Wie bei einem Tötungsdelikt

02. Dezember 2012 10:25; Akt: 02.12.2012 10:25 Print

Härtere Strafen für Mafiosi gefordert

Die Schweiz gerät immer stärker in den Fokus der Mafia. Nun schlägt die Bundesanwaltschaft Alarm, denn ihr sind oft die Hände gebunden.

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Der stellvertretende Bundesanwalt Ruedi Montanari will resoluter gegen die Mafia vorgehen. (Bild: Keystone)

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Die Bundesanwaltschaft (BA) fordert härtere Strafen gegen Mafiosi und Geldwäscher. Die heutige Strafnorm sei «ein zahnloser Tiger und leider völlig untauglich, um die italienische organisierte Kriminalität zu verfolgen», sagte der stellvertretende Bundesanwalt Ruedi Montanari der «Zentralschweiz am Sonntag».

Im Interview sprach er sich dafür aus, dass die Mitwirkung in einer kriminellen Organisation wie ein Tötungsdelikt mit bis zu fünfzehn Jahren Haft bestraft werden kann. «Schliesslich schrecken Mafiosi zur Durchsetzung ihrer Interessen auch vor Tötungen nicht zurück», sagte Montanari. Heute drohten Mafiosi fünf Jahre Haft.

Die Mafia wickelt immer häufiger ihre Geschäfte über die Schweiz ab. Grund dafür ist unter anderem das rigorosere Vorgehen der italienischen Behörden.

Mafia-Mitglieder wohnen in der Schweiz

Die Bundesanwaltschaft hatte schon im Frühjahr in ihrem Jahresbericht erklärt, dass mutmassliche Mitglieder der vier wichtigsten italienischen Mafiaorganisationen Wohnsitz in der Schweiz haben.

Eine Erhöhung der Strafnorm fordert die BA auch für Geldwäscherei. Heute drohe einem einfachen Dieb mit fünf Jahren Haft eine strengere Strafe als einem Geldwäscher. Ein Geldwäscher könne mit maximal drei Jahren bestraft werden. «Das versteht doch niemand», sagte Montanari. Er forderte eine Erhöhung auf fünf Jahre.

(pre/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ueli H. am 02.12.2012 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wen wunderts

    Und die Politik schläft mal wieder! Was für eine Überraschung.

  • T/F aus Zürich am 02.12.2012 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waschmaschine Schweiz

    Wie soll man diese Geldwäscher und sogenannten Mafiosi bestrafen, wenn die größten Gauner in der CH Banken das Sagen haben.....?

  • wowibowi am 02.12.2012 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    wow, endlich mal wieder ein Thema!

    Die Probleme im Überblick: a) kein Wille vorhanden für eine Auseinandersetzung b) Schwache Gesetze c) Zu wenig Austausch mit den Italienischen Behörden (wir brauchen Abkommen) d) Möglichkeiten für die rigorose digitale und elektronische Überwachung. Das sind nur ein paar Ansätze, die wir dringend brauchen. Die Thematik ist aber seit mind. zwei Jahrzehnten bekannt... Verpennt doch alles in BERN und die nachkommenden Generationen dürfen dann schön abdrücken an diese gewissen Kreise. Ich hab Mitleid mit den Italienern die bei uns erpresst und als Strohmänner missbraucht werden... ;-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • genervt.. am 03.12.2012 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    blablabla seit Jahren..

    Un ddie Linken schauen zu und lassen sich für zig Millionenn neue Prestige-Kusthäuser und Velowege bauen...

  • Don Corleone am 03.12.2012 03:15 Report Diesen Beitrag melden

    Das kommt davon

    wenn sogar die Politik zu Bern der Mafia, Camorra, Cosa Nostra, N'Dranghetta Konkurrenz macht. Denk' nichts Böses ... vielleicht SNB ...? und ......

  • T/F aus Zürich am 02.12.2012 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waschmaschine Schweiz

    Wie soll man diese Geldwäscher und sogenannten Mafiosi bestrafen, wenn die größten Gauner in der CH Banken das Sagen haben.....?

  • Heidi Völkle am 02.12.2012 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Oder so...

    Vielleicht sollten wir aufhören Menschen aus Länder aufzunehmen, mit denen die Schweiz kein Auslieferungsabkommen hat. Jeder verdient EINE Chance. Nach dieser EINEN Chance aber ist einfach nur noch handeln angesagt ! Kosovo-Albaner dürfen ihre Strafe auf immer noch unsere Kosten auch im Kosovo absitzen. Ein Schritt in die richtige Richtung. Wieso sollen wir hunderte Leute in unseren Hotels (Gefängnisse) einquartieren, weil diese jemand beklaut haben hier ? Solche Menschen gehören gar nicht erst hinein, ansonsten nach dem 1. Vergehen für immer raus. Das wäre mal eine Ansage. Gruss !

    • vianobrunno99 am 02.12.2012 17:07 Report Diesen Beitrag melden

      naja...

      Diese Idee geht aber auch nur, wenn der "Mafiosi" keinen Schweizer-Pass besitzt. Ansonsten können sie nicht einfach Schweiz-Italos abschieben. Was machen Sie mit den Mafiosis, die bereits einen Schweizer-Pass haben??? Da denken sie etwas zu kurz und auch nur bis vor ihre Füsse! ;-)

    • l. émanique am 02.12.2012 17:16 Report Diesen Beitrag melden

      @heidi:

      du solltest trasquera nicht mit lampedusa verwechseln.. :-)

    • R. Flury am 02.12.2012 19:10 Report Diesen Beitrag melden

      genau so........

      Du sprichst mir aus dem Herzen, danke Heidi!

    einklappen einklappen
  • Massimo am 02.12.2012 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Zu Spät!!!!!!!!!

    Die Schweizer Behörden haben Verschlaffen. Ich befürchte leider, das in ein paar Jahren Süditalieniche zustände in der ganzen Schweiz herschen werden. Aber nicht nur die Schweizer Behörden sind daran Schuld sondern vor allem auch die schweizer menatalitet= habe nichts gesehen, geht mich nichts an. Ein soches Land braucht die Italienische Mafia!!!!!!!!

    • t. rotzkopf am 02.12.2012 15:55 Report Diesen Beitrag melden

      jeder tag ist der wichtigste im leben,

      wenn er dazu genutzt wird, etwas zu verändern. also: es ist niemals zu spät (!!!) und die hoffnung stirbt zuletzt. auf geht's...! vorbeugen ist besser als heilen und aufgeben ist keine option, deshalb gilt: frisch gewagt, ist halb gewonnen. hilf dir selbst, so hilft dir gott. dem mutigen gehört die welt. wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

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