Angst um AHV

22. November 2012 19:36; Akt: 23.11.2012 11:03 Print

Junge Schweizer sparen immer früher für später

von L. Hanselmann - Die Jungen sorgen heute deutlich früher fürs Alter vor als ihre Eltern. Der Grund: Sie glauben nicht, dass sie noch eine AHV-Rente erhalten werden.

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Von wegen verschwenderische Jugend: Die heutigen Jungen sparen, statt ihr Geld einfach zu verjubeln. Der Anteil der­jenigen, die schon vor dem 30. Geburtstag Geld fürs Alter beiseitelegen, hat sich innert nur einer Generation auf 85 Prozent mehr als verdoppelt. Dies zeigt eine repräsentative Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag der Banque CIC (Suisse).

«Vertrauen in die ersten beiden Säulen sinkt»

Wie sehr sich das frühe Sparen lohnt, demonstriert Nicola Waldmeier vom VZ Vermögenszentrum an einem Beispiel: Wer ab 20 Jahren 5000 Franken jährlich in die dritte Säule einbezahlt, hat bei der Pensionierung bei einem Zins von zwei Prozent satte 360 000 Franken auf der hohen Kante – die Steuerersparnis nicht eingerechnet. Wer erst mit 35 beginnt, kommt nur auf etwas mehr als die Hälfte.

Dass die Jungen immer früher mit Sparen beginnen, dürfte laut Sebastian Comment, Leiter Kommunikation bei der Bank CIC, vor allem mit der unsicheren Zukunft der AHV und den Milliardenlöchern bei den Pensionskassen zu tun haben. «Die Vermutung liegt nahe, dass das Vertrauen der jüngeren Generation in die obligatorischen ersten beiden Säulen sinkt.»

Bundesrat plant Reform

Für SP-Sozialpolitikerin Bea Heim ist diese Angst zurzeit unbegründet. «Wir werden alles daran setzen, dass auch die heutigen Jungen eine genügend hohe AHV-Rente erhalten.» Einen ersten Schritt dazu hat diese Woche Bundesrat Alain Berset mit der geplanten Reform der Altersvorsorge gemacht.

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