Neue Berner Gemeinderätin

11. Dezember 2012 10:34; Akt: 11.12.2012 11:21 Print

Nationalrätin Ursula Wyss tritt zurück

SP-Nationalrätin Ursula Wyss hat ihren Rücktritt eingereicht. Das kommt nicht unerwartet, denn Wyss war Ende November in die Berner Stadtregierung gewählt worden. Auf diese Aufgabe wolle sie sich nun konzentrieren.

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Ursula Wyss galt im nationalen Parlament als sehr gut vernetzt und einflussreich. (Bild: Keystone)

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SP-Nationalrätin Ursula Wyss hat am Dienstag, wie angekündigt, ihren Rücktritt eingereicht. Die 39-Jährige will sich fortan auf ihr Amt in der Berner Stadtregierung konzentrieren. Mit Wyss tritt ein Schwergewicht von der nationalen Politbühne ab.

Obschon noch keine 40 Jahre alt, kann Wyss bereits auf eine lange und erfolgreiche Politkarriere zurückblicken. 13 Jahre sass sie im Nationalrat, sechs davon als Chefin der SP-Bundeshausfraktion.

Ihre politische Karriere auf Bundesebene startete Wyss 1999 als Jungsozialistin: Fulminant zog sie, erst 26-jährig und alleinerziehende Mutter, in den Nationalrat ein. Zuvor hatte die promovierte Ökonomin zwei Jahre lang dem Berner Kantonsparlament angehört.

Gut vernetzt und einflussreich

Der Fraktionsvorsitz verschaffte der Bernerin Führungserfahrung, Medienpräsenz und Respekt. Im nationalen Parlament galt sie als sehr gut vernetzt und einflussreich. Wyss gilt als eine der Architektinnen der Abwahl von Christoph Blocher aus dem Bundesrat.

Im März 2011 kandidierte Wyss in einer Ersatzwahl im Kanton Bern für den Ständerat und verlor nur knapp gegen ihren SVP-Kontrahenten Adrian Amstutz. Wegen einer Schwangerschaft verzichtete sie im Herbst 2011 darauf, erneut für den Ständerat zu kandidieren. Als Nationalrätin wurde sie jedoch mit Glanzresultat wiedergewählt.

Wyss habe sich mit viel Engagement für sozialdemokratische Anliegen eingesetzt, schreibt ihre Partei, die SP, in einer Mitteilung vom Dienstag. Die SP nimmt den angekündigten Rücktritt denn auch «mit etwas Wehmut» zur Kenntnis.

Neben ihrer Aufgabe als Fraktionschefin war Wyss auch langjähriges Mitglied der Umwelt-, Raumplaungs- und Energiekommission (UREK) sowie der staatspolitischen, der finanzpolitischen und der aussenpolitischen Kommission.

Glanzresultat

Ein Glanzresultat, nämlich auf Anhieb das beste aller Kandidaten, erzielte Wyss Ende November auch bei den Wahlen in die Berner Stadtregierung. So zieht nun Ursula Wyss vom Bundeshaus in den Erlacherhof, den Sitz der Berner Stadtregierung.

An einem Sitz im Stadtberner Gemeinderat reizte Wyss die Möglichkeit «rasch und direkt Wirkung zu erzielen», wie sie einmal sagte. In der Stadt Bern ist es zudem ein offenes Geheimnis, dass die SP damit rechnet, dass Wyss in vier Jahren das Stadtpräsidium von Alexander Tschäppät übernehmen will.

Schon im Vorfeld der Stadtberner Wahlen von Ende November hatte Wyss stets betont, sie werde im Falle einer Wahl in den Stadtberner Regierung ihr Nationalratsmandat abgeben.

Für Wyss wird SP-Grossrätin Nadine Masshardt in den Nationalrat nachrutschen. Sie wird ihr neues Amt in der Frühjahrssession im März antreten.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • iris sutter am 11.12.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht

    Die schönste Nachricht heut.

  • mutiger am 11.12.2012 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kinderkrippe

    sie würde besser von alen Ämtern zurück treten und sich um die Kinder kümmern dann wüssten die wenigstens wehr Ihre Mutter ist

  • Alex am 11.12.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Gott sei Dank...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ramon Paxus am 11.12.2012 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Sehr schade, hab' sie immer als zukünftig Bundesrätin gesehen. Trotzdem wünsch ich Ihr viel Freude und Erfolg in ihrer neuen Rolle.

  • Anna Martinelli am 11.12.2012 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum glück!

    Leider politisiert sie immer noch in Bern weiter.

  • Hansueli Schönmann am 11.12.2012 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    fröde herrscht

    wurde zeit. der nationalrat wird wieder viel sympatischer. das einzig schlimme: uns berner bleibt sie erhalten.

    • A. Berner am 11.12.2012 16:06 Report Diesen Beitrag melden

      Uns Berner?

      Sie meinen wohl die Stadtberner. Oder haben Sie den Artikel nicht gut gelesen?

    einklappen einklappen
  • Beat Metsalind am 11.12.2012 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adieu

    Wunderbar! Wieder einmal eine seltnene gute Nachricht. Werde sie sicherlich nicht vermissen.

  • Andi M. am 11.12.2012 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Juhuii

    So schön. Jetzt muss ich sie im TV nicht mehr ertragen :-)

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