Siegesserie

04. März 2018 18:20; Akt: 04.03.2018 18:23 Print

Leuthard macht das Stängeli voll

Nach der Postauto-Affäre hat Doris Leuthard wieder Grund zum Strahlen: Sie fährt den zehnten Abstimmungserfolg in Folge ein.

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Die Abstimmungserfolge von Doris Leuthard: Medienministerin Doris Leuthard eilt von Abstimmungserfolg zu Abstimmungserfolg. Die Stimmbürger lehnen die No-Billag-Initiative ab und bescheren der Aargauerin den zehnten Sieg an der Urne in Folge. Bundesrätin Doris Leuthard hat allen Grund, fröhlich zu sein. Das Volk trägt ihre Energiestrategie mit. Das Volk folgt Leuthard und stimmt dem Nationalstrassenfonds (NAF) mit 62 Prozent Ja an. 54 Prozent Nein zur Atomausstiegsinitiaitve der Grünen, die Leuthard zu weit ging. Die Initiative für eine grüne Wirtschaft wird abgelehnt. Auch hier folgt das Volk dem Bundesrat. Leuthard hat das Volk gleich doppelt in der Tasche: Sowohl die Service-public-Initiative als auch die Milchkuh-Initiative scheitern. Erstere wollte bundesnahen Betrieben das Streben nach Gewinnen verbieten, zweitere mehr Mittel für die Strasse. Leuthard bringt die zweite Gotthard-Röhre durch – und strahlt. Mit hauchdünnen 50,1 Prozent Ja stimmt das Volk dem Bundesgesetz über Radio und Fernsehen zu. Leuthard freuts. Das Volk spricht mehr Mittel für die Bahn. Der Eisenbahninfrastrukturfonds (Fabi) bekommt 62 Prozent Ja. Vor dreieinhalb Jahren liess das Volk Leuthard letztmals im Regen stehen. Das Volk schmetterte eine teurere Vignette mit 60,5 Prozent Nein ab. Macht auch auf dem internationalen Parkett eine gute Figur: Bundespräsidentin Doris Leuthard. Hier mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping (14. Mai 2017). Im Inland reiht Leuthard Sieg an Sieg. «Sie ist ein Glamourgirl mit einer guten Ausstrahlung, ist perfekt dreisprachig», sagt SVP-Nationalrat Andreas Glarner. Hier posiert die Bundesrätin anlässlich eines Gala-Dinners (Bild vom 20. Mai 2014).

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Die Medienministerin reitet auf der Erfolgswelle: Sie hat seit über vier Jahren keine Abstimmung mehr verloren. Mit dem Nein zu No Billag kommt sie nun auf zehn Siege in Folge (siehe Bildstrecke). Die letzte Niederlage datiert vom 24. November 2013 – damals ging es um die Autobahnvignette.

Für Leuthard kommt der Triumph zur rechten Zeit: Wegen der Postauto-Affäre musste auch die Verkehrsministerin Kritik einstecken.

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L. A. am 04.03.2018 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Mir wird übel.

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  • RM3 am 04.03.2018 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wers glaubt...

    Genau.. als wäre das ihr Verdienst. Glaubt der jemand noch irgend ein Wort?? Das war pures Glück, denn das Volk kann sich auch selbst eine Meinung bilden.

    einklappen einklappen
  • M.u.S. am 04.03.2018 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe wer will

    Zig Milliarden Stängeli ohne konkreten Pläne.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pf am 05.03.2018 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Trügerisch

    Da frägt man sich ob alles mit rechten Dingen zu und her geht.

  • Flori am 05.03.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Und tschüss

    Dann wäre es ja an der Zeit zu gehen.

  • Der Versteher am 05.03.2018 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Olympische Spiele in Bern

    Endlich versteh ich die Politik. Das ist also wie bei einer Olymiade. Da gehts um Goldmedalien, Pokale und Siegeszüge mit der richtigen Taktik und Strategie. Wer gewinnt-wer verliert. Wann wird Politik olympisch?

  • Der Versteher am 05.03.2018 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Olympiade

    Endlich versteh ich die Politik. Das ist also wie bei einer Olymiade. Da gehts um Goldmedalien, Pokale und Siegeszüge mit der richtigen Taktik und Strategie. Wann wird Politik eine olympische disziplin?

  • L T am 05.03.2018 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Königin Leuthard: zuerst alle blenden, dann Rücktritt, später der Absturz, denn Ihre Machenschaften werden Sie einholen, Analog Vinzenz.