Als erste Grüne

26. November 2012 15:02; Akt: 26.11.2012 16:18 Print

Maya Graf ist die höchste Schweizerin

Mit 173 von 183 gültigen Stimmen ist die grüne Baselbieterin Maya Graf zur neuen Nationalratspräsidentin gewählt worden. Sie ist die erste Grüne im Amt.

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Die Baselbieterin Maya Graf ist neue Nationalratspräsidentin. Die Wahl gilt als historisch: Mit Graf übernehmen zum ersten Mal die Grünen das formell höchste Amt im Land.

Die 50-jährige Biobäuerin und ausgebildete Sozialarbeiterin aus Sissach wurde am Montag mit 173 von 183 gültigen Stimmen zur höchsten Schweizerin gewählt. «Ihr Vertrauen erfüllt mich mit Dankbarkeit und motiviert mich», sagte Graf nach der Wahl in ihrer Antrittsrede, die Dankesworte in allen Landessprachen enthielt.

Für ihre Partei, die Grünen, sei ihre Wahl eine wichtige Anerkennung, sagte Graf. Die Wahl sei aber auch ein Zeichen des Respekts vor Nicht-Bundesratsparteien. «Wir leben die Vielfalt unserer Demokratie durch Einbezug und nicht durch Ausschluss.»

«Première citoyenne»

Ihre französischsprachige Anrede - «première citoyenne» - bedeute für sie die Herausforderung, den Bürgerinnen und Bürgern ein Beispiel zu geben, sagte Graf. Sie wolle ihnen zeigen, dass «wir stolz sind auf die Vielfalt, auf die gute Zusammenarbeit im Parlament und auf die demokratischen Institutionen in der Schweiz».

Ihren Ratskolleginnen und -kollegen versprach Graf, eine faire und kompetente Sitzungsleiterin zu sein, bei der Repräsentation des Parlaments eine echte Demokratin. Das Einbinden von Kräften, das Ernstnehmen anderer Meinungen, das echte Nachdenken und Zuhören gelte es zu bewahren. «Auf dieses Erbe von 1848 können wir stolz sein.»

Rossini zweiter Vizepräsident

Der Nationalrat bestellte am Montag auch das Vizepräsidium neu. Erster Vizepräsident wurde mit 161 von 177 gültigen Stimmen der 62- jährige Luzerner Ruedi Lustenberger (CVP). Zweiter Vizepräsident wurde der Walliser Sozialdemokrat Stéphane Rossini. Der 49-Jährige erhielt bei der Wahl 140 von 154 gültigen Stimmen.

Graf ist seit elf Jahren Mitglied des Nationalrates. Mit ihr stellt der Kanton Basel-Landschaft zum vierten Mal seit 1848 das Präsidium des Nationalrates.

Im Amt des Nationalratspräsidenten wechseln sich die vier grössten Parteien der Schweiz ab. In unregelmässigen Abständen überlassen sie aber auch einer kleineren Partei das Amt. Die Grüne Partei ist seit 33 Jahren in der grossen Kammer vertreten. Seit Herbst 1987 hat sie eine eigene Fraktion.


(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Heller am 26.11.2012 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ciao Svizzera

    Oh, jetzt gehts definitiv bergab!!!

  • Ursula W. am 26.11.2012 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Zu viele Rot- /Grüne Vorstehende

    Wir haben zu viele Rot-/Grüne in vorstehenden Positionen der Kommissionen, Verwaltungs- und Regierungsgremien. Schweizer Bürger sind nicht ihrer Parteienstärke entsprechend repräsentativ vertreten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Heller am 26.11.2012 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ciao Svizzera

    Oh, jetzt gehts definitiv bergab!!!

  • Ursula W. am 26.11.2012 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Zu viele Rot- /Grüne Vorstehende

    Wir haben zu viele Rot-/Grüne in vorstehenden Positionen der Kommissionen, Verwaltungs- und Regierungsgremien. Schweizer Bürger sind nicht ihrer Parteienstärke entsprechend repräsentativ vertreten.

    • Th. Gerber am 26.11.2012 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Repräsentativ?

      Was heisst schon repräsentativ? Wann war bei Wahlen/Abstimmungen zuletzt eine Beteiligung von 50%+ gegeben? 20% wähleranteil von 40% bevölkerung entspricht 8% der gesammtbevölkerung. Soviel zum Thema repräsentativ

    • Beat Eichelberger am 28.11.2012 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      Sowas von unwichtig

      Der Wähleranteil ist absolut egal. Sowas von unwichtig. Jeder hat die Chance, die Unterlagen sind früh genug im Briefkasten. Wer zu faul ist abzustimmen soll gefälligst die Klappe halten. Ausreden gibts keine.

    • Papierlischweizer am 28.11.2012 15:28 Report Diesen Beitrag melden

      Demokratischer Ratsentscheid.

      Interessanterweise werden die Komissionspräsidenten, Ratsvorsteher und Verwaltungsdirektoren von den die Parteistärke repräsentierenden jeweiligen Räten gewählt. So ist letztlich auch das Stimmverhalten der Wähler nur in Bezug auf die Ratsmitglieder relevant und die ganze Aufregung um Stimmbeteiligungen und Repräsentation absolut unwichtig.

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