Repräsentative Umfrage

21. September 2017 15:31; Akt: 21.09.2017 16:31 Print

Mehrheit würde Billag-Gebühren abschaffen

Die SRG muss zittern: Die Zustimmung für die No-Billag-Initiative ist gross.

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Die No-Billag-Initiative bewegt. Stolze 69 Nationalräte haben sich in die Rednerliste eingeschrieben, um ihre Meinung zur Abschaffung der Billag-Gebühren kundzutun. Mit dem Ergebnis, dass wegen der hohen Anzahl vergangene Woche ein Entscheid vertagt werden musste. Die Debatte wird am 25. September im Nationalrat wieder aufgenommen.

Auch das Meinungsforschungs-Institut Demoscope hat sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema befasst und 1000 stimmberechtigte Schweizer telefonisch dazu befragt. Die repräsentative Erhebung brachte zutage: Fände die Abstimmung zur No-Billag-Initiative schon an diesem Wochenende statt, würde sie knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) sicher oder eher annehmen. Bei den Männern wären es gar 50 Prozent. 37 Prozent würden sicher oder eher ablehnen.

Grund für die Annahme der Initiative: In erster Linie sehen die Befragten Sparpotenzial. 27 Prozent möchten Geld sparen, 19 Prozent finden den Billag-Beitrag zu hoch und 16 Prozent sind generell gegen den Gebührenzwang.

Gegner der Initiave halten an Status quo fest

Auf der Gegenseite will man hauptsächlich nichts am Status quo ändern: Fast jeder Dritte, der die Initiative heute ablehnen würde, hat als Begründung angegeben, nichts an der jetzigen Praxis ändern zu wollen (29 Prozent). 24 Prozent sind für einen Service Public, 21 Prozent befürchten eine Qualitätseinbusse, wenn die Gebühren wegfallen würden.

Gegenvorschlag als Option

Eine Alternative zur Inititative, die Gebühren zum Beispiel um 20 Prozent zu senken, sehen 65 Prozent als taugliche Lösung. 27 Prozent der Befragten wären bereit, einen Betrag von 200 Franken für das Radio- und Fernsehangebot der SRG zu zahlen, 20 Prozent 300 Franken und 17 Prozent 400 Franken.

Die Umfrage hat Demoscope zwischen dem 28. August und 12. September durchgeführt und dafür zufällig ausgewählte Privathaushalte in der Schweiz kontaktiert.

(kfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bill AG am 21.09.2017 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    byebye

    es war ein schwerer Fehler, dass das Parlament aus medientechnischen Gründen keinen Gegenvorschlag ausgearbeitet hat - jetzt ist es alles oder nichts und niemand will weiterhin über 400.- für pseudogolfende Moderatoren bezahlen...

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  • H. Meier am 21.09.2017 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Werbung

    Wenn ich diese hohe Summe bezahlen soll, will ich nicht genötigt werden, Werbung anzuschauen! Ansonsten Betrag drastisch reduzieren. Fosil Bilag abschaffen.

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  • Amina123 am 21.09.2017 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fort oder 50%preisabschlag

    die gehört abgeschafft,ganz klar.oder als kompromiss den rdchnungsbetrag mindestens um 50% reduzieren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sparfuchs am 19.10.2017 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überlebenskünstler

    Hallo, es gibt in der reichen Schweiz viele betagte Leute die mit sehr wenig Geld durchkommen müssen. da liegen keine Ferien oder sonstige kostenpflichtige Angenehmheiten drin. Beim Exsistenzminimum gibt es keinen Spielraum. Diejenigen, wollt ihr sie noch mehr schröpfen ? Es gibt bekanntlich viele muss-sein Zahlungen aber Billag ist eindeutig zuviel. 200.- Fr im Jahr ist vollends genug

    • guido xy am 19.10.2017 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sparfuchs

      ...200 Fr sind viel Geld. Gerade in Zeiten in denen die Krankenkasse auch noch um 5.6% teuerer wird. Es sind nicht alle reich.

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  • Heidi Keller am 19.10.2017 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Frau ist eine Schlange

    Der BR nimmt uns auf die Schippe: Gebühren etwas runter, das thumbe Volk sagt ja und in 2 Jahren gehen die Gebühren wieder rauf. Denn der BR kann sie einfach so festsetzen. Nein Doris, diesen Apfel esse ich nicht!

  • Bruno Ochsner am 16.10.2017 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nexflix

    Nexflix hat schon angekündigt die Gebühren zu erhöhen. Wenn dann keine öffentlichen Sender mehr gibt wie gross werden dann die Gebühren dort sein.

  • Michèle am 25.09.2017 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    No Billag

    Ich sehe keinen Grund für Leute wie mich die KEINE SRG Sendungen schauen oder hören soviel Geld zahlen zu müssen... Ich würde vielleicht noch die Hälfte zahlen damit Frieden herrscht.. Den gesammten Betrag würde ich nur zahlen wenn die Hälfte davon in die AHV fliessen würde

  • MAD Graf am 25.09.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Dienstleistung bringt Billag?

    Ich muss für das ich das internet nutzen kann Gebühren zahlen bei Billag, sonst mach ich mich Strafbar, zusätzlich zu meinem internet Anbieter Fixkosten. Auch wenn ich kein Tv benutze oder Gerät habe. Welche dienstleistung bringt Billag das den Betrag rechtfertigt? Die leitungen werden von der Gemeinde oder Stadtwerken finanziert, das zahlen wir ja regelmässig. Wieso soll ich für die nutzung der Leitung fürs Internet bei Billag was bezahlen?