Polizeieinsatz

03. Oktober 2017 13:29; Akt: 03.10.2017 16:20 Print

Juso belagern Martullo-Blochers Villa

Die Jungsozialisten blockieren die Zufahrt zum Haus von EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher. Die Polizei schreitet ein.

Die Juso demonstrieren vor dem Haus von Magdalena Martullo-Blocher. Ihr Mann sagt: Das ist Privatgrundstück und droht mit der Polizei. (Video: 20 Minuten/bz)
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Ein Gruppe von Jungsozialisten hat heute Mittag Zelte vor dem Haus von SVP-Nationalrätin und EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher im zürcherischen Meilen aufgeschlagen. Auf den Bildern ist zu sehen, wie die Demonstranten den Eingang in Beschlag nehmen.

Mit der Aktion will die Jungpartei auf die 99-Prozent-Initiative aufmerksam machen, die die Juso am Mittwoch offiziell lancieren. Das Motto: «Zeigen wir den Superreichen den Mittelfinger».

Umverteilungs-Initiative

Offensichtlich keine Freude am Besuch der Jungsozialisten hat Roberto Martullo, der Mann von Magdalena Martullo-Blocher, wie unsere Reporterin vor Ort dokumentiert. «Was soll das hier? Hören Sie, das ist Privatgrund. In fünf Minuten sind Sie verschwunden, sonst rufe ich die Polizei», sagt er zu Juso-Präsidentin Tamara Funiciello (siehe Video). Tatsächlich fährt wenig später die Polizei vor. Die Aktivisten fügen sich und ziehen ab.

Die Initiative der Juso verlangt, dass künftig Kapitaleinkommen stärker – nämlich zu 150 Prozent versteuert werden. Die Erträge, laut Schätzungen der Juso 5 bis 10 Milliarden Franken, sollen dann an Menschen mit tiefen oder mittleren Einkommen umverteilt werden. Weil gleichzeitig eine Freigrenze gelten soll, soll die Steuer nur das oberste 1 Prozent der Bevölkerung treffen.

Dass man Martullo-Blocher attackiere, sei kein Zufall, sagt Funiciello: «Sie ist das Sinnbild des Superreichen. Sie badet wie Dagobert Duck im Geld, während andere ihre Miete oder Krankenkasse nicht bezahlen können.» Zu allem Übel sitze sie auch noch im Parlament, wo sie Klientelpolitik betreibe. Gegen solche Leute richte sich die Initiative der Juso.

Der Polizeieinsatz im Video:

Auf Social Media sorgt die Aktion für Spott und Stirnrunzeln:



(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 03.10.2017 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn

    Tamara. Die Frau Blocher muss arbeiten wie jeder andere Bürger. Zahlt Steueren wie du und ich. Nur weil diese Frau so Vermögend ist kann man doch nicht ihr Haus belagern. Bitte. Investiert die Zeit besser. Das tut Frau Blocher auf alle Fälle.

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  • luapsong am 03.10.2017 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch Politiker brauchen Privatsphäre

    Die Juso kann und darf sich nicht alles erlauben. Ich hoffe die Aktivisten werden hart bestraft.

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  • simisa am 03.10.2017 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke!

    Bei den Sozis trifft es am Schluss immer den Mittelstand!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cassandra Delphi am 05.10.2017 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Rauch um Nichts

    das ist doch blosses Werbegedönse. Man lanciert etwas völlig Unsinniges, bloss um nur wieder mal in den Medien zu erscheinen.

  • Demokratie richtig am 04.10.2017 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Uhrenmacherkrise - falsch erzogen

    Ich habe gelernt, bei Abstimmungen die Interessen der Investoren, der Banken zu vertreten und damit der Schweiz und letztendlich mir zu dienen. Als man begann, das Sozial-System zu reorganisieren, die Interessen von Minderheiten zu priorisieren und immer mehr hinter verschlossenen Türen entschieden wurde, habe ich realisiert, dass Demokratie nur funktioniert, wenn ich, wie jeder andere auch, meine egoistischen Bedürfnisse vertrete. Nur so kommt am Ende ein ausgewogenes Resultat zustande. Zins und Dividende muss von jemandem erarbeitet werden und wird mit Produktpreisen wieder belastet.

  • Büezer am 04.10.2017 20:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wäre für diese Gerechtigkeitsformel:

    Wer 100% arbeitet sollte meines Erachtens nur so viele Staatsabgaben leisten müssen, dass ihm netto mindestens das doppelte Existenzminimum zum Leben übrig bleibt. Alle anderen scheinsozialen Umverteilungsaktionen von den Fleissigen zu den Faulen oder Reichen sind ungerecht.

  • Maxi am 04.10.2017 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gegenteil ist der Fall

    Die Juso ist zweifelsohne die nützlichste Partei der Schweiz. Durch den unheimlichen Scharfsinn ihrer überaus klugen und gebildeten Präsidentin, gelingt es der Juso immer wieder, konstruktiv und überaus kreativ auf die Probleme der Welt und insbesondere der Schweiz hinzuweisen. Während andere Parteien sich streiten, bleibt die Juso stehts gelassen und geht nur mit Bedacht vor. Die Juso stellt eine intensive Bereicherung für die Schweiz dar und sollte von jedem Schweizerbürger vollumfänglich unterstüzt werden.

    • Peter Fischer am 05.10.2017 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Maxi

      Das war jetzt aber ironisch gemeint, oder? In diesem Fall finde ich Ihren Kommentar genial

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  • Marie am 04.10.2017 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    An und für sich richtig

    Woher kommt der Reichtum? Wie wäre es mit geerbt? Oder Glück und im richtigen Moment am richtigen Ort gewesen zu sein? Sicher, dann noch Talent und die nötigen Fähigkeiten. Die sind aber gratis und angeboren. Und das alles noch nach dem zweiten Weltkrieg und in der späteren Aufbruch- und Wachtumsphase. Dass war eh die beste Zeit. Dann ging das mit Arbeit und Fleiss "fast" automatisch (selbst Firma aufgebaut in den 70/80ern). Heute ist das fast nur noch im Technologiebereich möglich. Daher dürfte jetzt ruhig etwas zurückgegeben werden, damit der Mittelstand nicht ganz zu Grunde geht.

    • Dominik Bee am 05.10.2017 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Gerechtigkeit

      Weil jemand "Glück" hatte oder zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, haben Sie noch lange kein Anrecht darauf, sein Vermögen zu beschlagnahmen.

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