CS-Sorgenbarometer

11. Dezember 2012 07:16; Akt: 11.12.2012 09:57 Print

Patriotismus boomt bei Rechts und Links

von S. Marty - Der Patriotismus in der Schweiz lebt auf: Schon lange nicht mehr waren die Schweizer so stolz auf ihr Land wie 2012.

storybild

Die Schweizer sind stolz auf ihr Land. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nicht nur auf die feine Schokolade und den löchrigen Käse sind die Schweizer stolz, auch Werte wie Neutralität, Bildung und Mitspracherecht werden geschätzt wie nie: Wie der CS-Sorgenbarometer 2012 zeigt, sind satte 86 Prozent der Befragten stolz auf die Schweiz. Das sind so viele wie seit 2007 nicht mehr und eine Zunahme von 8 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. «Das liegt wohl an den Herausforderungen in Europa. Die Schweiz, in welcher Sicherheit, Frieden und Neutralität nach wie vor eine Selbstverständlichkeit sind, wird als Fels in der Brandung angesehen», so René Buholzer, Leiter Public Policy der Credit Suisse. Deshalb gründe der Nationalstolz dieses Jahr auch stärker auf politischen als auf wirtschaftlichen Komponenten.

Umfrage
Sind Sie stolz auf Ihr Land?
71 %
7 %
16 %
6 %
Insgesamt 1624 Teilnehmer

Politische Werte gewinnen an Bedeutung

Am meisten geschätzt werden Werte wie Neutralität, Bildung, Eigenständigkeit und Volksrechte wie das Referendum. Laut der pensionierten Soziologie-Dozentin Cíntia Meier-Mesquita würden die Schweizer nun merken, dass sich etwa der Nicht-Beitritt zur EU oder das politische Instrument der direkten Demokratie auszahlen. «Wir sind stolz, weil wir wissen, dass wir mit unseren politischen Entscheidungen oder täglichen Arbeit zur guten wirtschaftlichen Situation der Schweiz beigetragen haben.»

Patriotismus bei Linken im Trend

Obwohl der Nationalstolz bei der politischen Rechten noch immer am weitesten verbreitet ist, hat er im linken Flügel seit 2005 um satte 24 Prozent zugenommen. SP-Nationalrätin Ursula Wyss freuts: «Lange Zeit war es im linken Lager verpönt, die Schweiz gut zu finden. Hier sind wir lockerer geworden. Heute kann man sowohl Patriotin sein als auch für eine weltoffene und soziale Schweiz einstehen.»

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Ausgewählte Leser-Kommentare

Dass meine Generation (bin 28) heute in Sicherheit und Wohlstand leben kann, haben wir den Leistungen unserer Vorfahren zu verdanken und nicht uns selbst. Ich sehe da also kein Grund zum Stolz. Wir ruhen uns nur auf den Lorbeeren unserer Väter und Grossväter aus und beklagen uns trotzdem auf hohem Niveau. – Ruedi Metzger

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • weltenbummler roli am 11.12.2012 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich was Positiefes

    Finde es gut wenn die Eidgenossen entlich zur Besinnung kommen. wir Schweizer sind Eigenstaendig und muessen uns nich vom Ausland Erpressen lassen. Wir sind auch Weltoffen im Denken . Dank unserem Arbeitswillen steht unser Land Wirtschaftlich gut da und darum lassen wir es uns nicht nehmen. Ade EU und Euro Ihr werdet euch nie erholen

  • H. Krustowsky am 11.12.2012 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Stolz worauf?

    Stolz bin ich auf eigene Leistungen, auf Ziele die ich erreicht habe. Schweizer sein ist keine Leistung, so wie es auch keine Leistung ist Albaner oder Serbe zu sein. Sicher bin ich froh darum, in ein stabiles und freies Land geboren worden zu sein, aber das ist nichts als ein glücklicher Zufall. Versteht mich nicht falsch, ich bin durchaus patriotisch und feiere gerne meine Heimat am 1. August. Nationalstolz hingegen hat den üblen Beigeschmack des Hochmuts und einer arroganten Geringschätzung anderer Nationen, sowas braucht es nicht.

  • Hans Feller am 11.12.2012 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nur nicht beim Einkaufen

    Patriotismus ja, aber nur da wo es jedem Einzelnen was bringt. Beim Einkaufen werden dann plötzlich alle Schweizer Brüder von den Deutschen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christoph Zangger am 11.12.2012 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Patriotismus bei den Linken?

    Witz komm raus...die Linken haben den EU Beitritt doch immer noch im Parteiprogramm...was das wohl mit Patriotismus zu tun hat?

  • Ruedi Metzger am 11.12.2012 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht unsere Leistung

    Dass meine Generation (bin 28) heute in Sicherheit und Wohlstand leben kann, haben wir den Leistungen unserer Vorfahren zu verdanken und nicht uns selbst. Ich sehe da also kein Grund zum Stolz. Wir ruhen uns nur auf den Lorbeeren unserer Väter und Grossväter aus und beklagen uns trotzdem auf hohem Niveau.

  • Mathias Bühler am 11.12.2012 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    seltsame patriotisch

    auf ein Land, dass durch ihr undurchsichtiges Bankwesen schon immer gut auf kosten anderer Länder gelebt hat (Steuern) und dann noch so tut als könnten die "anderen" nicht wirtschaften. andere Länder haben ein echtes Sozialsystem, das kostet halt was, bringt aber auch den Kleinen etwas. Hier werden nur "Reiche" angelockt. aber die Rechnung dieser Gier kommt bestimmt: bald wird hier nur noch überleben wer mehr als 10000 fr./monat verdient, der Rest wird verarmen. Ciao Schwiiz.

  • Fred Geisser-Ammann am 11.12.2012 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin stolz und liebe die Schweiz !

    In jedem Land gibt es Vor- und Nachteil. Aber welches andere Land als die Schweiz bietet nebst der Schönheit und Vielfältigkeit noch soviel Sicherheit, Tradition und liebgewonnene "Mödeli"? Nach über 12 Jahren im Ausland kann ich mir keinen schöneren und besseren Fleck auf dieser Welt vorstellen. Ich bin stolz und vorallem Gott dankbar, dass ich hier in der Schweiz leben darf!

  • Live am 11.12.2012 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Alle die nicht stolz darauf sind...

    Geht mal nach China oder in ein anderes Land welches der Bevölkerung das Mitspracherecht und Meinungsfreiheit verweigert, (das ist nur 1 Beispiel von vielen andern). Ihr würdet alle auf den Knien zurück kommen (falls ihr dann noch Leben würdet nach einer Aussage). Wir haben hier auch Ecken und Kanten, aber ich bin stolz Schweizer zu sein.

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren