Gesetz zum Strahlenschutz

14. Februar 2018 11:07; Akt: 14.02.2018 13:19 Print

Gibt es vor dem Solarium bald eine Alters-Kontrolle?

Laserbehandlungen auf der Haut oder künstliche Bräune aus dem Studio: Der Bund will wegen des Krebsrisikos ein strengeres Gesetz.

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Minderjährigen soll der Solarium-Besuch wegen des Hautkrebsrisikos künftig verboten sein. Und für Haar-Entfernungen mittels Laser braucht es neu einen Sachkundeausweis. Diese Massnahmen schlägt der Bundesrat auf Grundlage des neuen Gesetzes zum Strahlenschutz vor.

Das Gesetz soll die Sicherheit bei der Verwendung von gefährlichen Produkten verbessern, die nichtionisierende Strahlung (NIS) oder Schall aussenden. Nichtionisierende Strahlung wird unter anderem durch Solarien, Medizinlaser oder Laserpointer erzeugt. Wenn solche Geräte nicht sachgerecht eingesetzt werden, können sie die Gesundheit schädigen.

Das Eidg. Departement des Innern (EDI) hat am Mittwoch die Vernehmlassung zur Verordnung eröffnet, die mit dem Gesetz einhergeht. Wie angekündigt soll in Zukunft den unter 18-Jährigen in der Schweiz der Besuch der Bräunungsstudios verwehrt werden. Die Kontrollen sollen die Kantone vornehmen. Die in Solarien verwendete Strahlung könne längerfristig Hautkrebs verursachen, heisst es zur Begründung. In den Studios soll zudem die Information über die Gefahren bei übermässiger Belastung durch UV-Strahlung verstärkt werden.

Laser-Behandlungen

Weiter soll für kosmetische Behandlungen mit starken Blitzlampen und Lasern künftig ein Sachkundenachweis verlangt werden. Dies betrifft insgesamt 13 Behandlungen wie etwa die Haarentfernung mit Lasern, die Behandlung von Cellulite und Fettpolster oder jene von Falten und Narben. Für die Ausbildung der Kosmetikerinnen soll die Branche selber verantwortlich sein.

Weiterhin nur von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden sollen Laserbehandlungen wie beispielsweise die Entfernung von Warzen, Altersflecken oder Ekzemen. Das Entfernen von Leberflecken mit Laser und Tätowierungen mit Blitzlampen soll neu verboten werden.

Auch Lasershows im Visier

Vorgesehen ist zudem ein besserer Schutz des Publikums vor schädlichen Schalleinwirkungen und Laserstrahlen vor. Neu will der Bund an Veranstaltungen mit Laserstrahlen kontrollieren, ob die Vorgaben eingehalten werden.

Ein weiterer Punkt ist die Regulierung von Laserpointern. Es seien zunehmend Laserpointer im Umlauf, die eine Gefahr für die Augen und die Haut darstellten und mit denen Piloten oder Lokomotivführer geblendet werden, heisst es in der Mitteilung des Bundesrats.

Um gefährliche Blendungen und direkte Augenschäden in Zukunft zu vermeiden, sollen in der Schweiz künftig nur noch Laserpointer der Klasse 1 zugelassen werden. Die Vernehmlassung dauert bis am 31. Mai 2018. Das Gesetz und die Verordnung treten voraussichtlich in der ersten Hälfte 2019 in Kraft.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pumuckl am 14.02.2018 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz!!!

    Was für ein erneuter Witz! Nur gerade 1-2% der Solarium Benutzer sind unter 18 Jahre!! Man will die Bevölkerung schützen vor Krebs, .... gleichzeitig erhöht der Bundesrat die Glyphosat Grenzwert um das 3600 fache... für Lebensmittel!!! Bedauernswerte Personen die da den Lohn in Bern erhalten, ferngesteuert von Lobby...

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  • James am 14.02.2018 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    offene Frage

    Wann wird die Sonne verboten? Gibt es bald Sperrstunden für Jugendliche? Gesundheitsschutz ist ja schön und gut, aber ein wenig Selbstverantwortung sollte schon sein.

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  • carmen diaz am 14.02.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    also wenn es so gefährlich ist...

    ...wieso wird es dann nicht einfach generell verboten...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gabi am 18.02.2018 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbote und Bevormundungen

    Verbietet doch das Leben, denn das ist generell und zu 100% tödlich

  • Maurer am 18.02.2018 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    und Lehrlinge die auf dem Bau 9-10 Stunden/Tag in der prallen Sonne stehen müssen beim Arbeiten? 5Tage die Woche. Werden diese Lehrstellen auch verboten unter 18.

  • Lokmo am 17.02.2018 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    was?

    wenn ich das lese löscht es mir ab. Wieviel Gesetze gibts noch? und dann fragen sich alle, wieso bei uns alles so teuer ist.

  • Cervelli am 14.02.2018 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht liebe Politiker

    Toll wieder ein neues Verbot aus Bern, können die auch etwas konstruktives, dem Steuerzahler dienendes auf den Weg bringen?

  • Leopold am 14.02.2018 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Absurd

    Sollen diese lieber die Arbeitsstunden pro Woche senken!!! Aber das würde ja ein riesiges Loch im "Wohlstands-Land-Schweiz" verursachen. Haben diese Clowns in Bern echt nichts zu tun?