Monster-Rechnungen

12. März 2013 14:31; Akt: 12.03.2013 15:11 Print

Nationalrat will Roaming-Gebühren senken

Wer das Handy im Ausland benutzt, soll weniger tief in die Tasche greifen müssen: Der Nationalrat stimmte einer Motion seines früheren Mitglieds Thomas Fuchs (SVP) deutlich zu.

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Erfolg für Thomas Fuchs: Eineinhalb Jahre nach seiner Abwahl hiess der Nationalrat seine Roaming-Motion gut. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

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Der frühere SVP-Nationalrat Thomas Fuchs verlangte in seinem Vorstoss vom Bundesrat, verbindliche Höchsttarife für ein- und abgehende Anrufe und SMS im Ausland festzulegen. Die EU kenne seit Jahren solche Höchsttarife, sagte Fuchs' Parteikollegin Natalie RickliNatalie
Rickli

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. Bundesrätin Doris Leuthard zeigte ein gewisses Verständnis für das Anliegen. Auch der Bundesrat sei der Meinung, dass Roaming für Schweizer Kunden nach wie vor relativ teuer sei, sagte sie.

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Leuthard erinnerte aber daran, dass sich die Roaminggebühren aus den Kosten ergäben, die der Schweizer Telekomanbieter dem ausländischen Netzbetreiber für die Netznutzung bezahlen müsse. Einseitig festgelegte Preisobergrenzen seien nicht sachgerecht, weil die Schweizer Unternehmen die Zeche dafür bezahlen müssten.

Ständerat ist skeptisch

Der Nationalrat liess sich davon nicht beeindrucken und stimmte der Motion mit 162 zu 12 Stimmen bei 9 Enthaltungen zu. Ähnlich wuchtig hatte er schon 2011 einen Vorstoss mit dem gleichen Anliegen angenommen.

Die Ständeratskommission hat diese Motion allerdings vor wenigen Wochen zur Ablehnung empfohlen. Sie ist der Auffassung, dass den raschen Entwicklungen von neuen Technologien und Preismodellen mit Höchsttarifen nicht gebührend Rechnung getragen wird.

EU-Bürger habens besser

Die Kommission möchte den Bundesrat stattdessen auffordern, bis Ende 2014 über die Entwicklung der Roaming-Gebühren Bericht zu erstatten. Ein entsprechendes Postulat hiess sie einstimmig gut. Der Bericht soll zeigen, ob Handlungsbedarf besteht und was gegen eine Angleichung der Schweizer Roaming-Tarife an jene der EU spricht.

Die EU hat für ihre Mitgliedstaaten verbindliche Obergrenzen sowohl bei den Vorleistungs- als auch bei den Endkundenpreisen festgelegt und diese schrittweise gesenkt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Dvoracek am 15.03.2013 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Flatfee Abo

    Ich hab das teuerste Flatfee Abo... Im EU Raum sind da 300mb Verkehr und 200 oder 300 im Ausland inbegriffen... Was mich nervt ist, dass die Swisscom bei 0848 etc. - Nummern (Lokaltarif) bei Flatfee Abos noch einen Zuschlag draufhaut, obwohl maln ein All inklusive Abo hat...

  • Pam am 13.03.2013 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht mal voran!

    Diese Abzocke muss unterbunden werden!

  • Dänu am 13.03.2013 08:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung übernehmen

    Ein bisschen mitdenken ist gefragt. Wer genug mündig ist einen Telco-Vertrag zu unterzeichnen um ein Smartphone zu erhalten, der sollte auch fähig sein A. Den Data-Roaming Knopf auf Aus zu belassen (auf dem iPhone ist der von Haus aus deaktiviert) oder B. eine Auslandoption zu lösen, die meist über Tagespauschalen läuft. Solche Optionen gibts von allen Anbietern für alle Nutzungsarten.

  • dani am 13.03.2013 01:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    habe kein Problem

    die Tarife werden von den ausländischen Anbietern vorgegeben Swisscom berechnet diese nur weiter. außerdem sind die Tarife klar deklariert und angegeben. Wer zu hohe Rechnungen hat ist selber schuld wenn er beim falschen Anbieter ist. oder wenn er sich nicht informiert

  • Konsument am 13.03.2013 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück sind wir ja nicht in der EU!

    Zum Glück für Swisscom, Sunrise und Orange. Solangsam verstehe ich, warum die "Wirtschaftspartei" SVP so vehement gegen die EU und die Übernahme des EU-Rechtes ankämpft. Die EU hat seit Jahren bessere Garantieleistungen für Verbraucher, hat eine Fluggastrichtlinie, die Fluggäste schützt und zwingt sogar Riesen-Unternehmen wie Microsoft in die Knie. So langsam wird klar, warum die SVP so EU-feindlich ist.

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