oder habt ihr Angst um eure Rente!!!

  • Berufstätig am 07.06.2018 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz sicher nicht!

    Zum Scheitern verurteilt, denn es kann weder angehen noch ist es gerecht oder finanzierbar, dass z.B. Nur-Hausfrauen und -Mütter und -Väter mit ihren Gofen fürs Chillen und Nichtstun Geld bekommen, während andere hart dafür arbeiten müssen. Sie haben schon jetzt ein unglaubliches Schoggi-Dasein. Das ist extrem unfair, und ich will und werde so etwas nicht finanzieren.

    • Heart4animals am 07.06.2018 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Berufstätig

      1. Chillen Hausfrauen/Mütter nicht, auch sie arbeiten (analog zu Putzfrauen/ Kindererzieher) 2. bekommen sie dafür kein Geld (das wäre das BGE) sondern lediglich 2 (!!!) Wochen mehr Zeit für ihren Nachwuchs, resp. 2 Wochen, die sie neu selber einteilen können.

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  • sirLiftalot am 07.06.2018 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Sache zwischen....

    ...Arbeitnehmer und Arbeitgeber... es kann nicht sein, dass die Gesellschaft für den Spass (die Familiengründung) von anderen aufkommen muss. Urlaub - egal zu welchem Zweck, dass sich die Menschheit vermehrt ist nicht unbedingt sinnvoll - ist Privatsache...

    • ich bins am 07.06.2018 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz

      Dann wird unsere Gesellschaft halt noch älter... Wir schauen dann, wer unsere AHV finanziert.

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  • Jürgen Fuchs am 07.06.2018 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Bezug zur Natur

    Gemäss WHO wird die Stillzeit auf min. 6 Monate gesetzt. Empfohlen wird sogar 2 Jahre! Die Schweiz ist da nicht mal auf dem Minimum. Deutlich unter dem minimal Wert. Ich denke das wir uns sogar schämen müssen für die heutige Situation. Der Vaterschaft"urlaub" (ist natürlich kein Urlaub) dient dazu um die Mutter/ Frau zu unterstützen im Haushalt, Kochen, Putzen und Sonstiges. Also liebe Schweizer, diese Kinder unterstützen euch im Alter. Greift den jungen Familien jetzt unter die Arme. Vorschlag: 6 Monate Mutterschaft und 1 Monat Vaterschafturlaub.

    • Lady in Black am 07.06.2018 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jürgen Fuchs

      Danke für diesen überlegten Kommentar! Ja, nehmen wir uns Deutschland als Beispiel mit der Elternzeit...

    • Mithilfe, weit her gegriffen am 07.06.2018 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jürgen Fuchs

      Das mit unterstützen ist ein wenig weit her gegriffen. Die Hauptzeit der Väter wird mit nicht oder nicht viel tun genützt. Mehr Freizeit und wie nützt man diese ... brauche ich nicht zu erklären. Ich bin Vater von 4 Kinder, jetzt alle über 22. Vaterschaftsurlaub war damals ein Fremdwort. Das Unglaubliche daran ist, alle haben die vielen Jahre problemlos überstanden mit Schule, Lehre, Studium, Arbeiten u.a.. Sogar meine Frau fand noch Zeit für sich, mit Verbindung mit den Baby/ Kindern. Man muss sich nur organisieren ....

    • Büetzer am 07.06.2018 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      Unterschiede

      Das Sie das mit 4 Kindern so geschafft haben ist toll! Nicht jede Situation ist gleich. "sich organisieren" ist auch Arbeitgeber abhängig. Wenn der Mann einen Lohn für zwei Personen hat kann das gut funktionieren oder auch wenn die Arbeitgeber flexibel sind. Dies ist aber nicht die Regel! Bei eher kleineren Löhnen kann man davon nur träumen. Stellen Sie dich Kosten zusammen. Reduziert Arbeiten als Frau + Kita + eher schwacher Lohn vom Mann = Nullrechnung, sogar Minus! Denn man ist nicht mal richtig mit den Kindern zusammen.

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