Gefährliches Wandern

28. Juli 2012 23:54; Akt: 29.07.2012 00:04 Print

Leinenzwang soll vor Kuh-Attacken schützen

Friedliche Kühe? Von wegen! Im Juli wurden zwei Frauen auf Alpweiden von Kühen angegriffen. Schuld daran waren aber Hunde, die sie erschreckt hatten. Ein Leinenzwang soll diese Gefahren jetzt bannen.

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Heinz Feldmann von der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft verlangt einen Leinenzwang für Hunde auf Alpweiden, da diese oft Kuh-Angriffe auslösen. (Bild: Keystone)

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Wandern kann auch gefährlich sein. Nachdem im Juli zwei Frauen auf Alpweiden von Kühen angegriffen wurden, soll ein Leinenzwang die Gefahren verringern. «Ein Hund ist oft die Ursache für eine Kuh-Attacke», sagt Heinz Feldmann von der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) in der «SonntagsZeitung».

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Vor allem Unwissen und Fehlverhalten führten zu Zwischenfällen. «Ich setze mich für einen Leinenzwang ein.» Freilaufende Hunde könnten einen enormen Schaden anrichten und die Tierhalter hätten keine andere Wahl als einen Leinenzwang. Einen solchen müssten Gemeinden oder der Kanton verfügen.

Hunde schrecken Herden auf

Mit dem geforderten Leinenzwang sollen auch die vorbildlichen Hundehalter geschützt werden. Bei der Attacke am Weissenstein Anfang Juli führte eine 69-Jährige einen Hund an der Leine. Trotzdem attackierte eine Kuh sie schwer. «Wir gehen davon aus, dass zuvor ein Zwischenfall, möglicherweise mit einem freilaufenden Hund, die Herde aufgeschreckt hat», sagt Feldmann.

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Man sollte, bevor man an einer Gruppe von Kühen vorbei muss, dem Hund befehlen zu warten. Dann alleine an den Kühen vorbei laufen und wenn man an ihnen vorbei ist den Hund wieder rufen. Wenn der Hund dazu zu schlecht erzogen ist sollte man ihn sowieso an die Leine nehmen. – Lukas Wyder

Man sollte halt bei der Anlage von Wanderwegen und Weiden möglichst darauf achten, das Wanderer keine Kuhweiden überqueren müssen. Hunde auf Kuhweiden an die Leine zu nehmen ist sicher sinnvoll, aber kann es wirklich verhindern, dass Kühe sich bedroht fühlen und angreifen? – Peschä

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dreamy am 29.07.2012 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zaun!!!

    Ich nehme meinen Hund grundsätzlich nicht an die Leine, wenn ich eine Kuhherde passiere. Er muss aber ruhig bei Fuss laufen (setzt natürlich voraus, dass der Hund gut erzogen ist!!!). Falls uns dann doch eine Kuh attackieren sollte, kann er frei flüchten... wenn er in dieser Situation an der Leine wäre, hätte er keine Chance (die Panik wäre vorprogrammiert). Man sollte lieber die Kühe einzäunen, vor allem die Mutterkühe, dann hätte jeder seine Ruhe.

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  • tom b. am 29.07.2012 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sündenbock gesucht 

    da wird wieder mal der hund auf die hörner genommen. nicht von den kühen sondern von hundegegnern! die ursache liegt doch ganz woanders: gegenüber früheren zeiten wird vermehrt auf mutterkuhhaltung gesetzt, deshalb gibts auch mehr zwischenfälle. diese kühe verteidigen halt ihre kälber aus natürlichem instinkt gegen alle gefahren; ob hund oder mensch oder sonstwas.

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  • D.S. am 29.07.2012 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzgebung Alpen

    "Da die Alpen als Gesamtheit einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft gehören, mit Nutzungsanteil des Einzelnen" So siehts aus laut Gesetz!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Obelix 59 am 30.07.2012 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Mutterkühe

    Das Problem ist eben, dass man die Hunde an die Leine nimmt, und wenn möglich noch die kleinen Kälber aus der nähe bewundern, oder sogar streicheln will, die mögen die Mutterkühe gar nicht. Mein Tipp: Erzogene Hund nicht anleinen, die Herde umgehen. Doch Tiere haben halt einen viel besseren Instinkt als die Menschen, wenn jemand Angst hat sind die Tiere bestärkt.

  • Marcel am 30.07.2012 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Informationsfaulheit

    Man muss auch nicht die Wanderwege mitten durch Kuhweiden nehmen. Wer keinen Respekt vor den Tieren hat, muss sich nicht wundern wenn die Tiere zurückschlagen. Wir sind solche Heuchler. Streunt der Hund des Nachbars im Garten, könnte man ihn glatt erschlagen, aber selbst besitzt man die Frechheit durch fremde Weiden (welche zusätzlich von der Herde besetzt werden) zu latschen. Wenn ihr das unbedingt machen wollt, informiert euch mal ein bisschen über Kühe. Oder läuft ihr im Dschungel durch das Revier wilder Tiger ohne etwas über die Tiere zu wissen??

  • Sandy am 30.07.2012 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Grundübel anpacken

    Das eigentliche Problem ist das fehlende Vertrauen der Kuh zum Menschen.

  • Wanderin am 30.07.2012 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Gegenseitigen Respekt

    Wir haben auch einen Hund und wandern mit ihm. Und wenn es bei Kuhherden vorbei oder hindurch geht, muss er auch an die Leine da unser Hund etwas respektlos vor grossen Tieren ist. Selbst wenn es jetzt Pflicht würde den Hund an die Leine zu nehmen - was ist schlimm daran? Meistens ist man schnell daran vorbei und es ist zur Sicherheit von allen. Und denkt daran, wenn der Hund eine Herde aufmischt können sich auch die Kühe die Knochen brechen... wollt ihr das?

  • S.N. am 30.07.2012 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot wäre kontraproduktiv

    Erfahrungsgemäss erwecken Hunde sehr grosse Neugier bei Rindern/Kühen und werden auch gerne mal zum Spass "gejagt". Was soll nun ein Leinenzwang in solchen Situationen bitte bringen?? So bringt man lediglich die Kühe noch näher zum Menschen. Einen grossen Bogen und sich möglichst unauffällig Verhalten wäre angebracht. Aggressive Hunde sind selbstverständlich an der Leine zu führen. Es macht den Anschein als konnte einfach keine bessere Lösung gefunden werden und wiedermal auf das Allerweltsmittel "Leinenzwang" zurückgegriffen wurde. Ein Armutszeugnis für die zuständigen Herren.