Hydraulik-Probleme

29. September 2014 11:13; Akt: 29.09.2014 11:13 Print

Panne bei Swiss – Flug ab Prag abgebrochen

Ein Swiss-Pilot musste den Flug von Prag nach Zürich am Sonntag kurz nach dem Start wieder abbrechen. Zurück am Boden, wurde der Flieger von der Feuerwehr empfangen.

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Die Passagiere des Swiss-Fliegers LX1487 haben am Sonntagnachmittag bange Minuten erlebt. Kurz nach dem Start in Prag um 14.45 Uhr meldete der Pilot ein technisches Problem. «Die Maschine war langsam und gewann kaum an Höhe», erzählt Leser-Reporter Roger B.*, der übers Wochenende einen Städtetrip in die tschechische Hauptstadt gemacht hatte.

Kurze Zeit später habe der Pilot erklärt, dass die Fahrwerkslenkung nicht richtig funktioniere. Er müsse den Flug nach Zürich deshalb abbrechen und den fast voll besetzten Flieger wieder in Prag landen. «Es wurde uns mitgeteilt, dass bei der Landung mehrere Feuerwehrautos auf uns warten würden», so B.

Flieger mit Bremsen manövriert

«Ich fliege viel, so etwas habe ich aber noch nie erlebt», sagt B. Kurz nach dem Start sei die Stimmung in der Flugzeugkabine noch heiter gewesen. Als den Passagieren dann klar wurde, dass das Problem auch auf die Landung Einfluss haben könnte, sei es ruhig geworden. «Die Leute haben dann begonnen, Fragen zu stellen.»

Der Pilot habe die Maschine jedoch sehr vorsichtig gelandet. Auf dem Weg zurück zum Stellplatz wurde der Flieger von zwei Feuerwehrautos eskortiert. «Man konnte sehen, dass die Einsatzkräfte mit Wärmebildkameras die Hitzeentwicklung beim Fahrwerk kontrollierten», sagt B. «Weil der Pilot das Flugzeug nicht richtig lenken konnte, hat er es mit den Bremsen manövriert. Das hat ziemlich gerüttelt.»

Probleme mit Hydraulik

Als die Maschine schliesslich auf dem Stellplatz zum Stehen kam, seien zusätzlich noch Polizeibeamte aufgetaucht. Nach einer kurzen Wartezeit durften die Passagiere aussteigen. Dabei habe ich gesehen, dass beim Fahrwerk eine Flüssigkeit auslief. Durch das Fenster habe er gesehen, dass der Pilot sichtlich erleichtert aussah, sagt B.

Swiss-Sprecher Mehdi Guenin bestätigt den Vorfall. Es habe aber zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Passagiere oder Crew bestanden. «Es gab ein Problem mit der Hydraulik. In solchen Fällen muss der Pilot die Maschine wieder landen.» In Prag habe man deshalb eine Prioritätslandung durchgeführt. Das heisst, der Flieger hielt sich länger als üblich im Luftraum des Flughafens auf, weil vor der Landung die Systeme gecheckt werden mussten. «Dass die Feuerwehr am Boden wartet, ist bei einer solchen Prioritätslandung ganz normal.» Die gestrandeten Passagiere wurden schliesslich am Abend von einer Ersatzmaschine aus Basel abgeholt.

* Name der Redaktion bekannt

(vro)


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ruedi am 29.09.2014 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    dumbolino

    und wieder ein jumbolino... Gut, dass die Dinger bald ausgemustert werden.

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  • Andreas Gasser am 29.09.2014 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nehmt diesen Jumbolino ausser Betrieb!

    Ich hab' das selber schon erlebt: In London City wurden wir umgebucht, weil der Jumbolino aus Zürich ein Treibstoff-Leck hatte. Die Meldungen über Pannen am Jumbolino häufen sich, habe ich das Gefühl. Alleine in dieser Woche schon zwei mal! Dieser Flugzeugtyp ist uralt, eigentlich eine Schande für die Swiss. Ich hoffe, dass es da nicht doch noch mal eine grössere "Panne" gibt...

