Kehle aufgeschlitzt

13. November 2012 12:00; Akt: 13.11.2012 12:10 Print

Neonazi wegen Mordversuchs verurteilt

Das Bundesgericht hat ein Urteil gegen einen 24-jährigen Walliser bestätigt, der einem Kosovaren die Kehle aufgeschlitzt hat. Wegen Mordversuchs muss er 11 Jahre ins Gefängnis.

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Ein Walliser Neonazi muss wegen versuchten Mordes ins Gefängnis. (Bild: Keystone)

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Ein Walliser Neonazi muss wegen Mordversuchs definitiv 11 Jahre ins Gefängnis. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des heute 24-Jährigen abgewiesen, der seinem Opfer 2009 wegen einer harmlosen Bemerkung über Hitler die Kehle aufgeschlitzt hat.

Der Neonazi hatte in der Nacht vom 5. Dezember 2009 in einer Diskothek in Saillon VS Nazisprüche von sich gegeben. Ein anwesender 26-jähriger Schweizer kosovarischer Herkunft machte ihn darauf aufmerksam, dass es sich bei der Hitlerzeit doch um eine vergangene Epoche handle.

Mehrere Liter Blut verloren

Der Neonazi zückte daraufhin sein Messer und schlitzte seinem Opfer die Kehle auf. Der Verletzte verlor durch den Angriff mehrere Liter Blut und überlebte nur, weil Anwesende bis zum Eintreffen der Sanitäter sachgerechte Hilfe leisten konnten.

Nach dem Vorfall verblieb der Täter gemäss Zeugen lächelnd im Lokal und rauchte eine Zigarette. Allerdings wies er einen Kollegen noch an, zu ihm nach Hause zu fahren, um Waffen und Nazi-Material verschwinden zu lassen. Früher am gleichen Abend hatte er bereits einem jungen Musiker zwei Zähne ausgeschlagen.

Das Walliser Kantonsgericht verurteilte den Neonazi wegen Mordversuchs zu elf Jahren Freiheitsstrafe. Das Bundesgericht hat dieses Verdikt nun bestätigt und die Beschwerde des heute 24-Jährigen abgewiesen. Laut den Richtern in Lausanne hat er mit seiner Tat totale Missachtung für das Leben seines Opfers gezeigt.

Erfolgloser Einwand

Erfolglos blieb der Einwand des Betroffenen, dass er wahrscheinlich anders gehandelt hätte, wenn es sich bei seinem Kontrahenten um einen Schweizer und nicht um einen Kosovaren gehandelt hätte, der früher gegenüber jungen Schweizern straffällig geworden sei.

Laut Bundesgericht zeigt dies entgegen der Absicht des Verurteilten vielmehr auf, dass er aus besonders nichtigen Gründen bereit gewesen wäre, das Leben eines Menschen zu opfern. Zudem belege sein Einwand, dass er bewusst gehandelt habe. Schliesslich ist laut Gericht auch die Höhe der Strafe nicht zu beanstanden.

(Urteil 6B_215/2012 vom 24.10.2012)

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger S. am 13.11.2012 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ja aber .....

    Zwei Menschen schlitzen einem anderen Menschen die Kehle auf, der Kosovare erhält 7 Jahre Gefängnis der Schweizer 11 Jahre. Die Fälle sind aber sicher nicht vergleichbar sonst müsste man auf den Gedanken kommen, dass Schweizer vor Gericht härter bestraft werden. Oder?

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  • T.... am 13.11.2012 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Ist doch nicht normal. Als dem schweizer schwinger die kehle augeschlitzt wurde bakam der 4 jahre. Und der schweizer soll 11 jahre bekommen. Was ist das für eine linke politik.

  • Hopper am 13.11.2012 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Auch kein Unschuldslamm

    "der früher gegenüber jungen Schweizern straffällig geworden sei" - ich finde diesen Satz noch relativ wichtig. Der Kosovare hatte schon mehrere Menschen unschuldig verhauen, ausgeraubt oder was weiss ich. Die Justiz hat nicht gehandelt, jetzt hats halt ein anderer gemacht. Ich hoffe es geht ihm wieder besser und er wird ein besserer Mensch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • T.... am 13.11.2012 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Ist doch nicht normal. Als dem schweizer schwinger die kehle augeschlitzt wurde bakam der 4 jahre. Und der schweizer soll 11 jahre bekommen. Was ist das für eine linke politik.

  • Kuscheljustiz Adé am 13.11.2012 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Bedingt bis zum Abwinken nützt nichts

    Zum Glück ist endlich fertig mit Kuscheljustiz für Gewalttäter! Absichtlich Leute verletzen ist ein sehr schweres Verbrechen. Diese Bedingt bis zum Abwinken nützen sowieso nichts!

  • Helli am 13.11.2012 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hello

    Würde ein Kosovare so etwas machen bekäme er nie und nimmer 11 Jahre. Vielleicht 6...

  • Angel Heart am 13.11.2012 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umgekehrt

    Wenn der Kosovare dem Schweizer die Kehle aufgeschlitzt hätte, hätte er dafür 5 Jahre gekriegt und einen Gratis-Malkurs.

  • Schweizer am 13.11.2012 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer sitzen länger!!

    Wäre es ein ausländer gewesen, hätte er 7 jahre bekommen. Als ausländer kann man sich mehr erlauben, als wenn man schweizer ist!