Bistum Chur

04. Mai 2017 06:19; Akt: 04.05.2017 16:49 Print

Vitus Huonder tritt erst in zwei Jahren ab

Der Papst hat den Rücktritt des umstrittenen Churer Bischofs angenommen. Dieser darf gehen – allerdings erst an Ostern 2019.

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Der Bischof ist dankbar und gerührt: Papst Franziskus und Bischof Vitus Huonder bei einem Treffen Ende letzten Jahres im Vatikan. (17. Dezember 2016). (Bild: Keystone/L'Osservatore Romano)

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Vitus Huonder hatte an seinem 75. Geburtstag, dem 21. April dieses Jahres, dem Papst gemäss Vorschriften des kirchlichen Rechts den Rücktritt als Diözesanbischof angeboten. Inzwischen habe der Papst entschieden, teilte das Bistum am Donnerstag mit. Er nahm den Rücktritt des 75-Jährigen zwar an, aber erst auf Ostern 2019.

Der Entscheid Roms entspricht jenem beim Rücktritt von Huonders Vorgänger im Amt, Bischof Amédée Grab. Grab blieb bis zur Vollendung seines 77. Altersjahres Churer Bischof und wirkte danach, bis zur Amtsübergabe an Huonder, als Apostolischer Administrator.

Huonder «gerührt»

In einem Brief an alle Mitarbeitenden des Bistums schrieb Huonder, der Vertrauensbeweis des Papstes habe ihn «gerührt und mit grosser Dankbarkeit erfüllt». Er sei dankbar dafür, dass Papst Franziskus mit seiner «Entscheidung für unser Bistum auf Kontinuität setzt».

Huonder teilte zudem mit, er werde gerne weiter all seine Kräfte einsetzen, um den Hirtendienst zusammen mit allen Mitarbeitenden fortzusetzen, «zum Heil der Seelen und zum Wohl der Kirche von Chur».

Seit zehn Jahren im Amt

Der Bündner Oberländer Vitus Huonder ist seit knapp zehn Jahren Churer Diözesanbischof. Er wurde im Juli 2007 vom Churer Domkapitel aus einem Dreiervorschlag Roms gewählt und im September des gleichen Jahres im Kloster Einsiedeln zum Bischof geweiht.

Huonder hatte unter dem früheren Churer Bischof Wolfgang Haas, dem heutigen Erzbischof von Vaduz, Karriere am bischöflichen Hof in Chur gemacht. In seiner zehnjährigen Amtszeit war es ihm nicht gelungen, die Katholikinnen und Katholiken im Bistum auf eine Linie zu bringen. Liberale Katholikinnen und Katholiken hatten immer wieder manifestiert, dass sie mit dem konservativen Kurs des Kirchenmannes nicht einverstanden sind.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 04.05.2017 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    Byebye Osterhaas

    Franziskus wenn du schon gerade in Verbesserungslaune bist, dann schick doch gleich Bischof (Oster)haas mit Vitus zusammen in den verdienten (überfälligen) Ruhestand. Das wäre für 2019 dann das wohl beste Osternest, dass man sich wünschen könnte.

  • Tristan72 am 04.05.2017 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich ...

    Das freut mein Herz, einer weniger, der nur Unruhe gestiftet hat, wobei ich den ganzen Verein nicht haben muss!

  • Guy Fawkes am 04.05.2017 06:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich...

    Vielen Dank, Franziskus!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Christ am 06.05.2017 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Dank an alle rechtgläubigen Bischöfe

    Da wo der Bischof ist, ist das Volk wie da wo Christus ist, die [einzige von Christus gegründete] katholische Kirche ist. Bischof Ignatius von Antiochia, Ende 1. Jh.

  • Walter am 04.05.2017 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück bleibt er noch 2 Jahre

    Katholisch zu sein bedeuted alles was die katholische Kirche lehrt für war zu halten. Die Lehre kann sich nicht ändern weil sie aus dem besteht was Gott vor 2000 Jahren geoffenbart hat. So wie sich die Gesellschaft in den letzen 50-100 Jahren verändert hat, braucht es sehr viel Rückgrad die wahre Lehre zu verteidigen. Nur noch wenige Bischöfe und Priester haben dieses. Bischof Huonder und Haas stehen mit der Kirche und gegen die persönliche Meinung vieler Pseudo-Katholiken und deshalb werden sie gehasst. Schlagt mal eure Bibel auf: Matthäus 10:22, Johannes 15:18-25

  • Marc Scheinde am 04.05.2017 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber denken.

    Zum Glück bin ich schon 13 Jahre ausgetreten....kann halt selbst denken.

    • Bruno am 06.05.2017 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc Scheinde

      Denken schon aber ohne die Offenbarung von oben kommt man nicht zur Wahrheit. Man kann in diesem Leben nicht näher an die ultimative Wirklichkeit kommen als durch die von Christus eingesetzte katholische Kirche. Auf Sand bauen kann ich nicht empfehlen. Der Preis des Irrtums ist unendlich hoch.

    • Bill am 06.05.2017 12:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Bruno

      Betrachten Sie Ihre Aussage mal aus der Perspektive eines Aussenseiters. Wie würden Sie reagieren, wenn ein Rabbi/Muezzin exakt die selben Argumente für seine Religion vorbringen würde? Wenn Sie sich nun etwas denken wie "Dieser arme verblendete Tropf. Ist einer Irrlehre aufgesessen und meint im Besitz der Wahrheit zu sein, behandelt seine Mitmenschen mit selbstherrlicher Herablassung, droht mit vermeintlichen Konsequenzen, die nur in seinem Kopf existieren..." dann gratuliere, nun wissen Sie wie es vielen nicht-Katholiken ergeht, die Ihren Kommentar lesen.

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  • Werner am 04.05.2017 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Teils sehr fragwürdig!

    Ich glaube gerne an Gott, das Problem ist nur das teils fragwürdige Bodenpersonal!!!

  • les AUS ZH am 04.05.2017 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ja das ist einfach.....

    Der Glaube ist gut um, auszulagern!! Es ist der Wille von .... ich kann nichts dafür .....Super Lösung für die Lebens Problemen!! Ist gut für Menschen die alles was sie nicht so hin kriegen und nicht gelingt im Leben.... Das ist der einfachste Weg, denn der andre der Verantwortung übernehmen muss kann sich ja nicht dazu äussern!!!!

    • walter am 04.05.2017 19:49 Report Diesen Beitrag melden

      Niemand nimmt Verantwortung ab.

      Europa war 1000-1500 Jahre lang christlich. Religion war tief verankert in den Köpfen und Leben der Leute. In dieser Zeitspanne hat sich Europa/Nordamerika vom Barbarentum/Heidentum zum erfolgreichsten Teil der Erde gewandelt und wir zehren heute noch davon. Dermassen abwertend über Leute zu Urteilen die religiös sind (und ihre eigenen Vorfahren) zeugt von einem sehr beschränkten Horizont.

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