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  • Mike am 29.09.2014 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Standard Vorgehen

    Jeder Flieger der eine unplanmässige Landung hat wird von der Feuerwehr empfangen und auf einen Stellplatz begleitet. Dies als reine Sicherheitsmassnahme. Die Polizei rückt an, weil es den Passagieren nicht erlaubt ist das Rollfeld und das Vorfeld zu betreten. Erst in Anwesenheit der Polizei dürfen die Türen des Flugzeugs geöffnet werden und die Passagiere das Flugzeug über eine Treppe verlassen und zum bereitstehenden Bus laufen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andy am 29.09.2014 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachfolger gesucht

    Es wird wohl Zeit für die Jumbolinos. Die Defekte scheinen sich - so mein Eindruck - etwas zu Häufen. Schade, hat Bombardier Verzögerungen bei der Zertifizierung der von Swiss bestellten CSeries. In diesem Fall aber wieder reife Leistung der Crew. Da zahlt es sich aus, Piloten richtig auszubilden anstatt nur einzukaufen. Chapeau.

  • Claudiob am 29.09.2014 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ich war ebenfalls auf diesem Flug und kann die Vorkommnisse bestätigen. Die Ruhe und Abgeklärtheit der Crew war super. Natürlich hat man ein komisches Gefühl bei einem solchen Vorfall, aber dazu gibt es ja nette Sitznachbarn mit welchen man die 7h am falschen Flughafen verbringen kann. Die Jumbolinos sind nunmal alte Kisten, schade nur dass eine Entschuldigung in Zürich ausgeblieben ist.

    • B.U. am 29.09.2014 20:16 Report Diesen Beitrag melden

      Entschuldigung wäre das Minimum

      Tragisch, dass eine Entschuldigung von der Seite der Swiss ausbleibt. Schliesslich macht es einen Unterschied, ob man spät Sonntag Nacht oder früh am Sonntag Abend zu Hause ist...

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  • Marie von Perth am 29.09.2014 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Problem mit diesen Aussagen

    ".....es hat zu keiner Zeit Gefahr oder ein Risiko für Passagiere und Besatzung bestanden..." Das sehe ich nicht ganz so!

  • B.R. am 29.09.2014 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Super Crew

    War auch auf diesem Flug. Die Crew hat dieses Problem ohne unnötig Panik zu verbreiten super gelöst. So eine weiche Landung habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Vielen Dank.

  • paul am 29.09.2014 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alte flotte

    die swiss flieht auch nur noch schritthaufen. mit airfeance und und Lufthansa kann man auch. icht mehr fliegen wegen der Streitereien.bleiben nur n ich die asiatischen airlines

    • Andi berged am 29.09.2014 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ach ja?

      Das Durchschnittalter der Swiss-Flotte beträgt aktuell 12.7 Jahre. Das ist nicht so schlecht. Ab nächsten Jahr werden die Avros, die zweitältesten Flugzeugtypen der Flotte, ersetzt. Ab 2016 werden die ältesten A340 durch brandneue 777 ersetzt. Und auch die Flotte der A320-Familie wird durch neue A320neo ergänzt. Die Swiss fliegt keinesfalls mit Schrott durch die Gegend

    • Mark k am 29.09.2014 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Zuerst denken dann reden ;)

      jumbolinos werden ausgemustert mein Freund die neuen Bombardier Flieger sollen 2015 in Betrieb genommen werden von der Swiss , Swiss fliegt gute Maschinen jüngste Maschine ist nichtmal 1-jährig

    • Gurgl am 29.09.2014 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Kommt noch

      Die swiss will die meisten alten a340er durch 777 ersetzen und die alten a320er durch die a320 neo.. also naja die lufthansa will dass die swiss dies macht

    • Swiss am 29.09.2014 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Denken !

      Genau. Flieg doch mit einer asiatischen Airline nach Amerika oder auch nur Europa. Hihi

    • Lex am 29.09.2014 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Passagiere schuld

      Und wer ist Schuld daran? Die Passagiere. Wegen ein paar Franken nehmen sie die konkurrenzlosen Angebote aus dem Ausland an, trotz Umständen. Was dann dazu führt, dass der Preiskampf zu immer mehr Einsparungen und Produktivitätssteigerungen führt, welche auf Dauer gefährliche Ausmasse annimmt! Unterstützt den Heimmarkt, dann wird's auch besser, die Piloten sind ausgeruhter und die Flugzeuge weniger Alt!

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