Unfälle und Zugsausfälle

11. Dezember 2012 11:55; Akt: 11.12.2012 14:47 Print

Lawine droht – Glarner Schule geschlossen

Der Winter hat Teile der Schweiz weiter im Griff. In Netstal wurde die Schule geschlossen, weil der Niedergang einer Lawine droht. Einen spektakulären Unfall gab es auf der Axenstrasse.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die riesigen Schneemengen im Kanton Glarus haben für rund 250 Schüler in Netstal einen angenehmen Nebeneffekt: Sie müssen wegen Lawinengefahr nicht zur Schule. Die Schule wurde am Montagmittag geschlossen. Sie bleibt bis mindestens Mittwochabend zu. Am Donnerstag werde die Lage neu beurteilt, sagte Hans-Peter Horat, Leiter der Fachstelle Sicherheit der Gemeinde Glarus, zu einem Bericht der Glarner Ausgabe der «Südostschweiz». Schulfrei haben etwa 250 Schülerinnen und Schüler.

Laut Horat geht es nicht um das Schulhaus, sondern um die Sicherheit der Schüler auf dem Pausenplatz oder auf dem Schulweg. Die Bedrohung kommt von einer Staublawine respektive von deren Druckwelle. Eine Gefährdung wie die aktuelle komme alle paar Jahre vor, sagte Horat.

Das Glarnerland wurde in den letzten Tagen mit riesigen Schneemengen eingedeckt. Im Tal liegen etwa 70 Zentimeter Neuschnee, auf einer Höhe von 2000 Meter rund zwei bis zweieinhalb Meter.

Viel Schnee auch im Berner Oberland

Ebenfalls wegen Lawinengefahr ist die Bahnstrecke zwischen Brienz und Interlaken Ost am Dienstagmorgen erneut unterbrochen worden. Auch Strassen sind im östlichen Berner Oberland gesperrt. Am Brienzersee fallen die Regio-Züge zwischen Brienz und Interlaken aus, die Interregio-Züge zwischen Meiringen und Interlaken, wie die Zentralbahn mitteilte. Es verkehren Ersatzbusse, die Reisenden müssen aber längere Reisezeiten einrechnen. Die Bahnstrecke bleibt den ganzen Dienstag unterbrochen.

Das rechte Brienzerseeufer ist bekannt für seine Lawinengefahr. Strasse und Bahn sind in vielen Wintern ein oder mehrmals vorübergehend unterbrochen. Erst vor wenigen Tagen hatte die sogenannte Hirscherenlawine bei Oberried die Kantonsstrasse verschüttet. Die Bahnstrecke war zuletzt am Wochenende für 24 Stunden gesperrt gewesen. Im nahen Haslital wurden verschiedene Strassenabschnitte gesperrt. So die Hauptstrasse zwischen Urweid und Guttannen und die Hauptstrasse zwischen Furen und Gadmen.

Mehrere Unfälle

Auf der schneebedeckten Axenstrasse kam es am Dienstagmorgen zu einem Verkehrsunfall. Ein Autofahrer aus Italien geriet nördlich des Flüelertunnels auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte er in ein anderes Auto.

Weil eine nachfolgende Autofahrerin den Wracks auswich, kollidierte auch sie mit einem entgegenkommenden Auto. Ausser der Beifahrerin im Auto des Italieners, die mit der Ambulanz ins Kantonsspital Uri gebracht wurde, blieben alle anderen Beteiligten unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von rund 40'000 Franken. Die Axenstrasse musste für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden.

In den frühen Morgenstunden kam auf der Autobahn A1 bei Härkingen der Fahrer eines Lieferwagens mit Anhänger ins Schleudern. In der Folge kippte der Anhänger auf die Seite; das Gefährt blockierte die Autobahn. Verletzt wurde beim Unfall laut der Kantonspolizei Solothurn niemand.

Bereits am Montagabend verunfallte ein Autofahrer in Steinen SZ. Er hatte den rechten Strassenrand touchiert, geriet ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Laut der Schwyzer Kantonspolizei blieb der 32-Jährige unverletzt.

(rme/sda)

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren