Abo-Preis

31. Dezember 2017 13:35; Akt: 01.01.2018 07:04 Print

Kostet die «Tagesschau» ohne Billag 1080 Franken?

Die SRG rechnet mit einer Vervierfachung der Kosten für die «Tagesschau», falls die No-Billag-Initiative angenommen wird.

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200 bis 300 Franken Gebühren pro Jahr – so viel wäre gemäss einer Demoscope-Umfrage fast die Hälfte der Schweizer bereit, bei einem Ja zu No Billag für die SRG zu bezahlen. 17 Prozent sogar 400 Franken. Doch damit lässt sich laut der SRG nicht einmal ein Bruchteil der Sendungen finanzieren: Alleine ein «Tagesschau»-Abo würde 1080 Franken pro Jahr kosten, schreibt die «Luzerner Zeitung».

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Die SRG macht dabei folgende Rechnung: Die «Tagesschau» kostet heute 22 Millionen Franken pro Jahr. Kommt No Billag durch, würden andere SRG-Newssendungen im TV und Radio eingestampft werden und deshalb Synergieeffekte wegfallen. Die Kosten würden sich folglich auf 44 Millionen Franken verdoppeln. Hinzu kommt der Zuschlag der TV-Provider von durchschnittlich 100 Prozent. Das ergibt Gesamtkosten von 88 Millionen für das News-Flaggschiff der SRG.

Bei der Zahl der Abonnenten geht die SRG davon aus, dass rund ein Viertel der heutigen Zuschauer bereit wäre, ein «Tagesschau»-Abonnement zu lösen. Allerdings fällt laut der Rechnung der «Luzerner Zeitung» ein Drittel davon weg, weil er kein Pay-TV empfangen kann. Es bleiben 81'500 zahlungswillige Zuschauer. Pro Person ergibt das einen Abo-Betrag von 1080 Franken. Die Werbeeinnahmen sind dabei schon einkalkuliert.

80 Franken – für eine Low-Level-Tagesschau?

Für SVP-Nationalrat Gregor Rutz sind diese Kosten viel zu hoch gegriffen: «Die SRG macht unseriöse Panikrechnungen.» Laut Medienjournalist Kurt Zimmermann müssten die Produktionskosten bei einem Ja unweigerlich sinken. Zudem ist er überzeugt, dass bis zu einer halben Million ein SRF-Newsabo lösen würden – und die Kosten deshalb auch auf Sendungen wie die «Tagesschau», «10vor10» oder «Rundschau» aufgeteilt würden. Er rechnet am Ende mit einem Abo-Preis von 80 Franken.

Die Gegner der Initiative hatten bisher immer gewarnt, dass bei einem Ja die teuren Sendungen nicht mehr finanziert werden können. Im besten Fall gäb es noch «eine absolute Low-Level-Tagesschau», so CVP-Nationalrat Martin Candinas im Oktober.

(hal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B. Bakker am 31.12.2017 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaja.

    Was dümmeres habe ich dieses Jahr selten gelesen.

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  • Alcatron am 31.12.2017 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Andere Sender könnens auch!

    Ewiges Jammern auf hohem Niveau andere Sender finanzieren sich auch selber und bringen stets aktuelleSpielfilme, in der Privatwirtschaft müssen wir auch stets optimieren und können nicht einfach mit der Schöpfkelle schröpfen. Sorry jahrelang hat das SRF Zeit gehabt zu optimieren und allenfalls die Gebühren schrittweise zu senken, nein nichts ist passiert sondern es wurde budgetiert und einfach bezahlt obwohl die Meinung der Bevölkerung bekannt war. Herrn de Weck interessierts ja nicht mehr er hat genug kassiert.

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  • 1 Tap am 31.12.2017 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwann kommt alles zurück.

    Und jetzt? Ich bezahle keinen Rappen mehr für etwas das ich niemals angesehen habe. Sollen die bezahlen, die das sehen möchten! Karma 2018

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Piotta am 02.01.2018 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Abo?

    Auf Billag-Programme schaue ich bis zu 10 Filme und bis zu 5 Championsleague-Spiele im Jahr. Was würde mir ein solches Abo kosten?

  • Dä Jesus am 02.01.2018 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überbezahlt und überbesetzt

    Ein Tagesschau Abo soll 1080 Franken kosten, wenn Nachrichten so teuer sind, wie können denn Privatsender Nachrichtensendungen finanzieren und dann noch genug Geld haben, um irgendwelche Massenverblödungsserien zu produzieren. Das ist doch nur Panik mache, weil gewisse Leute ihre überbezahlten und berflüssigen Stellen retten wollen. Man stelle sich vor, man müsste arbeiten fürs Geld, unvorstellbar!

  • Bürger am 02.01.2018 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    ruft mich an

    Und was kostet denn ohne Billag zb. "das Wort zum Sonntag" 20 Millionen? hey, ruft mich an, ich bin theologisch bewandert und spreche euch ein wunderbar christliches Wort für einen Jahreslohn eines Schreiners... Angst, pure Angst rinnt aus ihren Poren... NO-Billag

  • Marco Schmid am 01.01.2018 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    Bezahlen?

    Dann ist es eben so wer es sehen möchte soll bezahlen. So funktioniert die Welt. Ich bezahle genau gar nichts.

  • Deutsch Schweizer am 01.01.2018 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf das Zürich TV...

    Kann ich sowieso gut verzichten.