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Parlament sagt Ja
14. Dezember 2012 10:23; Akt: 14.12.2012 14:23 Print
Kitesurf-Verbot wird aufgehoben
Nur dank der Kulanz einzelner Kantone konnten Kitesurfer bislang über Schweizer Seen brettern. Jetzt hat der Nationalrat entschieden, dass die olympische Sportart erlaubt werden soll.

Mit 143 zu 31 Stimmen hat der Nationalrat am Freitag der Aufhebung des Kitesurf-Verbots zugestimmt. (Bild: Keystone/Salvatore di Nolfi)
Sieg für die Kitesurfer: Das Schweizer Parlament will die olympische Wassersportart auf Schweizer Seen grundsätzlich zulassen. Der Nationalrat überwies am Freitag eine entsprechende Motion von Ständerat Hans Hess
Hans
Hess
FDP-Liberale, OW
StänderatVerbunden mit
Frutt Lodge + Spa, Sarnen
weitere Verbindungen anzeigen (FDP/OW) mit 143 zu 31 Stimmen bei 8 Enthaltungen. Der Bundesrat ist einverstanden, das Binnenschifffahrtsgesetz anzupassen mit dem Ziel, Kitesurfer und -surferinnen mit anderen Wassersportlern gleichzustellen.
Kitesurfen in der Schweiz
Motionär Hess hatte argumentiert, dass für das Fahren mit den Drachensegelbrettern strenge Sicherheitsvorschriften gelten und die Sportler in ausgewiesenen Schulen ausgebildet würden. Kitesurfer belasteten die Umwelt weniger als Segler oder Motorbootkapitäne.
Eine Minderheit hätte es beim Verbot belassen wollen. Vor allem wegen ihrer Sprünge seien - zum Beispiel für Schiffsbesatzungen - die Bewegungen der Kitesurfer schwer abzuschätzen. Sie befürchteten, auch noch auf das Geschehen in der Luft über ihnen achten zu müssen, sagte Sprecherin Edith Graf
Edith
Graf
SP, TG
NationalratVerbunden mit
Förderverein Pädagogische Hochschule Thurgau, Kreuzlingen
weitere Verbindungen anzeigen-Litscher (SP/TG).
Von Diskriminierung der Kitesurfer könne heute keine Rede sein, argumentierte sie. Etwa 90 Prozent des Brienzersees seien für Kitesurfer freigegeben, und auch auf dem Silvaplanersee im Oberengadin tummelten sich die Sportler.
Umkehr der Beweislast
Verkehrsministerin Doris Leuthard erinnerte an die geführten Diskussionen zu mehreren Vorstössen in der gleichen Richtung und daran, dass Kantone und Schifffahrtsgesellschaften das Verbot nicht aufheben wollten. Tatsächlich ändere sich mit der Überweisung der Motion aber wenig, denn es kehre sich nur die Beweislast um.
Heute ist das Kitesurfen erlaubt, wenn Interessierte von den zuständigen kantonalen Behörden auf Gesuch eine Bewilligung für eine bestimmte Gewässerzone erhalten. Mit der angestrebten Regelung müssten die Kantone neu Gewässerabschnitte festlegen, in denen Drachensegelbretter verboten sind.
Zunächst war vorgesehen, den Trendsport Kitesurfen an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro als neue Disziplin zuzulassen. Im vergangenen November entschied der internationale Verband der Segler (ISAF) dann aber, dass nicht Kitesurfer, sondern wie bisher Windsurfer in Brasilien antreten sollen.
(sda)
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Alle 87 Kommentare

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Cool!
Hoffen wir das Jetskis auch bald erlaubt werden!
Genau!!!
U-boote fahren auch
Hangloose, Baby!!!!
Das ist mal ein Weihnachtsgeschenk!!! Endlich unhooked auf den schweizer Seen!
Schweiz ist zu klein
Darf man dann am Ufer auch Tontaubenschiessen? Ist glaub auch Olympisch:-)
Sport?
Schach spielen?